Polizei belastet Veranstalter schwer
28.07.2010 | 17:29 Uhr 2010-07-28T17:29:00+0200
Düsseldorf.Die Polizei erhebt schwere Vorwürfe gegen den Loveparade-Veranstalter Lopavent. Ein Vertreter schilderte den Ablauf der Tragödie mit 21 Toten aus Sicht der Polizei. Demnach habe Lopavent das Sicherheitskonzept nicht eingehalten.
Der Innenminister des Landes NRW, Ralf Jäger, und der Polizei-Inspekteur NRW, Dieter Wehe, haben auf einer Pressekonferenz schwere Vorwürfe gegen den Loveparade-Veranstalter erhoben: Lopavent habe die Vorgaben des selbst erstellten Sicherheitskonzeptes nicht eingehalten. „Die Verantwortung für die Sicherheit der Teilnehmer auf dem Gelände hat ausschließlich der Veranstalter", so Jäger. Die Polizei sei lediglich für die sichere Begleitung der Besucher zum Veranstaltungsgelände zuständig gewesen. Deshalb habe der eigentliche Zuständigkeitsbereich der Beamten an den Eingangsschleusen außerhalb der Tunnel geendet.
Polizeiinspekteur Dieter Wehe (57) ist sei 1970 bei der Polizei von Nordrhein-Westfalen. Er bekleidete mehrere Führungspositionen und war unter anderem als Leiter des Fachbereichs Führung, Organisations- und Wirtschaftswissenschaften an der Polizei-Führungsakademie tätig.
Seit Juni 2002 ist Wehe als Inspekteur der Polizei im nordrhein-westfälischen Innenministerium als Referatsleiter zuständig für Einsatzfragen, Führung und Steuerung, Inspektionen, Verkehrsangelegenheiten sowie das Lagezentrum. Zudem ist er Vorsitzender der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Internationale Polizeimissionen. In dieser Funktion bereist er regelmäßig Einsatzgebiete deutscher Polizisten in Friedensmissionen, etwa in Afghanistan.
Er ist außerdem Vorstandsmitglied im Verein „Lachen helfen“, einer Inititative deutscher Soldaten und Polizisten für Kinder in Kriegs- und Krisengebieten. Der Verein unterstützt humanitäre Hilfsprojekte wie etwa den Bau von Schulen und Waisenhäusern. (ddp)
„Die Polizei ist dann im Laufe der Veranstaltung um Hilfe gerufen worden, weil das Geschehen außer Kontrolle geraten sei“, erklärt Jäger. An wichtigen Eck-Punkten des Geländes seien zu wenig Ordner vorhanden gewesen bzw. die Ordner hätten ihre Aufgaben nicht erfüllt. Unerträglich sei die Tatsache, „dass Verantwortung von Seiten des Veranstalters der Love-Parade und der Stadt als Genehmigungsbehörde abgeschoben wird und zwar bevor alle Fakten bekannt sind“, sagte der SPD-Politiker.
Das erste große Problem habe sich durch die verspätete Eröffnung des Geländes ergeben. Statt um 11 Uhr bzw. bei großem Andrang um 10 Uhr sei der Zugang zum Gelände erst ab 12:04 Uhr möglich gewesen, erklärt Wehe. Dadurch habe sich der erste große Rückstau ergeben - eine Angabe, die sich mit den Schilderungen von DJ Eric Smax deckt, der auf dem Ultraschall-Float Musik gemacht hatte. „Als einige Frauen unseren Wagen erreichten, erzählten sie, das sie schon beim Einlass in großes Gedränge gerieten und tierisch Angst hatten“, so Smax im DerWesten-Gespräch.
Sicherheitsbedenken der Polizei
Schon zu diesem Zeitpunkt deuteten sich weitere Gefahrstellen an. Im Vorfeld sei festgelegt worden, dass durch die zwei Bereiche mit Eingangsschleusen maximal 60 000 Menschen pro Stunde gebracht werden sollen. Doch schon zu Beginn seien acht Eingangsschleusen nicht mit Ordnern besetzt gewesen - dabei habe der Veranstalter im Vorfeld laut Sicherungskonzept 1000 Ordner angekündigt. Wegen des Tunnels hatte die Polizei bereits im Vorfeld Sicherheitsbedenken geäußert, so Wehe: „Die Stadt als Genehmigungsbehörde und der Veranstalter haben zugesagt, Veränderungen vorzunehmen“. Die endgültige Genehmigung sei der Polizei erst am Samstagmorgen auf Nachfrage ausgehändigt worden.
