Im Gasometer läuft alles wie geschmiert
04.11.2008 | 14:36 Uhr 2008-11-04T14:36:00+0100
Bei kalten Temperaturen ist der Verbrauch von Gas höher als bei wärmeren Temperaturen im Sommer. Das bedeutet, dass der Bedarf an Gas im Jahr nicht gleichmäßig verteilt ist.
Deswegen braucht DEW 21 einen Gasometer, um - klar - Gas zu speichern. Dies erfuhren die Schüler des Helene-Lange-Gymnasiums der Klasse 8 d bei einer Gesprächsrunde im Aufenthaltsraum des Gasometers. Die 29-jährige Sabine Orlok, angestellt als Störfallbeauftragte und Gas-Analytikerin, ging auf die Fragen der Schüler ein. Am meisten interessierte die Schüler die Kupplung von Gas- an Ölpreis. "Dies hängt mit der Vermarktung des Gases Anfang der 80er zusammen", so Sabine Orlok. "Um den Verkauf des Gases zu steigern, verkaufte man das Gas billiger. Doch um Gewinn zu machen, steigerte man den Preis, sobald der Ölpreis ebenfalls stieg."
Ein Gasometer ist ein Behälter für Gas. Im Dortmunder Gasometer wird das Gas von 226 247 Haushalten gelagert. Das Gas wird in einem Scheibengasbehälter, einem Kugelgasbehälter und in einem Flüssiggaslager aufbewahrt.
In dem Scheibengasbehälter liegt eine schwere Metallplatte auf dem Gas. Die Metallplatte grenzt an die Wand des Scheibengasbehälters, sodass kein Gas von unten nach oben entweicht.
Damit an undichten Stellen, zwischen Wand und Scheibe, kein Gas entweicht, wird Fett zwischen die Lücken geschmiert. Der Kugelgasbehälter lagert ebenfalls Gas, das mit Hilfe von Rohren in den Behälter hineingelangt. Der runde Gasbehälter hat einen Durchmesser von 33,7 Metern und wurde 1971 gebaut. In 11 Meter lange und 4,20 Meter hohe Tanks kommt das flüssige Gas hinein. Diesen Bereich nennt man das Flüssiggaslager. Das Flüssigkeitslager ist der modernste Teil des Gasometers, da es 1982 gebaut wurde.
Yann Wippich, Marvin Rüssmann, Klasse 8 d, Helene-Lange-Gymnasium

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