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Loveparade

Ruhr.2010 und die Projektmanager der Loveparade

03.08.2010 | 20:43 Uhr
Ruhr.2010 und die Projektmanager der Loveparade
Ein Mädchen hockt in Duisburg an der Unglücksstelle der Loveparade-Katastrophe.

Duisburg/Essen.Ein Loveparade-Projektleiter hat auch für Ruhr.2010 gearbeitet - aber bei der Eröffnung der Kulturhauptstadt, nicht bei der Loveparade. Daraus eine unheilvolle Allianz zu konstruieren, sei nicht redlich, sagt der Sprecher der Ruhr.2010.

„Jeden Tag wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben.“ Marc Oliver Hänig, Pressesprecher der Ruhr.2010 GmbH, reagiert sauer auf Presseberichte, in denen behauptet wird „dass der Veranstalter der Loveparade, Rainer Schaller, seine Leute direkt bei Ruhr.2010 sitzen hatte“.

Der Chef des Kulturhauptstadt-Projekts „Ruhr.2010“, Fritz Pleitgen, hatte sich bereits am 29. Juli in der Talkshow von Maybritt Illner „gegen eine vorschnelle öffentliche Abstrafung der Verantwortlichen für die Loveparade-Katastrophe“ gewandt. Er habe das Gefühl, es breche eine Jagd auf die vermeintlich Schuldigen aus.

Stephan Sasse und Kersten Sattler

Kersten Sattler, Projektleiter der Loveparade.

Seine Einschätzung scheint nicht falsch zu sein. Denn nun konstruieren einige Medien einen verhängnisvollen Zusammenhang zwischen dem Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller und Ruhr.2010. Den Anknüpfungspunkt bilden dabei der gebürtige Soester Stephan Sasse - jetzt freiberuflicher Projektmanager in Hamburg - und Executive Director Kersten Sattler.

Sattler und Sasse hatten am 9. und 10. Januar gemeinsam die Eröffnungsveranstaltung der Ruhr.2010 - das Kulturfest „Glück Auf 2010“ - organisiert. Damals stand Herbert Grönemeyer im Regen. Tänzer und Musiker trotzten Hagelschlägen und Schneestürmen.

Freie Projektmanager werden engagiert

„Wir hatten Kersten Sattler und Stephan Sasse als freie Projektleiter engagiert“, erinnert sich Marc Oliver Hänig, „und wir alle haben die beiden zum wiederholten Male als umsichtige und verantwortungsbewusste Menschen erlebt.“ Selbst bei der Liveübertragung im Fernsehen hätten sie wegen des Schneefalls bestimmte Programmpunkte gestrichen: „Weil ihnen die Sicherheit vorging.“

Richtig sei, dass auch Rainer Schaller die freiberuflich arbeitenden Projektleiter für die Loveparade verpflichtet habe. Denn Stephan Sasse ist nicht nur Ruhr.2010-erfahren, er war bereits 2006 in Berlin, 2007 in Essen und 2008 in Dortmund operativer Vertreter bei der Loveparade. Auf diese Erfahrung hätten Veranstalter und die Stadt Duisburg zurückgegriffen. Daraus eine unheilvolle Allianz zu konstruieren, sei nicht redlich.

Volker Dörken

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Kommentare
03.09.2010
11:19
Ruhr.2010 und die Projektmanager der Loveparade
von Lothar Evers | #31

Dia anderen Beteiligten finde ich, aber wo ist bitte Lutz Wagner als der Ruhr 2010 zuarbeitend, verzeichnet?
Der war nämlich Security Chef bei der Loveparade.
Beste Grüsse
lothar evers

19.08.2010
11:07
Ruhr.2010 und die Projektmanager der Loveparade
von Das muss doch mal gesagt werden. | #30

Soweit den öffentlichen Informationen zu entnehmen ist, betreuen die Personen u.a. Kersten Sattler, Stehpan Sasse, Günther Spohr, Petra Wiedenhöft, Lutz Wagner, die auch im Auftrage der Lopavent für die Loveparade tätig waren, nach wie vor auch Veranstaltungen der Ruhr2010 GmbH.

