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Interview mit ASC-Trainer...

ASC nimmt Vergleich mit Eving an

03.01.2010 | 19:31 Uhr
ASC nimmt Vergleich mit Eving an

Mit der Zwischenrunde am Freitag (ab 17.30 Uhr) und Samstag (ab 15.30 Uhr) steigen auch die beiden Westfalenligisten ins Turnier ein. Noch mehr als der Hombrucher SV steht dabei der ASC 09 im Fokus

Alle sind gespannt, wie sich der Titelverteidiger in diesem Hallenwinter präsentieren wird. Über Erwartungen und Perspektiven sprachen wir mit Trainer Andreas Przybilla.

Für Sie ist es die erste Dortmunder Hallen-Stadtmeisterschaft als Trainer. Kennen Sie eigentlich die Atmosphäre in Wellinghofen?

„Die kenne ich sehr gut, weil ich schon in meiner ersten Saison in Aplerbeck das Finale miterleben durfte, wenn auch nur als Zuschauer, weil ich mich zuvor schon verletzt hatte. Die Atmosphäre dort ist einmalig, für jeden Fußballer ist es ein Highlight, in Wellinghofen zu spielen, und auch als Trainer muss man sowas unbedingt mitnehmen.”

Haben Sie sich in der Vorrunde einen Eindruck verschafft von den Gegnern in der Halle Brackel?

„Habe ich nicht, weil ich die Zeit genutzt habe, um mich ein paar Tage um die Familie zu kümmern und von Fußball abzuschalten. Das heißt keinesfalls, dass wir die Mannschaften unterschätzen. Wir haben grundsätzlich vor jedem Gegner Respekt, gerade in der Halle ist das ganz wichtig, um nicht womöglich eine böse Überraschung zu erleben.”

Was darf man vom ASC 09 in diesem Winter erwarten?

Aplerbecks Trainer Andreas Przybilla.

„Wenn wir gut ins Turnier hineinkommen, uns Selbstvertrauen holen und einen guten Lauf kriegen, sollte das Erreichen des Halbfinals zunächst das Ziel sein. Priorität aber genießt immer noch die Außendarstellung. Wir wollen die Hallenmeisterschaft dazu nutzen, uns als Mannschaft, aber auch als Verein als Ganzes positiv zu präsentieren.”

Als amtierender Stadtmeister ergibt sich das sportliche Ziel eigentlich von selbst....

„Klar, wünschen darf man sich alles. Aber vor einem so langen und großen Turnier kann man noch nicht vom Titel reden. Natürlich wollen wir so weit kommen, wie möglich. Sollte es nicht reichen, würde die Welt für uns aber nicht zusammenbrechen.”

Wie stark schätzen Sie Ihre Mannschaft im Vergleich zum vergangenen Jahr ein?

„Wir haben Hannes Wolf verloren, aber Leute wie Denis Boutagrat und Dominik Behrend hinzubekommen, technisch versierte Spieler mit großer Hallenerfahrung. Aber es geht nicht vorrangig um individuelle Klasse: sollte es uns gelingen, die fußballerischen Fähigkeiten in die Waagschale zu legen und vor allem mannschaftlich geschlossen aufzutreten, halte ich uns für noch etwas stärker als im Vorjahr.”

Wie sieht es personell aus: ist alles an Bord, wird es angesichts der Vielzahl guter Spieler bei der Nominierung Härtefälle geben?

„Danny Woidtke ist in der Zwischenrunde gesperrt, David Steindor, Raphael Lorenz und Dominik Buchwald wollen nicht spielen. Ansonsten ist der Kader komplett. Härtefälle muss es geben. Wir werden noch zweimal in der Halle trainieren und danach die elf Spieler nominieren.”

Bei unserer Trainer-Umfrage wurde der TuS Eving noch einen Tick höher eingeschätzt als Ihr Team. Wurmt Sie das - oder ist das für Ihre Jungs vielleicht sogar zusätzliche Motivation?

„Das ärgert mich überhaupt nicht. Man muss die Tatsachen sehen und Fakt ist, dass viele Evinger Spieler höher gespielt haben als Aplerbecker. Von daher haben die Trainer das sicherlich schon richtig eingeschätzt. Für ein solches Turnier ist es doch schön, wenn nicht alles nur auf ein Team fokussiert ist. Aber es stimmt auch: eine zusätzliche Motivation sollte das schon für uns sein. Es kommen ja viele Faktoren zusammen. Wir nehmen den Vergleich jedenfalls an.”

Udo Stark

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