Dass der Tunnel ein ganz wichtiges Nadelöhr sein würde, scheint auch den Veranstaltern schon im Vorfeld klargewesen zu sein. Ein Lopavent-Mitarbeiter erzählte bei einer Begehung des Geländes, dass der Tunnel der allerwichtigste Teil sei und in keinster Weise blockieren dürfe. Und falls auf das Gelände mehr als 250.000 Menschen strömen, würde die erste Barriere fallen - wahrscheinlich Richtung Bahnhof - erzählte ein Security-Mitarbeiter einigen Leuten vor der Veranstaltung.
Rückstau an der Float-Strecke
Laut Polizei habe sich auch der Fahrtweg der Floats als problematisch herausgestellt. „An der Float-Strecke hat es im oberen Bereich der Rampe einen Rückstau durch Zuschauer gegeben, obwohl auf dem Gelände noch ausreichend freie Flächen vorhanden waren“, so Wehe, der noch einmal betonte, dass die Polizei im Vorfeld auf die Probleme am Rampenkopf hingewiesen habe. Die Veranstalter hätten erwidert, dass die Besucher von den kreisenden Floats auf das Gelände mitgezogen würden. Security-Leute, die für die Weiterführung der Menschen auf die freien Flächen zuständig waren, hätten diese Aufgabe nicht erfüllt, sagte der Polizei-Inspekteur.
Um 15.30 Uhr habe dann der Veranstalter die Polizei, die vier Hundertschaften auf dem Güterbahnhofgelände stationiert hatte, um Hilfe gebeten. Auf halber Höhe der Rampe sollte eine Ordnerkette mit Hilfe der Polizei eingerichtet werden. „Dazu gab es eine klare Absprache mit dem Veranstalter - zur gleichen Zeit gegen 15:46 Uhr sollten die Eingangsschleusen geschlossen werden“, so Wehe. Doch der Veranstalter habe das Konzept nicht umgesetzt, so dass weiter Besucher durch den Tunnel in Richtung Rampe geströmt sind.
Zu wenig Ordner
Um 15.45 plant die Polizei zudem zur Entlastung des Tunnelbereichs die zweite Zugangsrampe zu öffnen. Allerdings sei zu dem Zeitpunkt nicht ganz klar gewesen, ob die vom Veranstalter für den Bereich zugesagten 150 Ordner tatsächlich an Ort und Stelle sind. Sicher war nur, dass die anwesenden Ordner nicht ausreichen würden.
Der Duisburger Ultraschall-Float hat derweil nach einem Hinweis der Security in mehreren Durchsagen die Raver auf der Rampe dazu aufgefordert, weiter zur Abschlusskundgebung zu gehen, um Platz für die nachrückenden Besucher-Ströme zu machen.
Um 16.31 Uhr wurde im Bereich der Düsseldorfer Straße offenbar ein Gitter geöffnet, damit ein Rettungswagen durchfahren konnte, erzählt Wehe. Um 16.36 Uhr wurde dort ein weiteres Zaunelement durch Ordner für einige Minuten entfernt, so dass sich der Zulauf noch einmal massiv erhöht hätte. Polizeibeamte bilden Ketten an Tunnel und Rampe, um den Zulauf der Besucher zu regulieren. Wegen des hohen Drucks müssen diese Ketten jedoch wieder aufgegeben werden. „Die Polizei hat im Anschluss alles dafür getan, um die Lage zu stabilisieren“, versichert der Polizist.
Zäune als Stolperfallen
Gegen 17:02 Uhr seien dann der Polizei die ersten Opfer auf der Rampe gemeldet worden. Umgerissene Zäune hätten sich zu Stolperfallen entwickelt. Durch den erhöhten Druck in der Menge habe es dann Todesopfer gegeben, die alle erstickt seien, so der Polizei-Inspekteur. „Es hat besondere Massierungen in den Bereichen gegeben, in denen Menschen einen Ausweg sahen“ - etwa der Container, von dem man nach oben klettern konnte. Dazu kämen der Bereich der Masten und die Treppe. „Diese war durch einen Zaun abgesperrt. Die, die darüber klettern konnten, haben das Victory-Zeichen gemacht. Das kann man jetzt interpretieren. Ich möchte das so stehen lassen“, sagte Wehe.
