Jugendliche zünden sich an - 16-Jähriger stirbt
25.05.2011 | 19:46 Uhr 2011-05-25T19:46:00+0200
Eslohe. Ein Junge und ein Mädchen im Sauerland wollten offenbar gemeinsam sterben, übergossen sich mit Benzin und setzten sich in Brand. Das Dorf Eslohe steht unter Schock.
Eine Kleinstadt im Sauerland steht unter Schock. Am Dienstagnachmittag haben sich in Eslohe zwei junge Menschen mit Benzin übergossen und angezündet, so der mutmaßliche, schreckliche Hergang. Ein Augenzeuge hatte die Jugendlichen entdeckt, die in Flammen standen, und Sanitäter alarmiert.
Doch der 16-jährige Junge starb, das 13-jährige Mädchen liegt mit lebensgefährlichen Verbrennungen im Krankenhaus und ist nicht vernehmungsfähig. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass die beiden gemeinsam sterben wollten. Inwieweit die beiden Jugendlichen miteinander befreundet waren, müsse noch ermittelt werden, hieß es.
Kurz vor 17 Uhr trafen Sanitäter an der abseits gelegenen Stelle in der Nähe der Esloher Vogelstange ein, oberhalb der Stadt, wo sonst die Schützenbruderschaft St. Peter und Paul ihren König ausschießt; das Schützenfest findet in vier Wochen statt, Königsproklamation inklusive.
Für den 16-jährigen Realschüler kam jede Hilfe zu spät. Die 13-jährige Hauptschülerin wurde in eine Spezialklinik gebracht. Am Mittwochnachmittag bestand für sie noch immer Lebensgefahr.
Abschied auf Facebook?
Die Hintergründe der schrecklichen Verbrennungen waren gestern noch ungeklärt. Ein Fremdverschulden wird zunächst ausgeschlossen. Aber Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln intensiv. Weil kein Abschiedsbrief gefunden wurde, untersuchen sie die Computer und Handys der beiden Schüler. Angeblich soll es Einträge in dem sozialen Netzwerk Facebook geben, der Junge soll den Text des Liedes „Der letzte Tag“ eingestellt haben. „Das ist uns nicht bekannt“, sagte Oberstaatsanwalt Werner Wolff in Arnsberg.
An der Hauptschule und an der Realschule in dem knapp 10 000 Einwohner zählenden Ort reagierten die Mitschüler schockiert, teilweise fiel der Unterricht aus. Lehrer besprachen dort mit den Klassenkameraden und anderen Schülern das Ereignis. Seelsorger der Kirchengemeinden sowie Schulpsychologen boten ihre Unterstützung an. Auf Facebook häuften sich derweil auf den Profilseiten der beiden Jugendlichen die Einträge: Freunde und Mitschüler äußern ihre Gefühle – Unverständnis und Trauer.

14:27
@19 Butcher99
Na, einmal ein A.... immer ein A.....
Oder einfach nur gefühlskalt.
14:13
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13:44
die haben sich nur nicht getraut rohe Gurken zu essen
11:43
Eslohe ist keine Stadt, sondern ein Dorf.
10:55
Selbst die Bildzeitung hält sich daran. Schämen sollte sich die Redaktion.
Pressekodex:
Richtlinie 8.5 – Selbsttötung
Die Berichterstattung über Selbsttötung gebietet Zurückhaltung. Dies gilt insbesondere für
die Nennung von Namen und die Schilderung näherer Begleitumstände. Eine Ausnahme ist
beispielsweise dann zu rechtfertigen, wenn es sich um einen Vorfall der Zeitgeschichte von
öffentlichem Interesse handelt.
09:18
Einfach schrecklich. So jung und dann noch auf diese grausame Art und Weise. Da steckt mehr als pure Verzweifelung dahinter.
08:46
Grausam und sinnlos.....
08:39
@12
Warum schreibst du dann einen?
Ich schätze mal, die beiden waren ein Paar und sie durften nicht zusammen sein. Schrecklich. Den Mut hätte ich nicht. Auch heute nicht.
08:37
Das ist eine traurige und schlimme Geschichte.
In Deutschland scheidet alle 47 Minuten ein Mensch freiwillig aus dem Leben und die Gesellschaft schaut tatenlos zu, anstatt den vielfältigen Ursachen auf den Grund zu gehen.
08:09
gabs immer, wirds immer geben, und kommentare sollten unter solchen artikeln eh nicht erlaubt sein.