Das aktuelle Wetter NRW 6°C
Die Landesligisten vor...

„Noch jede Menge Luft nach oben”

04.01.2010 | 18:16 Uhr
„Noch jede Menge Luft nach oben”

Die erste Hürde haben sie mehr oder weniger locker übersprungen. Rundum zufrieden war mit dem ersten Auftritt der diesjährigen Hallen-Stadtmeisterschaft allerdings keiner der vier Landesligisten

Wickedes Trainer Marko Schott sagt es trotz zweier Siege und einer sicheren Zwischenrunden-Qualifikation deutlich: „Wir haben noch jede Menge Luft nach oben.” Was dem Westfalia-Coach in der Halle Brackel nicht gefiel, war die Defensivarbeit seiner Mannen: „Wenn wir diese Defizite nicht abstellen, werden wir es gerade gegen richtig gute Gegner schwer haben.” Im Übrigen hätten seine ersten Eindrücke gezeigt, „dass wir vielleicht doch nicht die Hallenmannschaft haben, die viele in uns sehen”.

Info
"Die Favoritenrolle bestätigen"

Mit zwei Siegen, 16:2 Toren und der besten Bilanz aller 30 Mannschaften wurde der TuS Eving seiner Rolle als heißer Titelaspirant in der Vorrunde gerecht. Trainer Dimitrios Kalpakidis erwartet aber noch eine weitere Steigerung.

Lief in der Vorrunde alles so, wie Sie es erwartet hatten?

„Wir können insgesamt zufrieden sein, auch wenn es im zweiten Spiel gegen Alemannia Scharnhorst viel enger wurde, als man das vermutet hatte. Ich bin allerdings froh darüber, dass es genauso gelaufen ist. Da haben die Jungs gesehen, dass man immer 100 Prozent geben muss, und wenn die Rückwärtsbewegung nicht so funktioniert, wie man sich das vorstellt, bekommt man auch gegen einen Kreisligisten Probleme. Wie gesagt: es ist gut für einen Trainer, wenn man solche Erfahrungen macht. Man wird in der Besprechung noch einmal ganz speziell darauf hinweisen.”

Haben Sie Ihre beiden Vierer-Blöcke gefunden?

„Im Kopf habe ich die Zusammenstellung der Mannschaft bereits. Sascha Rammel und Francis Bugri, die in der Vorrunde beruflich bedingt noch nicht eingreifen konnten, werden jetzt hinzu stoßen, womit der Kader natürlich noch zusätzliche Qualität erhält. Ich denke, wir werden zwei nahezu gleichwertige Blöcke aufbieten können.”

Jetzt bekommen Sie es zunächst mit drei A-Ligisten zu tun, dann könnte im Halbfinale ein Bezirksligist winken. Wird die Zwischenrunde ein Selbstläufer?

„Es wäre fatal, würden wir mit einer solchen Einstellung ins Turnier gehen. Man muss vor jedem Gegner Respekt haben. Ich sage aber auch: ohne überheblich zu wirken, müssen wir uns bei unseren Ansprüchen sicher für die Finalrunde qualifizieren. Wir sind halt der Favorit in der Halle Nord und wollen uns auch so präsentieren.”

Für die Zwischenrunde könnte es jedoch personelle Änderungen geben, beim Dienstag-Training erhalten einige Akteure die Gelegenheit, sich noch für einen Platz im Aufgebot zu empfehlen. Trotz ihrer in der Vorrunde erlittenen Blessuren sollen Roman Schymanietz, Christian Fröse und Mario Bunk wieder auflaufen. Neben seinen Wickedern sieht Schott in der Halle Brackel übrigens fünf Endrunden-Kandidaten: „Neben dem ASC und den Bezirksligisten Körne und Brackel ist auch der SC Husen-Kurl zu beachten.”

