Federer auf dem Weg zum fehlenden Titel
05.06.2007 | 10:26 Uhr 2007-06-05T10:26:06+0200Paris. (sid) Er wackelte kurz, dann machte Roger Federer kurzen Prozess: Der weltbeste Tennisspieler liess sich von seinem ersten Satzverlust bei den French Open nicht aus der Ruhe bringen und erreichte am Ende souverän das Halbfinale. Bei den Damen gewan
In der Runde der letzten Acht setzte sich Federer deutlich mit 7:5, 1:6, 6:1, 6:2 gegen den Spanier Tommy Robredo durch.
"Im zweiten Satz bin ich einfach nicht reingekommen und habe falsch gespielt. Alles ging schief", sagte Federer. Nur 28 Prozent seiner ersten Aufschläge fanden ins Ziel. "Am Ende des Satzes habe ich mich wieder gefangen." Der Schweizer trifft nun auf den Russen Nikolaj Dawydenko, der sich mit 7:5, 6:4, 6:4 gegen Guillermo Canas aus Argentinien durchsetzte.
Federer will endlich seinen ersten Titel bei den French Open gewinnen. Es ist der einzige, der in seiner Grand-Slam-Sammlung noch fehlt. Gegen Robredo hatte er zuletzt sieben Mal in Folge gewonnen. Der klug spielende Spanier nutzte seine Chancen nur im zweiten Satz. Danach kam Federer zurück, gewann neun Spiele in Serie und war mit seinem variablen Spiel wieder Chef auf dem Platz.
Sein großer Rivale Rafael Nadal tritt heute im Viertelfinale auf seinen Landsmann und Mentor Carlos Moya an.
Praktisch gar keine Probleme hatte die belgische Weltranglistenerste Justine Henin. Die Siegerin der vergangengen zwei Jahre gewann im vorgezogenen Endspiel der Turnier-Favoritinnen gegen Serena Williams (USA) überraschend deutlich mit 6:4, 6:3. "Ich nehme jedes Match wie ein großes Finale. Die Konkurrenz ist einfach zu groß", sagte Justine Henin nach dem Erfolg über die Australian-Open-Siegerin Williams und gestand: "Heute war es enger, als es der Spielstand aussagt."
Jetzt ist sie zwei Siege vom Hattrick entfernt. Drei Siege in Folge beim bedeutendsten Sandplatzturnier der Welt hatte zuletzt Monica Seles - 1990 bis 1992 - geschafft.
Den Einzug ins Halbfinale schafften auch US-Open-Siegerin Maria Scharapowa sowie die Serbinnen Jelena Jankovic und Ana Ivanovic. Henin trifft nun auf Jankovic, Ivanovic muss gegen Scharapowa antreten.

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