Ralf Jäger betonte auf Grundlage des Berichtes der Polizei aus Duisburg: „Als das Ordnersystem des Veranstalters zusammenbrach, hat die Polizei alles in ihrer Macht stehende getan.“ Auf die Frage von Journalisten, ob die Stadt Duisburg Schuld an der Tragödie sei, wich Jäger aus: „Was die Stadt Duisburg macht, was der Oberbürgermeister macht, das will ich nicht bewerten. Wenn sie mich fragen, was Hauptursache dieser Tragödie ist, dann kann ich dazu nichts sagen.“
Loveparade-Organisator bereitet Hilfsfonds für Loveparade-Opfer vor
Angesichts der gegen ihn als Veranstalter der Techno-Party erhobenen massiven Vorwürfe hat Loveparade-Organisator Rainer Schaller zugesichert, die Staatsanwaltschaft bei ihren Ermittlungen zu unterstützen. „Wir haben der Staatsanwaltschaft nicht nur unsere Server, sondern auch das vollständige Videomaterial unserer sechs Kameras im Tunnel- und im Eingangsbereich übergeben“, teilte Schaller am Mittwoch mit. Er hoffe, dass diese Bilder mit zur Aufklärung beitragen, wie es zu der Tragödie mit 21 Toten habe kommen können.
Schaller sagte, die von Jäger vorgetragenen vorläufigen Ermittlungsergebnisse zu den Abläufen der Ereignisse „werfen viele Fragen auf, die wir nicht kurzfristig mit Medienstatements beantworten wollen“. Von Veranstalterseite werde alles getan, um die Verantwortung zu klären, wie es zu der Tragödie kommen konnte.
Schaller kündigte an, derzeit mit sozialen Einrichtungen einen Hilfsfonds für Angehörige zu organisieren, um sie von den dringendsten finanziellen Folgen zu entlasten. „Wir wissen, dass wir damit ihr Leid nicht lindern können“, fügte Schaller hinzu. (mit ddp)
- Die Pressekonferenz im Live-Ticker zum Nachlesen
-Zum Spezial
- Zum dramatischen Geschehen bei der Loveparade gibt es auch ein Video aus dem „Kultruhr“-Projekt der Journalisten-Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung. Darauf ist u.a. zu sehen, wie die Polizei Besucher vor dem Gang in den Tunnel versucht aufzuhalten.

00:27
Die Hauptschuld ist doch offensichtlich bei den Entscheidungsträgern zu suchen, welche die Loveparade in Duisburg überhaupt möglich gemacht und gewünscht haben. Indem sie sich über Warnungen, die vorher laut geäussert wurden hinweggesetzt haben.
Es mag sein, dass sich dann vor Ort Einzelne (ich denke hier an Ordner sowie Polizisten) falsch verhalten haben, oder schlichtweg von der Situation überfordert waren und die Lage somit zu einer Tragödie eskaliert ist. Aber es hätte gar nicht erst so weit kommen dürfen.
Ich wohne in Duisburg, und war, ebenso wie praktisch alle Anwohner mit denen ich mich unterhalten habe, im Vorfeld und erst recht im Nachhinein der Meinung dass es an Größenwahnsinn grenzender Unfug ist/war, eine so große Veranstaltung in unsere Stadt zu holen.
Hier hat sich Wunschdenken über gesunden Menschenverstand und Verantwortungsgefühl hinweggesetzt, und als Folge schaut die gesamte Welt kopfschüttelnd auf uns herab.
20:16
@Bürger 08/15
Ich wollte nicht zu detailliert darauf eingehen, deswegen meine Vereinfachung. Im Moment werfen eben sehr viele mit Vorschriften und Richtlinien um sich, ohne genaue Kenntnis davon zu haben. Wer wie du einfach nur dazu auffordert die Verordnung im Internet nachzulesen (im ersten Kommentar), statt die entscheidenden Passagen zu zitieren, wirkt nicht gerade fachkundig.
Zum Geltungsbereich ist zu sagen das die Versammlungsstättenverordnung durchaus auch für Veranstaltungen im Freien gelten kann, unter bestimmten Voraussetzungen, nämlich wenn bauliche Gegebenheiten wie Bühnen, Tribünen, Bestuhlung oder ähnliches vorhanden sind. Dann drängen sich die Besucher logischerweise an bestimmten Punkten wie z.B. bei einem Konzert direkt vor der Bühne oder bei einem Naturtheater im Zuschauerbereich, womit man bei Bränden die gleichen Probleme bekommt wie in einem geschlossenen Konzertsaal oder Theater auch.
Bühnen oder Tribünen haben gegenüber normalen Plätzen oder Wiesen eben auch das Risiko Feuer zu fangen oder einzustürzen.
Außerdem wird man bei solchen Veranstaltungen meist Eintritt verlangen und dann ist die Besucherzahl klar und man kann eben konkrete Vorgaben über die Breite der Fluchtwege (Nicht über die Ein- oder Ausgänge) treffen.
Meistens geht so eine Veranstaltung mit größerem baulichen Aufwand dann auch länger als nur einen Tag.
