Politiker empört über Loveparade-Chef Schaller
31.08.2010 | 19:10 Uhr 2010-08-31T19:10:00+0200
Duisburg.Düsseldorfer Politiker sind empört über Rainer Schaller. Der Grund: Der Loveparade-Veranstalter will zwar nicht in der Sitzung im NRW-Landtag Rede und Antwort stehen, hat dafür aber ein Interview bei Kerner zugesagt.
Das angekündigte Fernbleiben von Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller in der für Donnerstag anberaumten Sitzung des Innenausschusses im NRW-Landtag löst bei Politikern in Düsseldorf Kritik und Empörung aus. Das berichtet die WAZ-Gruppe. Der Grund: Der „Lopavent”-Chef will trotz der Einladung durch die Ausschuss-Vorsitzende Monika Düker (Grüne) nicht erscheinen und schickt stattdessen zwei Mitarbeiter in die Sitzung. Schaller selbst tritt aber am Donnerstagabend in der SAT.1-Sendung „Kerner” auf – wo er „exklusiv” Rede und Antwort stehen werde, wie es heißt.
SPD-Innenexperte Thomas Stotko nannte es eine „Unverschämtheit”, dass sich Schaller in Interviews äußere, aber nicht in den Fachausschuss komme. „Damit verweigert er dem Parlament und den Bürgern die Auskunft”, sagte er DerWesten.
Sauerland stellt sich
Auch Düker bedauerte Schallers Entscheidung ausdrücklich. „Ich würde mich freuen, wenn er sich nicht nur bei Kerner äußert, sondern auch in dem Gremium, das die Hintergründe der Katastrophe erhellen will”, sagte sie DerWesten. Dort könnte auch die Polizei auf die von ihm erhobenen Vorwürfe direkt reagieren. Schaller hatte sie für die Loveparade-Katastrophe verantwortlich gemacht und umfangreiches Video-Material ins Internet gestellt. „Dass er der Polizei die Schuld zuweist, ist sein letzter Rettunganker”, so Stotko.
Im Gegensatz zu Schaller stellt sich Duisburgs OB Adolf Sauerland dem Innenausschuss. Geplant ist ein Statement. Ob er Fragen beantwortet, war gestern noch offen.

00:39
Ah, und: gebt der Polizei endlich Digitalfunk. Bei Unfähigkeit aller Orten kann man damit im letzten Moment evtl irgendwann mal noch das Schlimmste verhindern. Wer war da bislang eigentlich dagegen?
00:36
Somit war der Plan also eine brenzlige Situation zu schaffen. Und das hätte jedem auffallen müssen, der
- ein bisschen Verstand
- ein wenig Ahnung
- und Einlick in diese beiden Elemente der Planung hatte (Durchgangsbreite auf der Rampe und Besucherstromplan)
Auf wen das zutraf, der hätte absagen oder Öffentlichkeit herstellen müssen. (Jeder externe Experte hätte ihn bestätigt.) Wer das nicht getan hat, war entweder unfähig oder hat sich schuldig gemacht.
Ich persönlich fürchte, dass es tatsächlich Unfähigkeit aller Orten war und das auc hdas Ergebnis der Prozesse sein wird. Das heißt Rauswürfe in Verwaltung, Polizei und natürlich Ender der Lopavent, aber keine Verurteilungen. Oder ist ein OB schuldig, wenn er unfähige Leute einstellt? Oder ein Innenminister, wenn er eine unfähige Polizeileitung installiert oder belässt?
00:31
Selbst wenn der Bereich vor der Rampe um 17 Uhr leer gewesen wäre, wären auf der Rampe um 18 Uhr ca. 50.000 Besucher gestanden (verteilt auf beide Seiten der Engstelle), weil der Einlass durch die Engstelle auf der Rampe nicht schneller hötte gehen können.
Und das wohlgemerkt, wenn niemand einen Fehler gemacht hätte und alles nach Plan gelaufen wäre.
00:28
Der Knackpunkt war, dass auf der Rampe nur eine Durchgangsbreite von rund 15 Metern zur Verfügung stand. Laut Besucherstromplan (oder wie immer das genannt wurde, es ist jedenfalls veröffentlicht), sollten von 17 bis 18 Uhr 90.000 Besucher kommen und 55.000 gehen. Das bedeutet nichts anderes, als dass pro Meter Durchgangsbreite und Sekunde 2,7 Besucher durch diesen Durchlass hätten laufen müssen und das in zwei Richtungen. (Um zu sehen, wie schwierig das ist, kann man ja mal versuchen 30 Kollegen in weniger als 10 Sekunden durch eine Standardbürotür von 1,2 Metern Breite zu bringen. Klingt schwierig? Ist es auch. Und das eine volle Stunde lang zu schaffen ist utopisch.
So wie die Sache geplant war, MUSSTE sich am späten Nachmittag unten an der Rampe ein großer Rückstau bilden. Natürlich hätte man das verhindern können, indem man die Tunneleingänge schließt, aber dann hätten sich eben dort große Staus gebildet.
08:52
@ #72
Entschuldigung, vaikl. Sie hatte ich in meiner Aufzählung der hervorstechendsten Sonderbegabungen glatt vergessen.
Weiter so!
01:46
@ #71
Nur aus Interesse: Schläft man eigentlich schlechter ein, wenn einem Keiner auf die eigenen Pöbelkommentare antwortet?
00:33
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16:36
Einsame Spitze, all diese grenzdebilen Kommentare im Zusammenhang mit der Loveparade. Langsam fragt man sich, was Duisburg mehr schadet, die missglückte Love Parade oder kommentierende intellektuelle Grenzbegabungen wie Anni2010, taosnm, turnaround, Betroffene, usw.
Beste Realsatire, weiter so!
14:53
@anni2010: ich muss Sie enttäuschen, es gibt gar keinen Gott oder was auch immer.
23:54
@ 41 taosnm
Das mit der möglichen Selbstbelastung bei Aussage hatte ich in der Tat außer acht gelassen.
Der Rest, den du schreibst, korrespondiert wiedrum hervorragend mit dem neuesten Bericht über die Kommunikationspanne zwischen Polizei und Crowd-Manager...