Loveparade
Das Loveparade-Desaster – eine Kette von Fehlern
19.08.2010 | 20:06 Uhr 2010-08-19T20:06:00+0200
Duisburg.Bislang unbekanntes Foto- und Filmmaterial sowie Aussagen von Teilnehmern zeigen, dass das Sicherheitskonzept des Veranstalters bei der Loveparade versagte. Polizisten wurden attackiert - im Gegenzug Feiernde geschlagen.
Neue Dokumente, die der WAZ vorliegen, lassen erstmals eine genauere Rekonstruktion der Abläufe zu, die zur Katastrophe der Loveparade führten. Demnach begann die Verkettung der tragischen Ereignisse früher als bislang angenommen, nachdem gegen 15.35 Uhr Menschenmassen die Absperrungen am oberen Ende der Rampe zum Loveparade-Gelände überrannten. Fast gleichzeitig kletterten hunderte Festivalbesucher über die niedrigen Mauern am oberen Ende der Rampe. Ein Chaos drohte, da nicht klar war, wie sich die Menschen verteilen sollten.
Wie bereits bekannt ist, hatte sich etwa gleichzeitig ein Stau im Eingangsbereich zum Festivalgelände gebildet, weil das Sicherheitskonzept des Veranstalters Lopavent komplett versagte. Weder gelang es ihm, mit Hilfe von Ordnern, die Menschen auf dem ehemaligen Güterbahnhof zu verteilen. Noch konnten die im Schritttempo fahrenden Schallwagen, die so genannten Floats, die Massen tiefer auf das Gelände locken.
Bei den vorliegenden Dokumenten handelt es sich um bislang unbekanntes Foto- und Filmmaterial, sowie um schriftliche Aussagen von Teilnehmern der Parade und Darstellungen der Feuerwehr.
Um das drohende Chaos am oberen Eingang zum Gelände zu verhindern, entschloss sich die Polizei, zur Unterstützung des Veranstalters etwa um die gleiche Zeit eine Polizeikette am unteren Drittel der Rampe zu bilden. Die Feuerwehr stimmte diesem Konzept nach einer kurzen Diskussion zu. Allerdings bestand sie darauf, dass die Polizei gleichzeitig die Zugänge zu den Tunneln blockiert und weitere Abgänge öffnet. Um 15.45 Uhr wurden danach die Zugänge in die Tunnel gesperrt. Die Rampe wurde um 16.01 Uhr blockiert. Zunächst trat der gewünschte Erfolg ein. Der Stau am Eingang zum Gelände löste sich auf, immer weniger Menschen drangen zur Loveparade vor. Die Lage schien geklärt.
Tausende rückten nach
Doch unterdessen rückten ungebremst zehntausende Menschen nach, die sich vor den Tunneleingängen auf der Karl-Lehr-Straße drängten. Im Bericht des Krisenstabes der Stadt heißt es, der Veranstalter Lopavent habe wegen dieser Massen gegen 15.50 Uhr sogar „überlegt“, die Schleusen zum Festivalgelände ganz zu öffnen. Allerdings hielt die Polizei zu dieser Zeit noch ihre Ketten in den Tunneln. Dabei kam es nach den vorliegenden Dokumenten auch zu Übergriffen. Polizisten wurden attackiert. Im Gegenzug Feiernde geschlagen.
Erst gegen 16.14 Uhr wurden die Ketten in den Tunneln aufgelöst. Danach stauten sich etwa 25 Minuten lang die Menschen vor der letzten Polizeikette, die erst um 16.40 Uhr gesprengt wurde. Auf Basis der vorliegenden Papiere könnten in diesem kurzem Zeitraum bis zu 30 000 Menschen in die Tunnel geströmt sein. Tausende davon drängten sich an dem Ort der Katastrophe. Mit den bekannten Folgen.

10:52
Fachpersonal wäre angebracht gewesen.... Die Trauernden müssen die Zeche zahlen. Die Überbezahlten haben die Hände in den Taschen und schieben sich gegenseitig den Ball zu. Schön die Eier von rund auf eckig schauckeln.
