Verletzte der Loveparade sollen sich melden
03.09.2010 | 13:59 Uhr 2010-09-03T13:59:00+0200
Düsseldorf/Duisburg.Menschen, die bei der Loveparade in Duisburg verletzt wurden, sollen sich bei der Unfallkasse NRW melden. Diesen Apell richtete NRW-Sozialminister Guntram Schneider (SPD) an Opfer Massenpanik.
„Wir gehen davon aus, dass noch mehr Opfer in Kliniken behandelt wurden, als bisher bekannt – sie sollen sich an die Unfallkasse wenden, damit sie einen Antrag für eine Entschädigung einreichen können“, sagte er nordrhein-westfälische Sozialminister Guntram Schneider (SPD) am Freitag in Düsseldorf bei einem Besuch der Unfallkasse NRW.
In einem Hilfsfonds des Landes stehen eine Million Euro bereit. 14 Familien, die bei der Loveparade Angehörige verloren, haben bislang eine Soforthilfe in Höhe von jeweils 20 000 Euro erhalten. Auch die finanzielle Unterstützung der bislang bei den zuständigen Behörden gemeldeten Verletzten laufe, sagte Schneider. Bei einer Massenpanik auf der Loveparade am 24. Juli starben 21 Menschen. Mehr als 500 Menschen wurden verletzt.
Antrag an Unfallkasse NRW
Bei seinem Besuch würdigte der Minister die Unfallkasse NRW für ihr großes Engagement bei der Soforthilfe für die Opfer der Loveparade. „Die Unfallkasse hat bewiesen, dass sie kurzfristig auf Krisensituationen reagieren kann, und sie hat beim konzeptionellen Aufbau der Soforthilfe großartige Arbeit geleistet“, sagte Schneider. Er betonte, dass die Betreuung der Betroffenen durch die Mitarbeiter der Unfallkasse NRW sehr engagiert und einfühlsam erfolge. „Dafür sage ich ausdrücklich danke“, erklärte der Minister.
Die Unfallkasse NRW ist der gesetzliche Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand im Land. (ddp)

23:56
@2 freifahrt(s)schein?
Ich kann solche Kommentare wie Ihre nicht mehr ertragen!
09:59
was ist mit den teilnehmern, die totz sauffordrrtung nicht weiter gegangen sind oder die gedrängelt haben. auch diese tragen scvhult am unglück.
00:25
Wie wäre es, wenn sich endlich Vertreter der Stadt bei den Angehörigen melden, um zumindest die Kondolenz nachzuholen?
Bei allem Hin und Her um die Schuld, die Verantwortung und die politischen Grabenkämpfe - eine Stadt, die durch ihren OB die Angehörigen einer solchen Katastrophe verleugnet, weil er angeblich deren Adressen nicht kennt, hat keinen obersten Vertreter, denn seine Einwohner bedeuten ihm nichts.
Wenn *allein das* kein Grund zum Rücktritt ist, dann fügt Sauerland der Kommune schwersten Schaden zu.