Mengede noch ohne Heimkehrer Nolte

Mengede 08/20 (auf dem Foto beim 11:1-Vorrundensieg gegen Eving Selimiye) und der FC Brünninghausen überstanden nach einem überzeugenden Auftaktsieg jeweils mit einem leichten Wackler die Vorrunde. Trotz eines unerwarteten Remis gegen einen A-Ligisten reichte es für beide zum ersten Gruppenplatz und der direkten Qualifikation. Mengedes Mario Plechaty erwartet jedoch noch eine Steigerung, wenn jetzt Hallenspezialisten wie Fatih Bas, Oliver Marin und Andreas Teichmann zum Kader stoßen. Noch nicht mit dabei ist Heimkehrer Freddy Nolte: „Er ist froh, dass er nach seiner Knieverletzung wieder fit ist, und da wollen wir natürlich kein Risiko eingehen”, erläutert der Trainer, der außerdem auf Christian Grond, Andreas Uphues und wohl auch Alex Braun verzichten wird: „Ich denke, das werden wir verkraften, zumal die Drei ja alle nicht die ganz großen Hallenspieler sind.” Obwohl Plechaty großen Respekt vor den Gegnern hat („Die Halle Huckarde ist sicherlich mit am stärksten besetzt”), erwartet er den Einzug in die Finalrunde: „Wenn wir taktisch noch disziplinierter auftreten und die jungen Burschen ihre Nervosität ablegen, sollte es für die sichere Qualifikation reichen.”

Brünninghausen legt nochmal nach

Auch der FC Brünninghausen wird gegenüber der Vorrunde noch einmal personell nachlegen. Neben Robert Podeschwa, der aus beruflichen Gründen passen musste, stößt mit Marcel Greig ein „Vollblut-Hallenspieler” (so Markus Laußmann) hinzu. Der gerade aus Hombruch gekommene Stürmer wurde mit Mengede schon zweimal Hallen-Stadtmeister und wird am Freitag sein Debüt für seinen neuen Verein geben. Podeschwa und Greig sollten das Niveau im Kader noch weiter anheben, was auch nötig sein dürfte, um eines der drei begehrten Endrunden-Tickets lösen zu können: „Wir müssen uns steigern, das hat das 3:3 im zweiten Spiel gegen Barop gezeigt”, weiß Laußmann, „aber ich bin mir sicher, dass wir es endlich packen.”

Der als heißer Titelaspirant gehandelte TuS Eving will sich für die Frühjahrsrunde noch mit einem Spieler verstärken. Ob der neue Mann vielleicht schon in der Halle spielt, wird von den Passformalitäten abhängen.

Udo Stark

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2343416/create

Umfrage
Das Aus für die Drogeriekette Schlecker ist besiegelt. Werden Sie Schlecker vermissen?

Das Aus für die Drogeriekette Schlecker ist besiegelt. Werden Sie Schlecker vermissen?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Filmpremiere Hotel Lux
Bildgalerie
Kino
Streife auf zwei Rädern
Video
Polizei
Bilder des Ruhrmuseums
Bildgalerie
Geschichte
Aus dem Ressort
„Wollen uns jetzt die Krone aufsetzen“
Hallenfußball-Stadtmeiste...
Es war offensichtlich ein gutes Omen. Schon bei der Ge-sprächsrunde im Rundschau-Haus vor Beginn der Hallen-Stadtmeisterschaft hatte Do-minik Behrend keinerlei Be-rührungsängste gezeigt. Beim Gruppenbild mit den sechs Kollegen der anderen Klubs nahm er entschlossen jene Trophäe in die Hand, die er
Rieske widerlegt sämtliche Skeptiker
Hallenfußball-Stadtmeiste...
Was die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft betrifft, war der FC Brünninghausen bislang ein unbeschriebenes Blatt. Erst zum sechsten Mal hatte sich der Landesligist für die Endrunde qualifiziert, war dort zuvor meist sang- und klanglos ausgeschieden. Jetzt startete das Team von Trainer Volker Rieske
Video