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Hallen-Meisterschaft

Packende Spiele um Dortmunds Fußball-Thron

14.01.2010 | 15:37 Uhr
Packende Spiele um Dortmunds Fußball-Thron

Dortmund. Die 26. Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft geht in die Endrunde. Zwölf Mannschaften kämpfen am Freitag und am Samstag um den Titel von Deutschlands größtem Hallenturnier für Amateur-Teams.

Zum Finalewochenende der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft finden Sie hier einen Überblick über die vier Gruppen.

Gruppe 1

Mit einer Schlagerpartie wird die Finalrunde am Freitag um 16.30 Uhr in der Halle Wellinghofen eröffnet: Landesligist Mengede 08/20 trifft auf den Vorjahres-Vizemeister Phönix Eving, der mit einer makellos weißen Weste durch die Vor- und Zwischenrunde marschiert ist.

Die Mannschaft von Mengede 08/20.

Der Modus verspricht Spannung pur, denn nahezu jede Begegnung besitzt Endspiel-Charakter - auch in dieser unheimlich „engen” Gruppe 1, die komplettiert wird von Westfalia Wickede. „Wir sind auf dem Papier zwar Außenseiter, alles ist möglich”, sagt Phönix Evings Sportlicher Leiter Rene´ Bleschke, „alle sind heiß auf das Turnier und ich denke, wir können beiden Landesligisten Paroli bieten.” Fragezeichen stehen noch hinter dem Einsatz der erkälteten Lukas Zemla und Torhüter Tobias Albrecht. Wie der Kader konkret aussieht, wird daher erst heute entschieden. Mit Ivo Banaszynski, Ferhat Yalcin und Abdelhak Ibno-Sala halten sich drei Spieler bereit.

„Wir dürfen das erste Spiel auf keinen Fall verlieren”, gibt Mengedes Mario Plechaty seinen Mannen mit auf den Weg. Erstmals unter seiner Regie soll der Einzug ins Viertelfinale gelingen - da wäre eine Auftaktniederlage eine denkbar schwere Hypothek. Der Trainer geht allerdings nach dem starken zweiten Zwischenrundentag und dem überzeugenden Abschlusstraining mit einem guten Gefühl ins Turnier. Fatih Bas, der seine Oberschenkelbeschwerden auskuriert hat, rückt in den Kader. Christof Luka und Florian Schulz bewerben sich um den letzten freien Platz.

Westfalia Wickede.

Bei Westfalia Wickede ist die Enttäuschung über die vierwöchige Sperre von Dominic Seelig immer noch groß. „Mit ihm fehlt uns ein ganz wichtiger Hallenspieler”, weiß Marko Schott, der nicht wegen des Ausfalls des dreimaligen Stadtmeisters sein Aufgebot verändert. Neu mit dabei ist Defensiv-Spezialist Marvin Lorenz aus der A-Jugend. Der elfte Akteur wird erst heute benannt. Schott erhofft sich gegenüber der Zwischenrunde auf jeden Fall eine Steigerung: „Um gegen diese Gegner bestehen zu können, muss jeder schon 100 Prozent geben.”

Gruppe 2

Die Konkurrenz scheint schier übermächtig. Dennoch wird sich der VfL Kemminghausen nicht verstecken, wenn es in der Gruppe 2 gegen den Westfalenligisten ASC 09 und den Landesligisten FC Brünninghausen um den Viertelfinaleinzug geht.

„Die jungen Leute sind alle heiß darauf, in Wellinghofen auflaufen zu können. Wir werden versuchen, die Großen zu ärgern”, lauten die Planungen von VfL-Spielertrainer Christian Wichert, der den erfolgreichen Kader der Zwischenrunde aufbieten wird.

Der ASC 09 will auch in diesem Jahr wieder feiern.

ASC-Coach Andreas Przybilla will keinen Gegner unterschätzen. „Ich habe in Brackel gesehen, dass man die Kreisligisten mit Vorsicht genießen muss. Wir wollen keine böse Überraschung erleben und werden jeden Gegner ernst nehmen", verspricht er. Przybilla ist sich noch nicht ganz sicher, welchen Kader er genau aufbieten wird. Sicher ist nur, dass Danny Woidtke mit auflaufen wird. Der Kapitän war nach einer Roten Karte auf dem Feld in der Zwischenrunde noch zum Zusehen verurteilt. Momentan umfasst sein Aufgebot 13 Spieler, zwei davon werden vor Turnierbeginn gestrichen.

Der FC Brünninghausen hat in 26 Jahren Hallen-Stadtmeisterschaft erst zum fünften Mal die Endrunde erreicht und dabei noch nie die Gruppenspiele überstanden. Ein Zustand, den Trainer Markus Laußmann unbedingt ändern will. „Nach der Liga-Zugehörigkeit müssten wir eigentlich unter die letzten acht kommen", nimmt er seine Schützlinge in die Pflicht. Er weiß aber auch, dass man nicht nur gegen den ASC 09m sondern auch gegen den VfL Kemminghausen voll konzentriert spielen muss. Der Kader der Zwischenrunde bleibt bestehen. Hinzu kommt als zweiter Torhüter Steve Schröter.