08.08.2010
20:21
„Das sind umsichtige Menschen“
von wolfgang klein | #29

Sieh auf zu den Sternen.
Gib Acht auf die Gasse.
-Wilhelm Raabe-

www.loveparade2010doku.wordpress.com

05.08.2010
18:19
Allianz zwischen Ruhr.2010 und Loveparade?
von dieZecke | #28

Nachdenker:

Ich glaube Pleitgen nicht. Denn Fakt ist nun mal, dassseine Kulturdirektorin, Asli Sevindim, pikanterweise auch Moderatorin der Aktuellen Stunde beim WDR, in Duisburg geboren, dort aufgewachsen ist und immer noch da lebt.

Und diese Journalistin, die im Dienst der Ruhr 2010 steht, soll auch nichts von den bedenken, den Diskussionen mitbekommen haben ? Als Duisburgerin auch nicht den Tunnel gekannt haben ? Und erst recht nicht mit Pleitgen darüber geredet haben ?

Das dürfte wohl sehr unwahrscheinlich sein. Interessanterweise haben die ruhrbarone einen Fragenkatalog in einem Offenen Brief an Pleitgen aufgestellt.

Die Person Pleitgen nimmt schon eine Schlüsselrolle ein. Zumal man sich ernsthaft die Frage stelen muß, was hatte Herr Pleitgen im krisenstab zu suchen ? Und warum hat Pleitgen im ZDF Journalisten gemahnt, keine Jagd auf Schuldige zu machen ? Was befürchtet Pleitgen, könnten investigative Journalisten herausfinden ?

05.08.2010
12:18
Allianz zwischen Ruhr.2010 und Loveparade?
von Nachdenker2838238 | #27

Zur Verantwortung der ruhr.2010

Natürlich hat die ruhr.2010 auf ihren Internetseiten Werbung für die Loveparade gemacht. Unter anderem mit einem Video in dem am Ende steht: Loveparade - ein Projekt der ruhr.2010.

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft metropoleruhr GmbH hat mit Lovapant einen Vertrag über die Loveparade bis 2011 abgeschlossen. Diese GmbH ist eine 100% Tochter des Regionalverband Ruhr, und der ist wiederum einer der Hauptgeldgeber von ruhr.2010.

Was heißt das? Die ruhr.2010 hat sich zwar nicht direkt an der Loveparade beteiligt, aber dieses als eines der Hauptprojekte des Kulturhauptstadtjahres angepriesen. Hieraus kann man allerdings keine direkte Beteiligung von Herrn Pleitgen ableiten. Ich könnte mir vorstellen das auf Nachfragen bei der Stadt Duisburg und dem Veranstalter genau das gleiche an Antwort kam, was auch die Medien vorher über die Loveparade berichtet haben: Alles gut - null Problem.

05.08.2010
11:59
Allianz zwischen Ruhr.2010 und Loveparade?
von NAchdenker29292 | #26

Zu der Verantwortung von Herrn Sattler:
http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/region/hierundheute/art1544,827729

Wie Kersten Sattler, Organisationschef und Kreativdirektor des Loveparade-Veranstalters, gestern mitteilte, sollen die Wagen nicht durch die Duisburger Innenstadt ziehen. Statt dessen konzentriert sich die gesamte Veranstaltung auf den alten Duisburger Güterbahnhof.

Dort soll ein Rundkurs angelegt werden. Wie bereits berichtet, hat die Firma Aurelis als Eigentümer des 35 Hektar großen Geländes hinter dem Hauptbahnhof bereits mit den Rodungsarbeiten auf der von Sträuchern überwucherten Fläche1 begonnen. Das Unternehmen will die ehemalige Industriebrache in den nächsten Jahren in ein Büro- und Dienstleistungsquartier umwandeln. Extra für die Loveparade begann Aurelis nun verfrüht mit den Aufräumarbeiten.

