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Skihalle Bottrop

Bottroper Skihalle auf der Kippe

04.10.2011 | 18:57 Uhr

Bottrop.   Schiefstand bei der Bottroper Skihalle: Fast 20 Zentimeter haben sich die Stützpfeiler des alpincenters schon verschoben. Experten warnen vor Folgen: Die Halde sei für größere Lasten nicht geeignet.

Die Skihalle in Bottrop hat mit erheblichen Problemen zu kämpfen . Vor allem die Standfestigkeit der längsten In-Haus-Schneepiste der Welt bereitet Fachleuten Sorgen. Wie berichtet haben sich die Stützpfeiler der Halle schon fast 20 Zentimeter verschoben. Neue Gutachten haben dem Gebäude-Betreiber, der niederländischen Unternehmerfamilie Van der Falk, allerdings bestätigt, die Halle halte auch einen Schiefstand von 25 Zentimeter aus, weil die Fundamente der Stützen beschwert worden seien . An der Ursache der Probleme hat das Gewichtaufkippen aber wenig verändert.

Nach Recherchen der WAZ ist die Bottroper Abraumhalde, auf der die Skihalle steht, in der so genannten Kassettenbauweise errichtet worden. Außen befinden sich starke Dämme aus groben Waschbergen – dem gebrochenen Gestein aus der Tiefe. In der Mitte dieser so genannten Kassetten wurden Flotationsberge eingebracht. Diese sind weich und feucht wie Schlamm. Die Flotationsberge entstehen, wenn Kohle aus fein gemahlenem Gestein gewaschen wird.

Jede Kassette wurde mit einer neuen Schicht Waschberge abgedeckt. Auf dieser Abdeckung wurde dann die nächste Kassette gestapelt. Auf die letzte Kassette kam eine dicke Schicht Abraum. Damit wurde die Halde landschaftlich modelliert und nach oben abgesichert.

„Die feuchten Flotationsberge in den Kassetten können sich noch Jahrzehnte setzen. Ohne eine spezielle Bearbeitung ist die Halde in meinen Augen nicht geeignet, größere Lasten zu tragen oder darauf Gebäude zu errichten“, sagt Professor Frank Otto von der Technischen Fachhochschule Georg Agricola in Bochum.

Nicht gezielt nachgeforscht

Otto leitet den Studiengang für angewandte Geologie – er gilt als einer der international angesehensten Fachmänner für den Bau von Halden. Die Halde in Bottrop kennt Professor Otto seit Jahren.

Wie aus Unterlagen des damaligen Oberbergamtes in Dortmund hervorgeht, die der WAZ vorliegen, hatte ein Gutachter aus dem rheinischen Bergheim vor dem Bau der Skipiste zwar die äußere Standfestigkeit der Halde untersucht. Aber er hatte offenbar nicht gezielt nachgeforscht, ob sie im Inneren hart genug ist, eine Skihalle zu tragen. Tatsächlich gingen die Probebohrungen des Gutachters nur wenige Meter tief in die Erde. Zudem untersuchte er vor allem den Rand der Halde, da wo die stabilen Dämme die Kassetten zusammenhalten. Auf der Halde nahm er nur Proben von der Oberfläche. Die weichen Flotationsberge hätte er nur bei Tiefenbohrungen finden können.

Professor Otto sagt: „Es ist vorauszusehen, dass die feuchten Flotationsberge im Innern der Halde sich stärker zusammendrücken lassen als die groben Berge am Rande und somit stärkere Setzungen erfahren.“ Mit anderen Worten: Die Halde verformt sich, sie kippt nach innen.

Verformte Konstruktion

Das Problem wird noch dadurch verstärkt, dass auf eine nachhaltige Verdichtung der Kassetten laut Bergamt fast ganz verzichtet wurde. In einem Bericht, der dieser Zeitung vorliegt, heißt es: „Die Verdichtung des Haldenmaterials ergab sich durch den Fahrverkehr der Kraftfahrzeuge.“ Mit anderen Worten: Was nicht festgefahren wurde, blieb locker liegen. Und alles was lose ist, setzt sich nun unter dem Gewicht der Schneepiste samt Nebengebäuden und kann so die ganze Konstruktion verformen.

Der Besitzer der Skihalle sagt dazu, man habe bei der Übernahme der Anlage „weder etwas von der besonderen Bauweise der Halde noch von der Verwendung der Materialien gewusst.“ Allerdings sei „noch nicht endgültig gesichert“, dass sich die Stützen tatsächlich „allein durch Setzungsbewegungen im Inneren der Halde“ verschoben hätten.