Hat eigendlich die Polizei in den eigenen Reihen mal Drogentests durchgeführt ??? Die Rennleitung war ja sehr agressiv an dem Tag. In der Army wird den Kampfpiloten ja auch Speed und Amph gegeben damit sie nicht vom Feind lassen... Was in unserem Staat abgeht gibt es kein zweites mal.Den Trauernden gebe ich mein Beileid. Den Verantwortlichen wünsche ich EIER !!!
12:55
#105 soso1
Das ist ein äusserst interessanter Hinweis.
Ich bin der Meinung, dass es aufgrund der vielen Fotos mit den heutigen technischen Möglichkeiten durchaus machbar wäre, eine annähernd exakte Anzahl von Besuchern festzulegen, und ich bin ziemlich sicher, dass diese Erfassung durch die Staatsanwaltschaft stattfinden wird.
10:26
Die Bahn, die so etliche mit Sonderfahrten nach Duisburg geschaufelt hatte, hüllt sich über die Zahl der zu diesem Anlaß veräußerten Fahrtberechtigungsausweise weiterhin in eisernes Schweigen.
20:14
#103 live aus münchen
Sie sprechen mir aus dem Herzen. Alles, was nach der Katastrophe an Veröffentlichungen kam, strotzte vor Kaltschnäuzigkeit, gepaart mit Dummheit und einem hohen Mass an mangelndem Verantwortungsbewusstsein, und das macht nicht nur mich sehr betroffen. Inzwischen gehe ich soweit, dass all diese Herren vollkommen unfähig sind, Zusammenhänge zwischen ihrem Verhalten und der dadurch verursachten Wut herzustellen.
Es ist so bizarr, darauf hinzuweisen, dass zunächst die Ermittlungen abgewartet werden müssen. Was ist, wenn sich herausstellen sollte, dass nicht nur fehlerhaft, sondern möglicherweise kriminell gehandelt wurde (alles ist möglich)? Dann hätte sich Duisburg von tatsächlich schuldigen Menschen an der Nase rumführen lassen. Da kann man sich nur fragen, wie eine christliche Partei das dann ihren Wählern erklären möchte.
In Duisburg geht politische Kultur sowas von den Bach runter, dass es schon tragisch ist.
Im übrigen teile ich Ihr Mitgefühl mit der OB-Familie, wahrscheinich aus denselben Gründen wie den Ihren.
18:11
Ein Herr Gerste äußerte sich in einem Kommentar zu einem Interview von Herrn Gerste, Marketing-Chef der Stadt Duisburg. Es klingt so, als ob es wirklich von Herrn Gerste geschrieben wäre, ich zitiere Herrn Gerste kurz und hätte einige Fragen an ihn, sowie einige Bemerkungen.
-
... Was mich wie viele andere Menschen dieser Stadt sehr betroffen macht,
sind die Folgen dieser häufig völlig überhitzten Diskussion.
Denken Sie einmal an die Familien nicht nur die des Oberbürgermeisters.
Denken Sie auch einmal an die Mitarbeiter der Verwaltung
wie z.B: des Ordnungsamts, der Wirtschaftsbetriebe oder von Call Duisburg,
die übelste Dinge und Hasstiraden erleiden mussten.
Diese Mitarbeiter des Konzerns Stadt tun mir im Moment besonders leid. Ist es das wert? ... Wer mir zu dem Beitrag oder sonst etwas mitteilen möchte, kann das gerne tun.
Meine E-Mail lautet uwe.gerste@duisburg-marketing.de
Hallo Herr Gerste,
Sie fühlen sich in die Mitarbeiter der Stadt ein?
Soweit ganz nett von Ihnen.
Aber fühlen Sie sich lieber in die Angehörigen der Opfer ein -
die haben das schlimmere Schicksal zu bewältigen.
