Der Kneipen-König vom Bermuda-Dreieck
06.07.2009 | 14:40 Uhr 2009-07-06T14:40:00+0200Für viele Besucher ist es eine einzige Partyzone, für den Bochumer Leo Bauer ist es mehr: Hier begann seine Karriere, hier arbeitet und wohnt er.
Nein, gegen den Titel Bochumer Kneipen-König hat Leonardo, den alle nur „Leo“ Bauer nennen, nichts einzuwenden. 1963 eröffnete der in Italien geborene Bauer den Jazz-Club Liberitas. Dies war der Startschuss zu einer bemerkenswerten Karriere in der Bochumer Gastronomie. Heute gehören dem 64-Jährigen 15 Gaststätten in der Ruhr-Metropole, neben der Disco Riff das Barranquito’s, Ullrichs oder Freibeuter natürlich auch das Mandragora, das 1977 die Keimzelle des Bermuda-Dreiecks wurde. Im früheren Handelshof-Gebäude hat er in der dritten Etage nicht nur sein Büro, sondern ganz oben auch eine Dachterrasse mit glänzender Aussicht.
Enge Verbindung mit Bochum Total
Wer so eng mit dem Bermuda-Dreieck verbunden ist, hat natürlich auch bei Bochum Total seine Finger mit im Spiel. Seit der Geburtsstunde 1986 unterstützt der Musik-Liebhaber das Festival, die ersten zehn Jahre als Hauptsponsor, seither logistisch und als Getränkelieferant. Er selbst versteht sich als Unternehmer, nicht als Gastronom. Daher steht er auch nicht hinter dem Tresen, sondern kann als Geschäftsmann zwischen Bochum und Brasilien pendeln, wo seine Frau wohnt, die er in diesem Frühsommer heiratete.
Der Vater eines Sohnes sprüht auch kurz vor dem offiziellen Rentenalter noch vor Ideen. So unterstützt er etwa mit einer fünfstelligen Spende den Bau des Konzerthauses, dessen Verwirklichung er jedoch skeptisch sieht. Mit seinen Partnern will er zudem den Katholikentagsbahnhof zu einem Kleinkunst-Zentrum umgestalten. Was mit dem künstlerischen Leiter Frank Goosen eigentlich am 8. Oktober beginnen soll, ist jedoch stark gefährdet. Unklar ist, wie und wann Wasserleitungen und Zufahrtswege erneuert werden, sodass die Bauarbeiten aktuell ruhen. An Ruhestand denkt Leo Bauer trotz dieser Unwägbarkeiten selbst aber nicht.
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