David Schraven

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Kommentare
05.10.2011
16:36
Bottroper Skihalde auf der Kippe
von 43ermitmilch | #26

Ach, wie sich hier mal wieder der Herr Soppe darstellt. Jetzt ist die WAZ mal wieder sein liebstes Kind. Gilt dass auch für die Bottroper Lokalredakteure, die von Herrn Soppe immer wieder auf unerträgliche Weise unfair angegangen werden? Aber so sind Sie halt, die Privatdozenten!


http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,548965,00.html

05.10.2011
16:02
Blockierter Kommentar.
von stesocom | #25

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

05.10.2011
16:01
Bottroper Skihalde auf der Kippe
von stesocom | #24

Danke WAZ Internet Redaktion!

Hiermit möchte ich mich bei der Internet Redaktion der WAZ recht herzlich bedanken. Natürlich sollten einige stark angreifende Kommentare hier impliziert sein. Doch Beleidigungen und falsche Aussagen gehören nicht dazu. Dieses wurde im Hinblick auf meine Artikel angewandt! Vielen Dank;..... im Sinne der Demokratie und im Sinne der Gerechtigkeit....
Stefan Soppe

05.10.2011
16:00
Blockierter Kommentar.
von stesocom | #23

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

05.10.2011
13:00
Bottroper Skihalde auf der Kippe
von Erbeck1 | #22

# 20
Interessantes Duell hier . Ich habe nur den Beitrag unter #12 gelesen und das war nachvollziehbar sowie OK für mich . Ihre Zeilen sind aber auch nicht schlecht ....

05.10.2011
13:00
Bottroper Skihalde auf der Kippe
von stesocom | #21

@ 20
Tja, wenn Sie das sagen, dann wird das wohl stimmen!

05.10.2011
12:50
Bottroper Skihalde auf der Kippe
von 43ermitmilch | #20

Wenn ich im Internet nur einen Teil Ihrer Pamphlete lese (ich habe leider nicht annähernd so viel Zeit wie Sie, da ich im Gegensatz zu Ihnen einer geregelten Berufstätigkeit nachgehe) frage ich mich wie man so viel Müll fabrizieren kann. Der Zeitaufwand muss doch ziemlich hoch sein, sie Dozent? Kein Wunder, dass sobald sie in der Bottroper Innenstadt auftauchen, die Gegend um sie herum immer menschenleer ist. Ihr Dummgeschätz ist meiner bescheidenen Meinung nach ein Verbrechen gegen alle Bottroper! Ich habe es an diversen Locations selbst erlebt, Sie kann man nur wie folgt beschreiben:

S innfrei
T alentfrei
E infallos
F urchtbar
A hnungslos
N ervig

S impel
O ffentsichtlich immer falsch informiert
P einlich
P leite gegangen
E infach nicht ernst zu nehmen

05.10.2011
12:28
Bottroper Skihalde auf der Kippe
von derKreuzritter | #19

#16 von meinemeinungdazu

Beispielsweise im Sauerland. Ich kann mich noch gut dran erinnern, wie die Sauerländer sauer waren, das die Skihalle nicht in Winterberg gebaut wurde. Hätte gut gepasst in die Wintersportregion. Stattdessen haben die damals (und heute) regierenden Sozialdemokraten das Geld lieber in die die Region gepumpt, die sie auch mit Vorliebe wählt. Sowas nennt man wohl Kirchturmpolitik.

05.10.2011
12:23
Bottroper Skihalde auf der Kippe
von stesocom | #18

@ 15
Ich darf sehr wohl stolz auf meine Vita sein; sie sollten mich einfach mal googlen bevor Sie derartig abstruses und daher dummes Zeug hier implementieren.
Was ich hier schreibe entspricht der Wahrheit und wird - wie auch Sie sicherlich erkennen können - von fachspezifisch anerkannten Persönlichkeiten untermauert. Einen Hass auf Bottrop, wie Sie es mir unterstellen, ist völlig fehlerhaft; vielmehr möchte ich Schaden von unserer Stadt, die mir sehr am Herzen liegt , abhalten.
Was passiert denn, wenn die Halle einstürzt?
Können Sie sich die Regressansprüche geschädigter Personen eigentlich nur im geringsten vorstellen?
Ich denke nicht, sonst kämen von Ihnen keine Beleidigung, sondern ein konstruktiver Vorschlag, wie zum Beispiel die sofortige Einstellung des Betriebes der Skihalle, gell......

05.10.2011
12:12
Bottroper Skihalde auf der Kippe
von Erbeck1 | #17

# 15
Inhaltlich ist der Kommentar von #12 durchaus OK - oder ? Persönliche Abneigungen spielen für mich da keine Rolle .

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