Kosovarischer Kronzeuge in Duisburg tot aufgefunden
29.09.2011 | 17:27 Uhr 2011-09-29T17:27:00+0200Duisburg. „Zeuge X“ ist tot. Er sollte in Den Haag gegen einen Verantwortlichen des Kosovo-Krieges aussagen. Das kann er jetzt nicht mehr. Er starb am Dienstag in Duisburg-Homberg. Der Mann soll Selbstmord begangen haben.
Ein wichtiger Zeuge in einem Verfahren um Kriegsverbrechen im Kosovo ist tot in Duisburg gefunden worden. „Zeuge X“ war sein Deckname, erst nach seinem Tod am Dienstag wurde seine Identität bekannt: Agim Zogaj wollte aussagen gegen den kosovarischen Abgeordneten und Ex-Verkehrsminister Fatmir Limaj, seinen ehemaligen Kommandanten während des Kosovo-Krieges 1998 bis 1999.
Ihm werden Mord, Folter und Vergewaltigungen vorgeworfen. In Den Haag angeklagt sind Fälle in einem Gefangenenlager der Kosovarischen Befreiungsarmee (UCK) im Dorf Klecka. Limaj war bereits 2007 einmal freigesprochen worden, erst die Aussage des Schlüsselzeugen Zogaj eröffnete die Möglichkeit einer neuen Anklage. Limaj, der der regierenden Partei angehört, war vergangene Woche unter Hausarrest gestellt worden. Mit ihm sind neun weitere Personen angeklagt.
Toter war in Zeugenschutzprogramm
Örtlichen Medienberichten zufolge war Agim Zogaj in ein Zeugenschutzprogramm der EU-Polizei- und Justizmission im Kosovo (Eulex) aufgenommen und außer Landes gebracht worden – offenbar nach Duisburg. Verwandte des Zeugen sagten, er habe hier medizinisch behandelt werden sollen. Er hätte theoretisch auch in Deutschland rund um die Uhr beschützt werden sollen.
Der Pressesprecher der Duisburger Polizei, Ramon van der Maat, bestätigte den Tod des Mannes. Gefunden wurde er am Dienstagabend um 23.50 in einem Park am Essenberger See im Stadtteil Homberg. Er soll Selbstmord begangen haben. Am Dienstag hatten Verwandte die Polizei benachrichtigt, dass Agim Zogaj per SMS seinen Suizid angekündigt habe. „Daraufhin haben wir drei Stunden nach ihm gesucht“, so van der Maat. „Als wir ihn fanden, war er allerdings bereits tot ... Nach der Obduktion der Leiche haben wir auch nicht den geringsten Hinweis auf ein Fremdverschulden gefunden.“
Spekulationen um Mord
Im Kosovo schießen nun natürlich die Spekulationen um einen Mord ins Kraut. Doch auch wenn der Fall politisch brisant ist – van der Maat spricht von eindeutigen Ergebnissen: „Auch die Auffindesituation und das Obduktionsergebnis deuten auf Selbstmord hin.“ Gleichwohl wollte die Polizei keine Auskunft über die genauen Todesumstände geben – bei Selbstmorden sei dies nicht üblich. Die Ermittlungen sind für sie damit abgeschlossen. Auch das Bundeskriminalamt erteilt keine weiteren Auskünfte.
Ob der Prozess gegen Fatmir Limaj weitergeführt werden kann, ist offen. Die Ermittler haben immerhin ein siebenstündiges Video seiner Aussage, Teile davon sind schon an die Medien gesickert.

10:14
Was für ein -Zufall-...........
10:04
Sehr fragwürdig diese Story
... hätte theoretisch...beschützt werden sollen.
Suizidankündigung per SMS (Das handy hat er ja wohl bei sich gehabt)
...Video...schon an die Medien... (Dann ist die Identität öffentlich)
Was ist mit dem Bewegungsprofil des Handys? Zeigen andere Rufnummern ein gleiches Bewegungsprofil? Diese Daten sind doch auch ohne Vorratsdatenspeicherung JETZT noch vorhanden. Nur von der Auffindesituation her diesen Fall abzuschließen wird dem Intellekt und dem Wissen der betroffenen Kreise nicht gerecht (hochrangige zum Töten ausgebildete)
Rechtsstaat haben wir nur wenn man sich auch darum kümmert.
07:47
#9 Daniel Sauer
Der Fall Barschel kam mir auch in den Sinn. Bis Heute sind selbst nach eingehenden Untersuchungen die genauen Todesumstände Uwe Barschels nicht in Gänze geklärt.
Die Polizei behauptet aber im vorliegenden Fall, dass es sich Selbstmord handelt. Ist das nicht ein wenig voreilig?
22:47
Selbstmord - bei den Begleitumständen - jaah neeh iss klah. Wenn das Selbstmordexperten - wie bei Barschel - waren, dann kann die normale Polizei auch nichts finden.
22:30
Was man bei der Polizei wohl nicht immer behaupten kann Rainer.
22:04
„Nach der Obduktion der Leiche haben wir auch nicht den geringsten Hinweis auf ein Fremdverschulden gefunden.“
Selbstverständlich nicht, da waren schließlich Profis am Werk.
22:03
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20:27
Begehen nicht viele Menschen in Duisburg Selbstmord oder schlagen sich selbst zusammen?
Will nicht jeder Bürger freiwillig sein Hab und Gut hergeben und mit anderen teilen?
Der Bürger in Duisburg bekommt, was er wählt und wie er sich dank Linken und Roten und Grünen Wendehälsen seine Zukunft gestalten läßt!
19:56
haben die deutschen sicherheitsdienste, die den fall ruckzuck ad acta legen wollen - könnte ja sonst unangenehme arbeit auf sie zukommen - schon mal davon gehört, das es gewissen kreisen problemlos möglich ist, hinrichtungen wie selbstmorde aussehen zu lassen?
19:49
Man kann es auch anders sagen:
Er ist Selbstgemordet worden...