Und wenn es nicht solche erbärmlichen Politiker wie Herrn Sauerland
und einige andere führende Köpfe der Stadt gäbe
(Sie dürfen sich dazu rechnen, wenn Sie möchten),
bestünde nicht das Problem der kleinen Mitarbeiter der Verwaltung,
daß sie die unmittelbare Wut der Menschen auf diese Chefs auffangen müßten.
Durch einen durch politischen Anstand gebotenen Rücktritt
hätte Herr Sauerland alles klar machen können.
Er hätte dann zum Beispiel auch auf der Trauerfeier erscheinen können.
Was für ein Bild gibt es von Duisburg, besonders aber vom Oberbürgermeister selbst,
daß er nicht auf der Trauerfeier erscheint - weil er lieber an seinem Stuhl festhalten möchte.
Mit Ihrem Kommentar haben Sie deutlich gemacht,
daß auch Ihnen, Herr Gerste, politische Verantwortung nichts bedeutet,
vielleicht, da sie Ihnen nicht einmal bewußt ist.
(Solche Menschen wünsche ich mir aber nicht in verantwortlichen Ämtern.)
Aber die Ursachen der Wut der Menschen einfach zu ignorieren,
das ist billig, Herr Gerste.
Ich bitte um eine Antwort, wenn Sie mögen...
PS: Die Familie des Oberbürgermeisters tut mir irgendwie auch leid,
aber vermutlich aus anderen Gründen als den Ihren.
11:00
@101Zustimmung!
Die vielen zerstörten Leben kommen mir in der ganzen Aufarbeitung der Verantwortlichen viel zu kurz! Es ist auch unglaublich, dass diese Verantwortlichen -allein wegen der von uns hier geschilderten Perspektive(!)- auch Fürsprecher und Unterstützer finden. In meinen Augen machen sich diese Menschen-bei allem Demokratieverständnis, bei aller freien Meinungsäußerung- fast schon mitschuldig...nein, mitverantwortlich passt evt. besser.
Schmunzeln musste ich über Ihre Formulierung: unterentwickelte Individuen -bezüglich Verantwortungsbewusstsein stimme ich Ihnen zu. Gerade wenn man berücksichtigt, dass es sich meistens um priviligierte Personen handelt.Erfahren, erwachsen wie Sie schreiben, Familiengründer, Menschen die eigentlich FREIWILLIG Verantwortung übernehmen wollten und dieses sicherlich in der älteren Vergangenheit auch gerne getan haben, dass diese handelnden Personen sich so dermaßen beschämend aufführen, kann ich nicht nachvollziehen und trifft mich als einfachen Bürger AUCH bezüglich Moralvorstellung, Gerechtigkeitsempfinden etc. bis ins Mark!
22:27
#99 dasder
Es muss wahrscheinlich noch viel öfter gesagt werden:
In Duisburg gab es 21 Tote, junge Menschen, die ihr Leben vor sich hatten. Es gibt 21 Familien und Freunde, die nichts mehr verstehen können, deren Leben vorerst zerstört ist. 21 Familien, deren Leben bestimmt bleiben wird vom Verlust eines geliebten Menschen. Sie tragen ihr Schicksal ganz allein, noch nicht einmal begleitet vom Mitgefühl der Stadt, in der ihnen die liebsten Menschen genommen wurden, weil diese Stadt zum Mitgefühl nicht fähig ist.
Die Menschen dieser Stadt, und hier sind die für diese Stadt verantwortlichen Menschen gemeint, nicht ihre Bürger, sind beherrscht von der Fürsorge für ihr eigenes Leben, damit demonstrierend, dass sie keinerlei Verantwortlichkeit empfinden für das, was sie zerstört haben. Sie wollen Recht haben, möglicherweise wissend, dass ihnen irgendwann bewiesen wird, dass sie Unrecht hatten, dennoch hoffen, dass es vielleicht nicht gelingt. Und dann werden sie sich nicht gut verstanden und behandelt fühlen, der Partei sei Dank. Die Frage, die sich hier stellt, ist die, wo setzt Unrechtsbewusstsein ein? Erst dann, wenn niemand aus der Partei mehr hinter mir steht? Oder bin ich Mensch aus mir selbst heraus, erwachsen, selbstverantwortlich, identisch und mit einer eigenen Moral?
