Streit um Loveparade-Drama in Innenausschuss
02.09.2010 | 19:10 Uhr 2010-09-02T19:10:00+0200
Düsseldorf.Nicht nur der Veranstalter der Loveparade, vor allem auch Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland wurden scharf kritisiert. Das Loveparade-Drama war Thema im Innenausschuss.
Heftige Kritik am Veranstalter der Loveparade und dem Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland hat es am Donnerstag im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags gegeben. Die Abgeordneten wollten die Umstände klären, die am 24. Juli zur Massenpanik mit zahlreichen Verletzten und 21 Toten führten.
Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger erklärte zu Beginn der Sitzung, man wolle Transparenz und Offenheit schaffen und Lehren aus dem Unglück ziehen. Ziel sei es zu lernen, „wie wir die Sicherheit bei Großveranstaltungen in der Region gewährleisten können“.
Aufklärung und Transparenz vermisst
Doch bisher weisen der Veranstalter (Lopavent GmbH), die Polizei und die Stadt Duisburg sich gegenseitig die Verantwortung für die Sicherheitsmängel zu. Untermauert werden die unterschiedlichen Auffassungen über Zuständigkeitsbereiche und Verantwortung mit zwei Gutachten.
Nach den Berichten des Polizei-Inspekteurs Dieter Wehe sowie der Anwälte der Stadt Duisburg und des Veranstalters sagten mehrere Abgeordnete, sie hätten Aufklärung und Transparenz vermisst. Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller hatte zwei Rechtsanwälte in die Sitzung geschickt. Die brachten aber keine Antworten, sondern Fragen mit - etwa danach, wer der Polizei den Befehl zur Bildung von Ordnerketten erteilt habe. Schaller wirft der Polizei vor, dadurch den Besucherstrom gestoppt und den verhängnisvollen Stau verursacht zu haben.
Polizei-Inspekteur Wehe erwiderte erneut, der „Crowd Manager“ des Veranstalters habe am Tag der Loveparade gegen 15.30 Uhr die Polizeiketten angefordert. „Die Zu- und Ablaufregelung der Besucherströme lag in der Verantwortung des Veranstalters“, erklärte Wehe. „Auf sein Ersuchen erfolgte die Sperrung der Rampe.“
Stotko: „30 Fragen haben wir Ihnen gestellt, keine einzige haben Sie beantwortet“
Einen weiteren Mangel des Sicherheitskonzepts sieht Wehe darin, dass die „Floats“ nicht durchgängig in Bewegung waren. Sie sollten auf dem staubigen Gelände im Kreis fahren und die Menschen mit sich ziehen. Stattdessen hätten sie von 14.27 bis 15.05 Uhr gestoppt und sich auch zwischen 16 und 17 Uhr nicht bewegt, warf Wehe den Rechtsanwälten der Lopavent GmbH vor.
Der SPD-Abgeordnete Thomas Stotko (SPD) kritisierte die Anwälte von Lopavent: „30 Fragen haben wir Ihnen gestellt, keine einzige haben Sie beantwortet“, rief er aus. Dem Oberbürgermeister Sauerland hielt er vor, seine Anwältin schreibe in einer Stellungnahme: „Die Stadt Duisburg verfügte nicht über die erforderlichen Einsatzkräfte, um auf dem Gelände wirksam eingreifen zu können.“ Stotko fragte: „Das haben Sie monatelang gewusst und nichts gesagt?“
Auch die Frage danach, wer die Verantwortung für das Sicherheitskonzept trug, blieb offen. Die Rechtsanwältin Ute Jasper, die neben dem OB saß, schob den Schwarzen Peter der Polizei zu. Für Sicherheit seien die Sicherheitsbehörden zuständig, nicht die Baugenehmigungsbehörde der Stadt.
Wegen der Massenpanik mit 21 Toten ermittelt auch die Staatsanwaltschaft. (apn)

09:39
Abschlussbericht und die Anlagen sind durchgearbeitet, so dass ich morgen im Laufe des Tages die Auswertung mit Anlagen ins Netz stellen kann. Das wird heute noch geschrieben.
Der Abschlussbericht und Anlagen beantwortet eine ganze Reiche entscheidender Fragen, allerdings fallen diese völlig anders aus als die verbale Berichterstattung in der Vorstellung des Berichts sowie vor dem Innenausschuss.