„Allerdings“, schränkt Lopavent-Sprecher Sattler ein, „werden wir nicht die gesamte Fläche benötigen – das wäre ja Wahnsinn.“ Ein Teil des Güterbahnhof-Geländes, das gefährlich nahe zwischen der Autobahn 59 und den Bahnschienen liegt, reiche bereits für Loveparade und mehr als eine Million erhoffte Raver. Derzeit befindet sich Lopavent nach Angaben Sattlers in Verhandlungen mit Aurelis.

04.08.2010
21:08
Allianz zwischen Ruhr.2010 und Loveparade?
von sanny82 | #25

Sorry, inzwischen ist es Beitrag 19... Der andere wurde gelöscht.
Aber nun zu diesem Beitrag (19): Die Volunteers waren bei dieser Veranstaltung nicht als Ordner eingesetzt, sondern als Flyer-Verteiler und Botschafter für das Ruhrgebiet und die Kulturhauptstadt. Volunteers werden bei vielen Veranstaltungen eingesetzt, wo die Ruhr.2010 nur indirekt etwas mit zu tun hat (der Name steht drunter und man kaum Eingriff in die Organisation hat) wie bei der Loveparade, der Biennale für Internationale Lichtkunst usw. Stand ständig in der Zeitung.
Klar, war es wichtig, dass dieses Ereignis stattfindet, da das Ruhrgebiet und auch Duisburg solche Veranstaltungen für die Jugend braucht, aber doch nicht um jeden Preis. Das hat übrigens auch Herr Pleitgen, der hier ständig heftigst kritisiert wird, schon sehr oft gesagt. Man müsste den Leuten nur mal richtig zu hören.
Und so langsam beschleicht einem das Gefühl, die Menschen, die etwas erreichen wollen und dafür jahrelang Tag und Nacht gearbeitet haben und noch arbeiten, nur kritisiert werden, weil sie sich einsetzen für eine bessere Zukunft, den Strukturwandel und unser Kulturgut in ganz Europa präsentieren. Es ist schade, dass diese fabelhafte Arbeit dieser Menschen nicht geschätzt wird und von Leuten wie hier mit unwissenden Kommentaren in ein schlechtes Licht gestellt wird.

04.08.2010
21:05
Allianz zwischen Ruhr.2010 und Loveparade?
von sanny82 | #24

Sorry, inzwischen ist es Beitrag 19... Der andere wurde gelöscht.
Konstruktive Kritik wird auf dieser Seit auch nicht gelöscht.
Aber nun zu diesem Beitrag (19): Die Volunteers waren bei dieser Veranstaltung nicht als Ordner eingesetzt, sondern als Flyer-Verteiler und Botschafter für das Ruhrgebiet und die Kulturhauptstadt. Volunteers werden bei vielen Veranstaltungen eingesetzt, wo die Ruhr.2010 nur indirekt etwas mit zu tun hat (der Name steht drunter und man kaum Eingriff in die Organisation hat) wie bei der Loveparade, der Biennale für Internationale Lichtkunst usw. Stand ständig in der Zeitung.
Klar, war es wichtig, dass dieses Ereignis stattfindet, da das Ruhrgebiet und auch Duisburg solche Veranstaltungen für die Jugend braucht, aber doch nicht um jeden Preis. Das hat übrigens auch Herr Pleitgen, der hier ständig heftigst kritisiert wird, schon sehr oft gesagt. Man müsste den Leuten nur mal richtig zu hören.
Und so langsam beschleicht einem das Gefühl, die Menschen, die etwas erreichen wollen und dafür jahrelang Tag und Nacht gearbeitet haben und noch arbeiten, nur kritisiert werden, weil sie sich einsetzen für eine bessere Zukunft, den Strukturwandel und unser Kulturgut in ganz Europa präsentieren. Es ist schade, dass diese fabelhafte Arbeit dieser Menschen nicht geschätzt wird und von Leuten wie hier mit unwissenden Kommentaren in ein schlechtes Licht gestellt wird.