Bisher vermittelt sich mir das Gefühl, es mit völlig unterentwickelten Individuen zu tun zu haben.
21:36
Bislang unbekanntes Foto- und Filmmaterial sowie Aussagen von Teilnehmern zeigen, dass das Sicherheitskonzept des Veranstalters bei der Loveparade versagte.
PRIVAT VOR STAAT scheint hier mal wieder richtig geklappt zu haben...
Ein Konzept mit Zukunft!
21:14
Anmerkungen vorab:
Als Unglücksort steht nun mal die Stadt Duisburg fest! Folgendes ist also kein Angriff oder so auf die Duisburger Bürger.
Duisburg wird auf EWIG mit dem LOVEPARADE-Unglück verbunden bleiben!
die Wahrheit sagen ist in dem Fall AUCH gleichzusetzen mit Verantwortung ehrlich und glaubhaft übernehmen,
egal welche ART von Verantwortung
4 WOCHEN DANACH
wurden Sie verraten und verkauft vom Profit, Ansehen und Veranstalter
sind Behörden, Politiker, Bürgermeister absolut unantastbar
die Sonne lacht, der Himmel über Duisburg wieder strahlend blau
es geht weiter, Zeitung ausgelesen, vorbei die letzte TV-Schau
4 Wochen danach, einfach widerlich, nicht mehr zu ertragen
ist Keiner da, um die Wahrheit zu sagen
4 Wochen danach, so nicht weiter zu ertragen
ist Keiner da, um die Wahrheit zu sagen
Routine, Alltag, alles wieder einerlei, Duisburg, kannst du das hinterlassene Leid ermessen
du beginnst von vorn und alles wird vergessen
oh, Duisburg bist du wirklich so vermessen
4 Wochen danach, einfach widerlich, nicht mehr zu ertragen
ist Keiner da, um die Wahrheit zu sagen
4 Wochen danach, so nicht weiter zu ertragen
ist Keiner da, um die Wahrheit zu sagen
es heißt, die Zeit heilt alle Wunden
egal ob Jahre, Manche(s) gar in Stunden
woher nehme ich diese Gewiissheit, diesen Glauben
was mach ich mit meinem Gewissen
4 Wochen danach, einfach widerlich, nicht mehr zu ertragen
ist Keiner da, um die Wahrheit zu sagen
4 Wochen danach, so nicht weiter zu ertragen
ist Keiner da, um die Wahrheit zu sagen
21 liegen im Grab, tragisch des Lebens genommen, entrissen Ihren Lieben, ganz allein in ihrem Sarg
Leid, Trauer sind nicht zu bezahlen... geht´ s manchen immer noch um höheren Pensionsbetrag
4 Wochen danach, einfach widerlich, nicht mehr zu ertragen
ist Keiner da, um die Wahrheit zu sagen
4 Wochen danach, so nicht weiter zu ertragen
ist Keiner da, um die Wahrheit zu sagen
Verantwortung, die kennt und sieht hier Keiner
gut Schuld zu weisen, ablenken, das dafür kann aber jeder
Reporter sind erschöpft, die Bürger nur noch müde vom Auftriitt der GROßEN Allmacht
in allen Farben nur Parteienschach, es geht immer nur um Position und Macht
4 Wochen danach, einfach widerlich, nicht mehr zu ertragen
ist Keiner da, um die Wahrheit zu sagen
4 Wochen danach, so nicht weiter zu ertragen
ist Keiner da, um die Wahrheit zu sagen
es wurde gebloggt, geschimpft, gemobbt, übers Ziel gehetzt, fassungslos gestaunt
die Besucher wollten doch nur Spaß, haben an IHRE Sicherheit geglaubt
den Todestunnel hat Keiner erwartet…und allen MACHERN wurde klar vertraut
4 Wochen danach, einfach widerlich, nicht mehr zu ertragen
ist Keiner da, um die Wahrheit zu sagen
4 Wochen danach, so nicht weiter zu ertragen
ist Keiner da, um die Wahrheit zu sagen
trage ich des Amtes Würde, sei bereit, stark und tapfer, dann trage auch die Bürde