Gruppe 3

Mit den beiden Bezirksligisten TuS Eichlinghofen und Westfalia Huckarde bekommt es der A-Kreisligist SC Husen-Kurl in der Gruppe 3 zu tun. Es bleibt abzuwarten, ob die Husener ihren Erfolgszug auch in Wellinghofen fortsetzen und einen der beiden Gegner aus dem Wettbewerb werfen können. Im Überkreuzvergleich der Zwischenrunde war ihnen das gegen den TuS Körne bereits gelungen.

Drei dicke Fragezeichen stehen beim TuS Eichlinghofen hinter der Aufstellung. Der Einsatz der angeschlagenen Marc Hustadt und Reza Hassani ist noch nicht gesichert. Torhüter Patrick Roggenkämper befindet sich im Urlaub, kommt möglicherweise aber rechtzeitig zurück. Für Co-Trainer Mirnas Husic ist alles machbar. „Es liegt an uns, dass wir mit der richtigen Einstellung in die Spiele gehen”, hofft er auf die gleiche Leistung wie beim Überkreuzvergleich mit dem Hombrucher SV. Dabei hatten die Eichlinghofer mit einem Schlag die bis dahin mäßigen Zwischenrunden-Auftritte vergessen gemacht.

Auch der SC Husen-Kurl steht in der Endrunde.

Mit dem Kader der Zwischenrunde, ergänzt duch Ersatztorwart Björn Freitag, geht der SC Husen-Kurl in die Finalrunde. Trainer Jörg Lange vermutet, dass es ausgeglichene Spiele werden. Auf jeden Fall soll sich sein Team gut präsentieren und beweisen, dass man zu Recht in die Endrunde gekommen ist.

Westfalia Huckarde hat mit dem Ticket nach Wellinghofen das gesteckte Ziel in diesem Hallenwinter bereits erreicht. Das heißt aber nicht, dass die Truppe jetzt nicht noch mehr will. „Die Jungs sollen die Atmosphäre in der Halle genießen und dann ohne Druck versuchen, so weit wie möglich zu kommen”, lautet die Devise von Trainer Thomas Behlke. Gestern Abend wurde noch einmal trainiert. Kurzfristig will der Coach noch einen Spieler aus dem derzeitigen Zwölfer-Kader streichen.

Gruppe 4

Der Hombrucher SV hat es mit TuS Eving-Lindenhorst zu tun.

Wie stark ist der TuS Eving in diesem Winter wirklich? Bislang hatte es der heiße Titelaspirant ausnahmslos mit Kreisligisten zu tun, doch jetzt könnte die Konkurrenz mit den Gruppengegnern Hombrucher SV und Arminia Marten kaum stärker sein.

Das weiß auch Dimitrios Kalpakidis, der sich von den personellen Sorgen der Hombrucher ebenso wenig blenden lässt wie sein Martener Kollege Michael Griehsbach: „Der HSV hat trotzdem immer noch viel Qualität im Kader und ist unbedingt ernst zu nehmen”, sagen beide Trainer unisono - und geben dies, falls es überhaupt nötig ist, als Warnung an ihre Spieler weiter.

Die Evinger hatten beim letzten Hallentraining reichlich Spaß. „Die Spannung ist da und die Vorfreude groß”, gibt der Spielertrainer die positive Stimmung im Team wieder. Heimkehrer Malte Schulze-Happe wurde ebenso nicht berücksichtigt wie Philipp Kasperidus (Rückenprobleme): „Wir haben jetzt unsere Formation gefunden.”

Gerade mal zwölf gesunde Spieler hat Samir Habibovic beisammen. Doch trotz des Ausfalls wichtiger Akteure gibt sich der Hombrucher Trainer kämpferisch: „Wir werden alles tun, um am Samstag noch im Turnier zu sein. Und wir haben auch das Zeug dazu. Ich halte Eving für stärker, mit Marten befinden wir uns auf Augenhöhe.” Ein Defensivmann (Simböck, Bergner oder Cusano) muss heute noch aus dem Kader gestrichen werden.

Michael Griehsbach hat keine Angst vor dieser schweren Gruppe. „Für freuen uns darauf, uns mit solchen Gegnern messen zu können”, sagt der Martener Trainer, der mit unverändertem Kader einen der hochkarätigen Kontrahten eliminieren möchte, „wir sind zwar Außenseiter, haben aber viel Selbstvertrauen getankt, sind eingespielt und mit einer Vielzahl torgefährlicher Leute schwer auszurechnen.”

Udo Stark und Jürgen Klippert

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