04.08.2010
15:55
Allianz zwischen Ruhr.2010 und Loveparade?
von hopeful | #23

Meine Kommentare zu Pleitgen werden an dieser Stelle gelöscht. Es gibt ihn also doch - den Berlusconi-Effekt.

04.08.2010
15:39
„Das sind umsichtige Menschen“
von D.W. | #22

Offenbar liegen die Nerven bei der Gesellschaft mit beschränkter Haftung, der Ruhr 2010, derart blank, dass nun hier wieder kritische Kommentare gegen Pleitgen gelöscht werden.

Fakt ist: Diese Gesellschaft mit beschränkter Haftung hat sich natürlich fest verzahnt. So auch mit dem WDR. Warum wohl wurde ausgerechnet die freiberufliche Moderatorin der Aktuellen Stunde, Asli Sevindim, Kulturdirektorin bei der Ruhr 2010 ? Warum wohl wurde WAZ-Redakteur Hänig bei der Ruhr 2010 Pressesprecher ?
Warum wohl haben - nach eigenem Bekunden - Volonteers der Ruhr 2010 als freiwillige Ordner bei der Loveparade gearbeitet ?
War der Einsatz dieser Volonteers der Grund, dass Pleitgen in den Kristenstab zurückfuhr, nachdem er bereits die Loveparade eigenen Worten zufolge verlassen hatte ? Was wollte er da, wenn er mit Loveparade sonst nichts zu tun hatte, als daß er ihr gigantonomiesüchtig das Label Kulturhauptstadt aufdrückte ?
Warum will Pleitgen nicht, dass seine ehemaligen Berufskollegen - also Journalisten - Jagd nach dem Schuldigen machen ? Gerade das ist die Aufgabe von invstigativen Journalisten. Befürchtet Pleitgen etwa, dass die Medien nun herausfinden könnten, dass er möglicherweise stärker als wie er der Öffentlichkeit glauben machen will, im Loveparade-Sumpf drinstecken könnte ?
Pleitgen behauptet öffentlich, er habe von Sicherheitsbedenken nichts gewußt. Merkwürdig: Seine Kulturdirektorin ist in Duisburg geboren, lebt in Duisburg, engagiert sich privat in Duisburg - und ist Journalistin. Will die auch nichts davon gelesen oder gehört haben ? Kennt Frau Sevindim als Duisburgerin nicht die Örtlichkeit ? Hat sie mit ihrem Chef nie darüber gesprochen ?
Hänig mag keine Journalisten mit krtiischen Fragen. Da wird der Mann sehr schnell sehr sehr einsilbig. Und er maßregelt gern auch Journalisten, deren Fragen er nicht mag. Dann heißt es auch schon mal von ihm: Merken Sie nicht, dass Sie der Einzige sind ? Oder: Wen interessiert das ? Oder auch diese Antwort: Ach nee, ich glaube nicht, dass ich jetzt große Lust dazu habe, diese Frage zu beantworten.

Und Pleitgen: Der zeigte seine scharfsinnige Hinterlist im ZDF-Morgenmagazion wohl mit diesem Satz, nachdem er sich um die Pension des Oberbürgermeisters sichtlich sorgte: Ich hätte mir nicht zugetraut, die Loveperarde zu organisieren. Die vielen Besucher, so vital und dannnoch die Musik - da bedarf es hoher Sicherheitsanstrengungen. Aber fordern, dass so ein Event auf alle Fälle stattfzufinden hat, wegen der Strahlkraft, und Druck machen, das konnte der Mann. So ist denn sein medienwirksames Lippenbekenntnis zu seiner persönlichen moralischen Mitverantwortung allenfalls eine Phrase. Denn Konsequenzen läßt auch Pleitgen nicht folgen. Da klebt er ganz fest, wie Sauerland, auf dem lukrativen Posten.

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