Im Falle der Loveparade gab es keine Bühnen oder Szenenfläche im eigentlichen Sinne und sie bestand nicht einmal teilweise aus baulichen Anlagen (Dixies und Bierstände zählen da nicht), für die Lastwagen gab es eigene Sicherheitsrichtlinien für den Aufbau, der Güterbahnhof mit Gebäuden wurde nicht als Versammlungsstätte entworfen und folgt den damals gültigen Bauvorschriften.
Und selbst wenn dem nicht so wäre, spielt das keine Rolle, da bei Veranstaltungen mit mehr als 5.000 Personen sowieso eigene Regeln gelten, und nicht mehr z.B. die Fluchtwegbreiten aus den Teilen davor.
Und selbst wenn auch das nicht stimmen würde spielt es keine Rolle, weil es dann immer noch nur eine Vorgabe über die Gesamtbreite der Fluchtwege gäbe, und völlig egal ist wie breit der Eingang oder der reguläre Ausgang ist.
Bei Veranstaltungen dieser Größenordnung legt man der zuständigen Behörde ein Sicherheitskonzept vor, dieses wird genehmigt oder (wie bei der Loveparade) mit weiteren Auflagen wie z.B. der Zuschauerbegrenzung versehen, fertig. Klar gibt es auch dafür Richtlinien (wie die Versammlungsstättenverordnung übrigens auch nur eine Richtlinie ist), aber man prüft eben wegen der Ausnahmebedingungen einer Großveranstaltung besonders gründlich und verlässt sich nicht auf pauschale Vorgaben.
Und da man im Falle einer Panik die Begrenzungszäune am Rand des Geländes nahezu überall auf mehreren 100m beiseite räumen (oder umreissen) konnte und genug Notausgänge vorhanden waren (die nicht oder zu spät geöffnet wurden), finde ich den Vorwurf man habe bewusst zu kleine Fluchtwege genehmigt eben lächerlich.
Dennoch stimme ich den meisten deiner 11 Punkte zu.
19:55
Allen beteiligten der Teilnehmern der Loveparade, die um einen Toten aus Ihrer Familie trauern, gebe ich hiermit meinen Trauerausdruck hiermit bekannt.
Alle Behörden von Eurer Stadt, und nicht nur der Veranstalter, tragen die Schuld an diesem Vorgang. Es ist unglaublich, wie sich einzelne aus der Schuld herausreden. Auch der OB !
14:29
Man geht immer wie selbstverständlich vom Üblichen aus: Ein Veranstalter plant ein öffentlichen Event und stellt einen Antrag auf Genehmigung bei der zuständigen Behörde.
Ich erinnere mal daran, dass ANDERSRUM vor 3 Jahren die Stadt Duisburg sich beim Veranstalter als Veranstaltungsort beworben hat!!!!!! Und ich vermute mal mit vorschnellen Zusagen bzgl. des Festgeländes, die später dann finanziell nicht mehr umsetzbar waren.
Richtig Bewegung in die Sache kam dann bekanntlich aber erst 2010 seitens der Stadt, und da war es schon für beide Seiten zu spät für einen Rückzug (aus welchen individuellen Gründen auch immer) und es hieß dann AUGEN ZU UND DURCH, wird schon nichts passieren... ist ja bisher auch immer gut gegangen...
Es gibt nicht nur die Panik von MenschenMASSEN !!!
Ohne Zweifel sind die Stadt als Genehmigungsbehörde und der Veranstalter ursächlich Schuld an der Katastrophe, aber von wem MUSS man denn eigentlich ein Eingreifen bei grundsätzlichen öffentlichen Sicherheitsmängeln erwarten, die durch Sicherheitspersonen (Polizisten, Ordner usw.) bestenfalls nur mit Glück beherrschbar sein können?
11:47
Ja, die Polizei ist nicht schuld. Die studieren doch jetzt alle und werden direkt nach der Polizeischule Kommissar. Was lernt man dort: nun Knöllchen schreiben, normale Bürger verunsichern und Anzeigen von Querulanten entgegennehmen. Wer glaubt, dass die Polizei wirklich eingreift, irrt. In Berlin traut man sich in bestimmte Gegenden einfach nicht mehr ohne Hundertschaft oder lässt im Ausländermilieu eine parallele Staatsgewalt zu. Nein, als Polizist will man sich nicht mehr „dreckig“ machen. Man hat studiert. Und einer muss mir einmal erklären, weshalb die Polizei den Tunnel abgeriegelt hat und keinen mehr herausließ?
11:38
@Jukka #109
(Zitat)
§1
Anwendungsbereich
(1) Die Vorschriften dieser Verordnung gelten für den Bau und Betrieb von
(....)
