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Werksschwimmbad Zeche Zollverein Essen – Planschen im Weltkulturerbe

10.08.2011 | 18:49 Uhr
Kulturgeschichte zum Reinspringen: Das Werksschwimmbad auf Zeche Zollverein war ursprünglich ein Kunstprojekt. Foto: dapd

Essen.   DerWesten stellt zehn Freibäder, Naturfreibäder und Badeseen vor, die in dieser Saison definitiv noch einen Besuch wert sind. In Teil acht unserer Serie: Das Werksschwimmbad auf Zeche Zollverein in Essen. Hier planschen Besucher im Weltkulturerbe.

Zwei rostige Überseecontainer aneinandergeschweißt, Wasser eingefüllt und das Ganze für Badegäste freigegeben – das klingt schäbig? Nein. Das ist Kunst. Zu sehen und zu erleben auf dem Gelände des Weltkulturerbes Zeche Zollverein, genauer: vor der imposanten Kulisse der ehemaligen Ofenbatterie 9 der Kokerei.

Eigentlich errichteten die beiden Künstler Dirk Paschke und Daniel Milohnic das Werksschwimmbad nur für die Dauer einer Ausstellung. Zehn Jahre später gibt es das türkis-blaue Becken auf Zeche Zollverein noch immer und Besucher des weitläufigen Industriedenkmals können sich in den Sommerferien darin abkühlen. Meist belagern es junge Besucher, denen spätestens nach zwei Stunden Ruhrgebietsgeschichte zum Anfassen im Familienverbund der Kopf raucht.

Für Schwimmer ist das kleine Werksbecken sicherlich keine Herausforderung. Es gibt weder eine Rutsche noch Sprungbretter. Aber um Sport oder Spaßbaden geht es auf Zeche auch nicht. Das Werksschwimmbad erlaubt planschen im Weltkulturerbe – das reicht als Badeerlebnis. Und als Zusatzschmankerl: In die Container des Werksschwimmbads sind kleine Guckfenster eingefräst, so dass sich Schwimmer und Zechenbesucher durch das Loch beobachten können.

In den Sommerferien ist das Schwimmbad täglich von 12 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Fazit: Der Freibadbesuch als Kunst-, Sport- und Geschichtsunterricht. Wer das Werksschwimmbad auf Zeche Zollverein besucht, geht danach körperlich erfrischt und geistig inspiriert nach Hause.

Werksbad auf Zollverein

weitere Teile:

1.) Bettenkamper Meer in Moers - Baden wie zu Omas Zeiten
2.) Silbersee II Haltern am See – Urlaubsgefühle direkt vor der Haustür
3.) Freibad Gladbeck – Hier wird geschwommen nicht geplanscht
4.) Natursolebad Werne – Wohlfühlen leicht gemacht
5.) Auesee in Wesel – Chillen und grillen im Rheinauepark
6.) Naturfreibad Heil bei Bergkamen - Geheimtipp für alle, die Entschleunigung suchen.
7.) Sorpesee Sundern – Naturschönheit im Sauerland
9.) Aquapark Oberhausen – Wo Baden zum Erlebnis wird
10.) Froschloch Dortmund – Entspanntes Baden für die ganze Familie

Meike Baars

Kommentare
17.08.2011
13:19
Werksschwimmbad Zeche Zollverein Essen – Planschen im Weltkulturerbe
von IngTe | #1

Sehr schön ist auch das Naturbad in Mülheim-Styrum! Es liegt sehr zentral im Ruhrgebiet, gut von der A40 aus zu erreichen. Wundervoll weiches,...
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Werksschwimmbad Zeche Zollverein Essen – Planschen im Weltkulturerbe
Werksschwimmbad Zeche Zollverein Essen – Planschen im Weltkulturerbe
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http://www.derwesten.de/unresolved/werksschwimmbad-zeche-zollverein-essen-planschen-im-weltkulturerbe-id4950834.html
2011-08-10 18:49
Zollverein, Zeche, Essen, Weltkulturerbe, Kohlewäsche, Industriekultur, Route, Ruhrgebiet, Strukturwandel, RVR
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