Kampf unter Wasser
02.04.2008 | 12:47 Uhr 2008-04-02T12:47:00+0200Der Sport von Jürgen und Philipp Bundesmann ist nichts für Weicheier: Unterwasserrugby.
Die Wurzeln liegen in NRW
Unbestritten ist England das Mutterland des Fußballs, auch unbestritten ist die Tatsache, dass sich Fußball zusammen mit Rugby entwickelt hat und zweites somit auch definitiv nach England gehört. Nicht überliefert ist allerdings die Antwort auf die Frage, ob sich Unterwasserrugby entwickelt hat, weil es auf der Insel eigentlich so gut wie immer regnet.
Sie sind erfolgreiche Sportler, aber werden kaum wahrgenommen. Nur die lokale Presse berichtet über ihre Leistungen. Denn ihr Sport ist nicht populär.
DerWesten ändert das. In regelmäßigen Abständen werden hier Randsportarten und ihre erfolgreichsten Vertreter vorgestellt - in der Serie Heimliche Helden.
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Aber diese Frage muss auch gar nicht beantwortet werden, denn die Geschichte von Unterwasserrugby beginnt in Nordrhein-Westfalen. Ludwig von Bersuda war Mitglied im D.U.C.-Köln (Deutschen Unterwasser Club) und kam Ende 1961 auf die Idee, einen Ball mit unter Wasser zu nehmen. Wegen des starken Auftriebs füllte er den Ball nicht mit Luft sondern mit Salzwasser .Die Dichte des Spielgeräts war nun größer als die des Wassers, somit sank der Ball langsam auf den Grund, statt an der Oberfläche zu bleiben.
Der Ball muss in den Eimer
Um ein Spiel zu formen, spannte von Bersuda in der Mitte des Beckens ein volleyballähnliches Netz, das etwa einen Meter über dem Beckenboden endete. Die Spieler mussten nun mit dem Ball unter dem Netz hertauchen und diesen im gegnerischen Feld in einem Eimer unterbringen. Diese lockere Spielidee – wobei es unter Wasser nicht so locker zuging – fand schnell auch in anderen Unterwasservereinen Interessierte und so entwickelte sich langsam eine neue Sportart.
So neu, dass Unterwasserrugby und Rugby auf mehr oder weniger trockenem Geläufe nicht viel mehr als nur den Namen gemein haben. Bewegen sich die Rugbyspieler nur nach vorne und hinten, links und rechts, so findet die Unterwasserversion in drei Dimensionen statt, denn die zu erreichenden Tore befinden sich damals wie heute am Grund des Wasserbeckens in einer Tiefe von etwas dreieinhalb bis fünf Metern. Ein großes taktisches Gefühl ist notwendig, da sich die Spieler für ein gutes Passspiel (der Ball wird „gestoßen“) richtig positionieren müssen.
Komplett unter Wasser
Das Spiel dauert zweimal 15 Minuten und wird komplett unter Wasser ausgetragen, der Ball darf nie über die Wasseroberfläche gelangen. Das erfordert bei den Spielern eine hohe Kondition und gutes Apnoetraining - Tauchen mit angehaltenem Atem ohne Atemluftversorgung.
Es ist eine spektakuläre und harte Sportart, deshalb hier die wichtigsten Regeln:
Nur wer den Ball hat, darf körperlich attackieren bzw. attackiert werden. Der Ballbesitzer darf jeden angreifen. Es darf keiner an seiner Ausrüstung angegriffen werden. Der Ball darf nicht aus dem Wasser gehoben werden. Das Festhalten am Tor ist nicht erlaubt. Grundsätzlich gilt: Rohe Gewalt ist unzulässig; Beißen, Kratzen, Schlagen, Würgen, Treten, übermäßiges Verdrehen von Gliedmaßen und absichtliches Untertauchen gelten als Foul
Ein skandinavischer Spieler sagte nach der ersten Weltmeisterschaft 1980: „Wir danken den Mülheimern für diese schöne Sportart, die uns die langen Winterabende verkürzen“. Mühlheim also und nicht England. (nie)
18:32
Nette Reportage, leider sind die Unterwasserbilder etwas ohne Action, hätte man sich mal Material von der DM oder vom Champions Cup holen können.
Aber wieder Stück den Sport Unterwasserrugby bekannt zu machen.
Schöne Grüße aus Bamberg
http://www.unterwasserrugby.com
18:46
Schöner Sport,nett anzusehen,macht weiter so!!!
17:54
Wie immer ein klasse Film!
Macht einen atemlos!
Einfach komplett spannend!
12:31
vom zusehen schon Atemnot bekommen.
12:28
Sieht ganz schön brutal aus. Vom Zusehen kriege ich ja schon Atemnot. Sonst nett anzusehen.
22:17
Habe keine Ahnung von dem Sport. Auch wenn hier Vater und Sohn Rede und Antwort stehen(was sicher seinen Grund hat), gibt der Film doch wider, daß es ein harter Manschaftssport ist.
Ja, Glasbecken oder professionell angebrachte Unterwasser Kameras mit guten Kommentatoren könnten dieser Sportart eine Popularität bringen die ihres gleichen sucht. Ich würde mir so was im Fernsehen gerne mal ansehen. Wer hätte gedacht
das Handball so populär wird?
20:40
Sehr schöner Film.
20:40
Schönes Video
18:47
Der Sport ist ja ganz nett, aber dieses Schwimmbad sieht ja vielleicht gut aus.
Wo steht das denn?
Gibt es da auch schöne Schwimmmeister?
20:28
Jaja,die Bundesmänner in Action.
Schöner Bericht und wirklich informativ mal was von dem SPort zu sehen, kann man sich ja sonst nicht so vorstellen was unter Wasser alles abgeht. Weterhin viel Erfolg - und immer schön sportlich bleiben :P !