2. Versammlungsstätten im Freien mit Szenenflächen, deren Besucherbereich mehr als
1.000 Besucherinnen und Besucher fasst und ganz oder teilweise aus baulichen Anlagen besteht;
Quelle: http://www.veranstaltungstechniker.de/Gesetze/VStaettVO/nordrhein_westfalen.pdf
Mein Dozent pflegte bei solchen Unklarkeiten zu Fragen: Was hast du daran nicht verstanden?
Die Loveparade Duisburg ist im Sinne der VStättVO NRW einer Versammlungstätte, sie beihaltete mehrere bewegliche und feste Szenenflächen und Besucherbereichen mit mehr als 1000 Besuchern und bestand zum Teil aus baulichen Anlagen.
Die VStättVO gilt nicht nur für den Bau, sondern auch für den Betrieb von Versammlungstätten, selbst wenn diese nur für einen Tag auf einem Open-Air-Festival besteht.
Soviel dazu.
Wie ich heute lesen musste schiebt der Bürgermeister nun die Schuld auf seine Verwaltung, die ja dann wohl unter seinem Druck die Loveparade genehmigte.....
Wie immer, Sauerland unschuldiges frommes nichtswissendes Lamm an der Spitze des Desasters? Mein Gott, was für eine Schmierenkomödie, der versucht seinen Hals aus der Schlinge zu ziehen, wie sicher auch der, der die Unterschrift trotz bedenklicher Mängel unter die Genehmigungen setzte.
Nochmal, die VStättVO gilt und Ausnahmeregelungen sieht man insbesondere bei den Rettungs- und Fluchtwegen nicht vor, höchste Gefahr im Verzug, alles bestehende Vorschrift für den Bau und Betrieb von Versammlungstätten über 1000 Besucher.
Kann man hier schon von Vorsatz sprechen? Insbesondere Schaller, der ja behauptet, das man nur 1/3 der Besucherfläche räumen muss um die Lage unter Kontrolle zu kriegen hat hier im Vorfeld bewusst massiv gegen die VStättVO verstoßen.
Den Rest sollen bitte die Juristen klären, hoffentlich richtig. Klüngeleien und milde darf es nicht geben, sonst werden solche Machenschaften immer mehr in Kauf genommen bis ein weiteres vielleicht schwereres Unglück passiert.
Frau Kraft fordert schärfere Vorschriften und nen Veranstaltungs-TÜV. Sehr geehrte Frau Kraft, das existiert bereits, es muss nur angewandt werden. Ein Prüfer/Sachbearbeiter mit Rückgrat hätte schon vorab die Veranstaltung nicht genehmigt (und hätte dann deshalb seinen Job in der Duisburger Verwaltung verloren, weil der Parteiklüngel druck machte).
Wie immer, die Herrschaften im Anzug mit vollkommen weisser Weste. Auf dem Dorffest von Klein Kleckersheim ist auch meist der Bürgermeister oder Großgrundbesitzer, der Extrawürschte für nix haben will.
Machen wollense alle tolle Partys, nur kosten darf es nix.
Einfach nur eine Schande und unterirdische Verantwortungslosigkeit, die hier zu Tage tritt.
MfG
11:26
grmpf... erst geht gar nix und nun stehts doch hier
11:23
Erst redet keiner - nun die Devise:
Du pinkelst mir ans Bein - so pinkel ich zurück
Ist zwar ne riesige Lachplatte, aber wenns dazu verhilft, endlich die Wahrheit ans Licht zu fördern - bitte schön.
11:21
Jetzt hackt die eine Krähe der anderen ein Auge aus.
Ab jetzt zählt die Devise:
Du hast mir ans Bein gepinkelt - da pinkel ich zurück!
Wenn somit die Wahrheit an den Tag kommt, bitte schön... aber beeilen..
Wir warten auf Antworten
10:41
Ähm, wenn die Polizei nach eigenen Aussagen angeblich nicht für die Sicherheit auf dem Veranstaltungsgelände zuständig war, wieso sieht man dann auf Luftbildern allein am östlichen Rand der Rampe 5 Polizeiwagen und Mannschaftsbusse? Wo waren deren Insassen? Hatten die oben die Rampe abgesperrt? Und es waren noch mehr Polzeifahrzeuge auf dem Veranstaltungsgelände geparkt, z.B. auf der schmalen Rampe 2 Kleinbusse.
Auch wenn angeblich der Zuständigkeitsbereich der Polizei an den Tunneleingängen endete, war eine erhebliche Anzahl von Beamten auf dem Gelände und per Funk miteinander vernetzt.