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Das Ruhrgebiet rockt

01.01.2010 | 15:45 Uhr

Der Autor Zepp Oberpichler erklärt, warum das Ruhrgebiet ein guter Schauplatz für Rock’n’Roll-Romane ist.

Zepp Oberpichler hat nach „Die Stones sind wir selber“ jüngst seinen zweiten Musikroman veröffentlicht „Gitarrenblut“ heißt es und handelt von Will. Der Musiker aus dem Ruhrgebiet lernt die Bühnen der Republik, Drogen und Mädchen kennen. Doch „seine Janis“ namens Bea verliert er bevor es richtig losgeht. Ihr Selbstmord verstört ihn sehr und ihr zu Ehren wird Will ein Tape aufnehmen, mit Songs die ihr hätten gefallen können.

Männer, die ihre Gefühle für eine Frau mit Musikkassetten oder – moderner – selbstgebrannten CDs zum Ausdruck bringen, gibt es in der Popliteratur bereits reichlich. Dass Oberpichlers neuer Roman trotzdem Neuigkeitswert besitzt, liegt an seinem Lokalkolorit. Ortshinweise wie auf Duisburg oder auf Mühlheim-Holsterhausen steigern - zumindest bei Lesern aus dem Pott – die Identifikation mit Will, den die A40 ebenso beruhigt wie verstört.

Wo sich auch Iggy Pop wohl fühlt

Für die Authentizität der Schilderungen bürgt zudem die Vita Oberpichlers, der als langjähriger Musiker in Punk- und Country-Bands biografisch für den Roman aus dem Vollen schöpfen konnte.

Für unser Video sprachen wir mit Zepp Oberpichler in seiner Heimatstadt Duisburg über seine Liebe für das Ruhrgebiet. Darin erklärt er unter anderem, warum die Musik von Iggy Pop oder Johnny Cash auch im Pott hätte entstehen können.

Mehr zum Thema:

Homepage von Zepp Oberpichler

André Bauer

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