Spanien trauert um die beiden toten Studentinnen
27.07.2010 | 09:32 Uhr 2010-07-27T09:32:00+0200Duisburg/Barcelona. Unter den 20 Opfern der Katastrophe auf der Loveparade sind auch die beiden spanischen Austauschstudentinnen Clara Z. und Marta A.. Ihr tragischer Tod lässt das ganze Land um sie trauern. Sie standen kurz vor ihrer Rückkehr.
Marta A. und Clara Z., beide Anfang 20, stammen aus der katalanischen Mittelmeerprovinz Tarragona im Nordosten Spaniens. Die eine studierte Übersetzung und Dolmetschen in Tarragona, die andere Psychologie in Barcelona. Im vergangenen Jahr gingen beide als Austausch-Studentinnen nach Münster.
Mit einer Gruppe von dortigen Freunden beschlossen sie, vor ihrem Abschied aus Deutschland die Loveparade in Duisburg mitzufeiern. Sie sind zwei der 20 Todesopfer vom Samstag.
Schon in ihren Sonntagsausgaben berichteten die spanischen Zeitungen ausführlich über die Katastrophe von Duisburg. Dass unter den Toten zwei junge Spanierinnen sind, brachte das Unglück am Montag wieder auf die Titelseiten. „Die beiden waren superfröhlich, sie hatten eine nimmermüde Lebenskraft“, titelte die größte spanische Tageszeitung „El País“ in großen Lettern.
Studium in Deutschland war ein Traum
In ihrer Netzausgabe ließ die Zeitung Angehörige und Freunde der Mädchen zu Wort kommen. Alle Zeugen hoben die gute Laune der Studentinnen hervor. „Sie war so gesellig und immer zum Lachen aufgelegt“, sagte ein Mitstudent über Clara. „Sie half immer, sie lächelte immer“, sagte ein anderer über Marta.
Marta A. hatte ein besonders inniges Verhältnis zu Deutschland. „Marta hat Deutschland immer heiß geliebt“, erzählte ein Student aus Tarragona dem „El País“-Reporter. „Der Studien-Aufenthalt in Deutschland war ein Traum für sie.“ Nach den Berichten ihrer Freunde überlegte Marta, noch ein Jahr länger in Münster zu bleiben. „Sie war überrascht, weil es ihr noch besser gefiel, als sie erwartet hatte.“
Der katalanische Regierungsdirektor der Provinz Tarragona, Xavier Sabaté, berichtete am Montagvormittag auf einer Pressekonferenz, dass die Leichen der jungen Frauen am Mittwoch in ihre Heimat überführt würden.
Empörung, Wut und Unverständnis
Im Namen der Regionalregierung drückte er den Angehörigen sein Mitgefühl aus und beschrieb seine eigenen Empfindungen. „Es ist eine Mischung aus einem Gefühl der Trauer um diese beiden so jungen Personen, die unter diesen tragischen Umständen ums Leben kamen, aber auch aus einem Gefühl der Empörung und Wut und des Unverständnisses.“
Er frage sich, wie es zu einer solchen Katastrophe kommen könne, „in einem Land, das a priori angemessene Vorkehrungen treffen sollte, um die Sicherheit der Teilnehmer an einer solchen Veranstaltung zu garantieren“.
Deutschland gilt als gut organisiert
Zum Deutschland-Bild der Spanier gehört die Vorstellung eines besonders gut organisierten Landes, in dem eine Katastrophe wie die am Samstag in Duisburg eigentlich nicht denkbar ist.
Die Fassungslosigkeit übertraf in Spanien noch die Trauer. „Wie kann jemand auf diese Weise sterben, erdrückt unter so vielen Leuten?“, fragte sich eine Angehörige Martas in Tarragona. „Das ist nicht zu verstehen.“
Am Samstag kommender Woche wollte die Studentin wieder zu Hause sein, sie hatte schon das Ticket gebucht. Spaniens Außenminister Miguel Ángel Moratinos drückte seine „Solidarität und Mitgefühl“ mit den Angehörigen der Opfer des „Desasters“ aus.
Das Ticket nach Hause war schon gebucht
Die Universität von Tarragona erklärte zwei offizielle Trauertage und ließ die Fahnen vor ihrem Hauptgebäude auf halbmast wehen.
Marta und Clara werden Freunde und Angehörige nur noch in der Erinnerung mit ihrem sympathischen Lachen erfreuen.

05:57
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16:51
Nix wirds geben. Die LoPA ist eine eigene Firma, GmbH dazu und Schaller nur Gesellschafter. Die geht Pleite, aber nicht Mcfit und nicht Schaller.
So wird es laufen, ihr werdet es sehen.
Dazu hat man eine Gmbh. Schaller verliert seine Einlage und das war es.
Einen Vorsatz wird man ihm kaum nachweisen können. Darum schiebt man auch alle Schuld auf ihn alleine. Damit ist jeder fein raus, vor allem die Stadt.
14:41
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10:59
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10:59
@2 von larix
Ist ja im Prinzip richtig, was Sie schreiben. Aber in dem Fall finde ich es gut, zu zeigen, wer die Menschen sind, die da auf der LP getötet wurden. Das sollte vielleicht den Kommentatoren die Augen öffnen, die die LP als eine Ansammlung von zugedröhnten Prolls ansehen, die es letztendlich selber Schuld sind, wenn ihnen etwas passiert.
10:54
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10:54
@larix: du nimmst mir das Wort aus dem Mund.
@DerWesten: bitte löscht die (Nach-)Namen der beiden aus dem Text.
10:54
@2 von larix
Ist ja im Prinzip richtig, was SIe schreiben. Aber in dem Fall finde ich es gut, zu zeigen, wer die Menschen sind, die da auf der LP getötet wurden. Das sollte vielleicht den Kommentatoren die Augen öffnen, die die LP als eine Ansammlung von zugedröhnten Prolls ansehen, die es letztendlich selber Schuld sind, wenn ihnen etwas passiert.
10:05
Zitat aus dem Pressecodex:
Richtlinie 8.1 - Nennung von Namen/Abbildungen
(1) Bei der Berichterstattung über Unglücksfälle, Straftaten, Ermittlungs- und Gerichtsverfahren (s. auch Ziffer 13 des Pressekodex) veröffentlicht die Presse in der Regel keine Informationen in Wort und Bild, die eine Identifizierung von Opfern und Tätern ermöglichen würden.
(2) Opfer von Unglücksfällen oder von Straftaten haben Anspruch auf besonderen Schutz ihres Namens. Für das Verständnis des Unfallgeschehens bzw. des Tathergangs ist das Wissen um die Identität des Opfers in der Regel unerheblich.
09:43
Die ganzen Artikel der Opfer machen mich richtig traurig und wütend.
Was nutzt es, wenn ich über die Behörden der Stadt Duisburg schimpfe? Es ist leider passiert und man kann es leider nicht rückgängig machen.
Aber hauptsache das Geld der Verantwortlichen stimmt.
Ich selber arbeite auch bei einer Stadtverwaltung im Bereich der Sondernutzung, was ist dies für eine Art eine Nutzungsänderung vorzunehmen, wo Menschenleben gefährdet werden?
In Gedanken bin ich bei den Opfern und den Angehörigen, die ihre lieben Kindern, Freunde auf eine tragische Art von Geizheit sterben müssten.