Ein Sport mit Köpfchen
12.11.2008 | 17:20 Uhr 2008-11-12T17:20:00+0100Essen. Boris Nikolai Konrad ist ein Weltmeister: Diesen Titel hat er sich ausschließlich mit dem Kopf verdient - beim Gedächtnissport.
Nicht nur Weltmeister, sondern auch Weltrekordhalter ist Boris Nikolai Konrad seit den diesjährigen Meisterschaften der Gedächtniskünstler. In Bahrain klappte es in der Disziplin "Wörterlauf". Binnen einer Viertelstunde mussten so viele Wörter wie möglich in der richtigen Reihenfolge und mit korrekter Schreibweise memoriert werden. Boris Nikolai Konrad, der schon bei "Wetten, dass" sein Können zeigte, schaffte 255.
Nationale und internationale Meisterschaften
Die Bestrebung beim Gedächtnissport ist es, für alle Teilnehmer identischen Voraussetzungen zu schaffen. Im Wettbewerb wird dann intensiv mit den grauen Zellen gearbeitet - regelmäßig gibt es Meisterschaften auf nationaler und internationaler Ebene.
Sie sind erfolgreiche Sportler, aber werden kaum wahrgenommen. Nur die lokale Presse berichtet über ihre Leistungen. Denn ihr Sport ist nicht populär.
DerWesten ändert das. In regelmäßigen Abständen werden hier Randsportarten und ihre erfolgreichsten Vertreter vorgestellt - in der Serie Heimliche Helden.
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Ein Welt-Dachverband ist vor zwei Jahren aus der Taufe gehoben worden. Damit streben die Aktiven nach Anerkennung. Es geht in erster Linie darum, dass der Gedächtnissport als offizielle Sportart anerkannt wird. 1990 wurde der Sport mit Köpfchen von dem Briten Tony Buzan entwickelt, der Gedächtnistrainer ist und sich unter anderem mit Mind-Mapping beschäftigt hat.
Er wollte eine Lücke füllen, da es zwar viele Denksportarten mit den dazugehörigen Wettkämpfen gab (Schach, Bridge), aber keinen Wettkampf für die Gedächtnisleistung an sich. Anfangs dachte man, dass die Höchstgrenzen für das Behalten von Gegenständen, Bildern, Wörtern und Zahlen feststehend sind. Mittlerweile hat man erkannt, dass die Grenzen ständig übersprungen werden, die Leistungen der Gedächtnissportler auf den Turnieren immer fantastischer werden.
Das eigentlich „sportliche“ daran ist vor allem die Konzentrationsleistung, die man aufbringen muss. Der andere sportliche Aspekt ist die Tatsache, dass man sich im Wettbewerb miteinander misst.
Ein gutes Gedächtnis, die Fähigkeit sich Dinge zu merken sind gute Vorraussetzungen, um selber aktiv zu werden. Es handelt sich dabei um einen ständigen Lernprozess - und die Steigerung der Merkfähigkeit.
13:20
vielleicht sollte der boris als gedächtnistrainer für unsere sogenannten volksvertreter arbeiten ;-)