trage ich der Verantwortung Ehre, sei bereit, stark und tapfer, dann trage auch die Bürde
4 Wochen danach, einfach widerlich, nicht mehr zu ertragen
ist Keiner da, um die Wahrheit zu sagen
4 Wochen danach, so nicht weiter zu ertragen
ist Keiner da, um die Wahrheit zu sagen
trage ich des Amtes Würde, sei bereit, stark und tapfer, dann trage auch die Bürde
trage ich der Verantwortung Ehre, sei bereit, stark und tapfer, dann trage auch die Bürde
20:59
#97 Linker-Genosse
Sie haben die Situation sehr gut dargestellt. Auch ich bin der Meinung, dass die Presse, auch auf die Gefahr hin, dass einigen Lesern die Nüchternheit der Berichterstattung fehlt, am Thema bleiben muss. Das ist das, was wir alle den Toten und Verletzten schuldig sind, denn im Grunde genommen sind sie völlig aus dem Fokus geraten. Das ist nur eine mehr der Peinlichkeiten, die eine teure Verwaltungsspitze in ihrer totalen Ignoranz und Arrogenz verursachen.
Wer ernsthaft behauptet, dass die Loveparade-Teilnehmer allesamt äusserst disziplinierte Menschen sind, lebt offenbar nicht in dieser Welt. Und ein solches Verhalten, das eben anders ist, muss in der Planung ebenso berücksichtigt werden wie andere Dinge. Doch der Stadt Duisburg würde ich derzeit noch nicht einmal die Planung eines Kirchentages übertragen wollen.
Argumente, wie Druck aus Düsseldorf oder vom Veranstalter kann man schlichtweg nicht gelten lassen. Wenn ich als Stadt eine solche Veranstaltung genehmige, bin ich Herr der Situation, was in der Konsequenz auch bedeuten kann, dass ich sie ablehnen muss, wenn die Sicherheit nicht gewährleistet ist. Diesen Komfort hatte Herr Sauerland, und er hätte ihn nutzen können.
Mir ist bisher der gesamte zeitliche Ablauf der Planungen ziemlich mysteriös. Man begann offenbar mit dem Wunsch nach Loveparade sehr früh. Es hat sich mir bis heute nicht erschlossen, warum eine Genehmigung erst einige Stunden vor der Eröffnung der Veranstaltung erteilt wird. Überall in der Wirtschaft wird langfristig geplant, damit man eventuell Korrekturmöglichkeiten hat. Soweit ich es verstanden habe, wurde dieses in Duisburg alles nicht berücksichtigt. Und auch eine Polizei muss sich zeitig genug auf eine Grossveranstaltung einstellen können, u.a. personalmässig. Wie soll das bewerkstelligt werden, wenn man erst einige Stunden vorher die Genehmigungen erhält?
A propos Genehmigung, gebe ich hier einmal ein Beispiel von der Selbstherrlichkeit von Gehemigungsbehörden, wenn es um Fakten geht, die sie selbst nicht zu vertreten haben:
Grossauftrag mit Materialien, die per Schiff nach Deutschland gebracht werden. Das Schiff läuft erheblich zu spät aus, kommt entsprechend spät hier an. Die Konfektionierung in Deutschland kann entsprechend spät beginnen, was zur Folge hat, dass am Wochenende gearbeitet werden muss. Dazu bedarf es einer Sondergenehmigung des Gewerbeaufsichtsamtes. Wird nicht erteilt mit Hinweis darauf, dass man ja anders hätte planen können. Folge: Auftrag kaputt, Firma kaputt, Arbeitsplätze kaputt.
Nur, wenn ein Amt Fehler macht, darf es das, bis jetzt ohne Konsequenzen. Viel zu viele Bürger kennen ähnliche Beispiele aus dem täglichen Leben und fühlen sich deshalb so engeekelt von dem, was sie derzeit erfahren müssen.