Zuordnen kann man die Zuständigkeit für die Sicherheit der Zu- und Abwege, die Verantwortlichkeiten am Tag der Veranstaltung, die Empfehlungen von Herrn Schreckenberg und deren Umsetzung bzw. Nichtumsetzung. Die Planungen für den Tunnel selbst und einiges mehr. Das ist direkt den Unterlagen zu entnehmen, wegen der Fülle aber ein Puzzle.
Auch wird verständlich, warum es dann zu chaotischen Abläufen kam als das Unglück passierte und warum Polizeiketten nicht funktionieren konnten.
00:32
#107: Danke für die zusätzliche Recherche. Wie gesagt: Völlig clean. Wer kann, sollte teilnehmen.
Werde mit ein paar Kollegen da sein.
00:09
Veranstaltet von:
Betriebsrat und IG Metall Vertrauenskörperleitung ThyssenKrupp Steel
Hamborn / Beeckerwerth und ArcelorMittal Ruhrort GmbH, IG Metall Vertrauenskörper
Eisenbahn und Häfen, IG Metall Duisburg, Evangelische
Bonhoeffer Gemeinde Marxloh-Obermarxloh, Katholische Arbeitnehmerbewegung
(KAB) Duisburg, Katholische Gemeinde St. Norbert Pfarrei
DU-Nord, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA)
Duisburg/Niederrhein
http://www.nachtgebet.de/
So sollte es aussehen. sorry
00:08
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17:00
#104:
(Axel Krause meinte Sie seien besonnen)
Da dass so ist, verkneife ich mir #104 zu kommentieren.
11:26
turnaround
nicht beleidigen, bitte! schon gar nicht, wenn sie eine christin sind. informieren sie sich richtig, turnaround!
krings ist vielleicht ja da drin?
dass diese veranstaltung in einer kriche abgehalten wird bzw. von dieser initiiert wurde, bedeutet noch lange nicht, dass das ganze ueberparteilich sein wird, auch wenn ich es gut finde, dass sie das tut. erwarten tue ich das aber auch von pfarrer krogull (vor allem von ihm), salvatorkiche, erst recht wegen der nähe zum rathaus!
p.s. wenn wir uns beleidigen, erreichen wir nichts - also achtung - dieses klima kann in DU keiner brauchen, okay, denn haben wir nicht ähnliche bis gleiche ziele? (Axel Krause meinte Sie seien besonnen)
p.s. meinungsfreiheit!
Moehre
genau das denke ich. das beweisen die vielen welchselseitigen bildchen auf den websites. shake hands, wohin man schaut. krings ist meines wissens mitglied bei pro du. (s. trauermarsch)
meine recherchen ergeben eine weitere these:
pro du arbeiten mit bl-buergerlich liberale zusammen (rebellion-der-engel.de), die einen ob-kandidaten stellen: harald jeschke
alle wollen z.b. einen buergerpark auf der duisburger feiheit und haben z.t. die selben ziele wie pro nrw. ob es da verbindungen gibt weiß ich nicht, ich weiß nur, dass pro nrw dabei ist ihre strukturen in du aufzubauen. und npd ist auch seit jahren in du willkommen, manchmal 2mal pro jahr, manchmal auch heiligabend. die schizophrenie sauerlands ist das, denn im gegenzug: das wunder von marxloh - pro moselms. sauerland enbet schlachtplätze. auch die lopa lief kriegsähnlich ab, finde ich, die besucher mussten sich wie feinde gefuehlt haben. EKEL
23:03
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22:11
96 lassen sie mich raten: pro DU sind sauerlandnahe Verbandheinis oder wie verstehe ich das?
#97 von Moehre , am 03.09.2010 um 19:11
Weiss der Geier, was @anni da mal wieder zusammenbastelt. Hinter dem Politischen Nachtgebet am 6.9. um 18:00 Uhr steht NIEMAND außer der Ev. Kirche in Duisburg. Diese Veranstaltung darf nicht durch unqualifizierte Äußerungen (siehe @anni) in Mißkredit gebracht werden.
22:07
Und ich hoffe mal, dass Josef Krings sich darueber bewusst ist. Krings als Antifaschist gut und schön, aber Krings als Wahlhelfer?
#96 von anni2010 , am 03.09.2010 um 18:48
BULLSHIT, wie schon so oft. Wer zum Teufel soll Pro Duisburg e.V. sein ? Die Ev. Kirche ist politisch unabhängig.