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Kultur 2.0: Das iPhone als Musik-Instrument

Kultur, 27.09.2009, Markus Hündgen

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Duisburg. Kaum ein Web-Projekt in der deutschen Kunst-Szene polarisiert derzeit wie das Duo "ZEE". Ihre Performance aus technoiden Klängen mittels Nintendo DS und Apple-Handy treibt den ZwoNull-Hype auf die kulturelle Spitze. Eine Grenzerfahrung auf der Kultur2.0-Konferenz "stART09".

Erwarten Sie jetzt keine Wertung oder eine Empfehlung, wie es denn so war. Kunst mag im Sinne des Betrachters liegen, die "Zaboura Eichstädt Experience" (ZEE) liegt irgendwo dazwischen. Der Besuch einer ZEE-Aufführung heißt Eintauchen, Fallenlassen. Freimachen von gewohnten Erfahrungshorizonten. Nicht selten wissen die Zuschauer nach der Show weniger als vorher. "Reverse-Experience".

Entschleunigte Beschleunigung

Die Gitarrieros zupfen die Saiten, aus den Lautsprechern tröpfelt ein aufgezeichneter Hauch, "Entschleunigung. Beschleunigung". Björn "E" Eichstädt kniet auf dem Boden, wischt seine Klänge über den iPhone-Touchscreen ins Publikum.

Prozess

Alles Quatsch, Kinderspielereien? "Solche Rückmeldungen freuen uns", sagt Nadia "Z" Zaboura. "Es zeigt, dass wir einen Gedankenprozess in Gang gesetzt haben". Befeuert von Klängen der iPhone-Software "Ocarina" beispielsweise, getragen von der sanften Stimme Zabouras, die Georg Simmel  und Hartmut Rosa rezitiert.

Impulsives Schweigen

Die Musik ist laut. Eichstädt winkt zum Tontechniker, will mehr. Damit die Klänge tiefer gehen. Die Neuronenbahnen sollen arbeiten.

Dann ist plötzlich Schluss. Stille. Das Publikum der "stART" wagt es nicht, sich zu rühren. Es schweigt, arbeitet, denkt. War das jetzt Quatsch, Kinderspielerei? Der Prozess beginnt. Die Erfahrung hat begonnen.

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Duisburg. Eine erste deutschsprachige Konferenz befasst sich im September 2009 mit der multi-medialen Präsentation von Kultureinrichtungen. Die "stArt.09" kommt in die Mercatorhalle. Im Mittelpunkt stehen effektive Nutzung des Web 2.0 und Vernetzung von Kultureinrichtungen.   weiterlesen...

Duisburg, 10.07.2009, Pedro Obiera

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