Das aktuelle Wetter NRW 19°C
US-Wahlkampf

Herausforderer Romney zieht in Umfragen an US-Präsident Obama vorbei

09.10.2012 | 15:26 Uhr
Mitt Romney, republikanischer Präsidentschaftskandidat, liegt in Umfragen jetzt vor Amtsinhaber Obama. Foto: afp

Washington.   Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney liegt in Umfragen jetzt vor dem demokratischen Amtsinhaber Barack Obama. Offenbar brachte sein guter Auftritt im TV-Duell die Wende. Hat Obama noch eine Chance?

Es ist nur eine Momentaufnahme, aber eine, die das Lager des Amtsinhabers in Alarmstimmung versetzt: US-Präsident Barack Obama ist nach seinem allgemein als schlapp empfundenen Auftritt in der ersten TV-Debatte im Rennen um das Weiße Haus in Umfragen deutlich zurückgefallen.

Eine Befragung des Pew-Centers unter registrierten Wählern ergab, dass Herausforderer Mitt Romney landesweit mit 49 zu 45 Prozent vorn liegt. Gallup, ein anderes Meinungsforschungsinstitut, ermittelte, dass Obamas bis dato stabiler Vorsprung geschmolzen sei und sagt für den 6.November ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen voraus. In allen Untersuchungen kam Romney in der Bewertung des Fernseh-Duells, das knapp 70 Millionen Amerikaner verfolgt hatten, um Klassen besser weg.

Die Umfragen können irren – um bis zu 3,5 Prozent

Die Aussagekraft der Umfragen ist aber begrenzt. Die Irrtums-Marge wird mit bis zu 3,5 Prozentpunkten angegeben, das Meinungsbild in den umkämpften und letztlich entscheidenden und heiß umkämpften Staaten wie Ohio, Virginia oder Florida weicht zu Gunsten von Obama vom Landestrend ab. Der Präsident zeigte sich bei einer Spendengala in San Francisco kämpferisch und rief seine Anhänger auf, in den letzten vier Wochen vor der Wahl alles zu geben. „Ich habe absolut vor, diese Wahl zu gewinnen“, sagte er. „Aber wir werden das nur schaffen, wenn jeder in den nächsten 29 Tagen schier besessen ist.“

Video
Lexington, 09.10.12: Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat am Montag die Außenpolitik von Barack Obama kritisiert und ihm im Nahen Osten Versagen vorgeworfen. Er will schärfere Sanktionen gegen den Iran und Stärke zeigen.

Noch stehen zwei TV-Debatten zwischen Romney und Obama aus (16. und 22. Oktober). Die Wahlkampagne des Präsidenten kündigte an, dass Amerika dann „einen anderen Obama erleben wird, der Mitt Romney nicht länger durchgehen lässt, dass er heute leugnet, was er gestern versprochen hat“. Aus den Umfragen weiß das Obama-Lager, dass über 60 Prozent der Befragten Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Romneys Versprechen haben; insbesondere, wenn es um die Steuerpolitik für die Mittelschicht geht.

Dirk Hautkapp


Kommentare
10.10.2012
13:19
Herausforderer Romney zieht in Umfragen an US-Präsident Obama vorbei
von ruhry | #17

Warum sollten die Amis schlauer sein als wir? Irgendwann bleibt nur noch die Wahl zwischen "Pest oder Cholera" weil der Beste für den Job erst gar nicht zur Wahl steht, noch nicht entdeckt wurde oder schlichtweg im "Beziehungsgeflecht" seiner Partei nicht in den richtigen Axxxx gekrochen ist um Kandidat zu werden.
Das ist in Deutschland nicht viel anders und daher werden sich, ähnlich wie in USA demnächst auch nur noch 30% an einer Wahl beteiligen.

10.10.2012
11:07
Herausforderer Romney zieht in Umfragen an US-Präsident Obama vorbei
von Ismet | #16

Der gemeine Amerikaner will nur eins. Das ein starker Mann an der Spitze des stärksten Landes der Erde Platz nimmt.
Da ist es doch unerheblich, das der stärkste gleichzeitig nicht der schlaueste sein muss.
Das interessiert den gemeinen Amerikaner doch nicht.
Was wichtig ist, das sie die "guten" sind, alle anderen die Bösen. Dann dürfen die Amerikaner auch Weltpolizei spielen und zufällig immer die Länder angreifen, die komischerweise über reiche Ölvorkommen verfügen. Irgendwie muss die Kriegsmaschinerie doch bezahlt werden. Anstatt die Straßen zu sanieren, die Gesundheitsversorgung auf Vordermann zu bringen, das allgemeine Bildungsniveau anzuheben und allen einen Zugang zur Bildung gewähren usw. führt Amerika lieber Krieg.
Das schlimmste dabei ist, das die Bevölkerung es selbst nicht weiß was für sie gut wäre und was nicht. Dafür Erschießen die sich in den Schulen, Kinos usw. selbst.
Ob Romney oder Obama, die Wahl bleibt zwischen Pest und Cholera...

Hoch lebe Amerika :-)

10.10.2012
10:51
Herausforderer Romney zieht in Umfragen an US-Präsident Obama vorbei
von feierabend | #15

Medienzoo - nehmen die sich überhaupt selbst für voll? Mal. abgesehen davon, dass diese "Männer" auch noch viel Geld damit verdienen, dass sie Phrasen schwingen, sich selbst darstellen und keinen Handlungsbedarf bei den wirklichen Problemen sehen. Was sind das für Menschen? Legale Kriminelle? Filmschauspieler? Hängt Charakter von einer einzigen Fernsehshow ab? Bei den Amerikanern ist das wohl der Fall. Schließe mich der Meinung von #11 an und bin für die Neuzüchtung der Menschheit, Novellierung der Evolution und Überdenkung von wahrer Intelligenz, KÖnnen und Talent.

10.10.2012
08:04
Herausforderer Romney zieht in Umfragen an US-Präsident Obama vorbei
von WaddeHaddeDuddeDa | #14

Nun ja. Wenn Romney Präsident wird kann George W. Bush den Wanderpokal für den dümmsten Präsidenten aller Zeiten ja wieder abgeben... wird sich Papa Bush glücklich schätzen.

10.10.2012
00:16
Herausforderer Romney zieht in Umfragen an US-Präsident Obama vorbei
von kuba4711 | #13

HiHiHiHi ...Ich lach mich schlapp,den Libertären ist der -was Steurn im Heimatland zahlen betrifft - sehr Caymann -Islands libertäre Romney nicht libertär genug.
Ansonsten ist es nun mal so :
Obama ist faktisch ein Kandidat der Institution Wallstreet und Romney ein Präsidentenanwärter für diejenigen amerikanischen Milliardäre ,die ihr Geld an der Wallstreet arbeiten lassen .
Der Vorgänger , der libertäre Bush hat ja den us -amerikanischen Alptraum so versemmelt ,dass die sehr libertären ,gesellschaftlichen Kräfte sich genötigt sahen mit Obama einen Übergangskandidaten -man könnte auch sagen einen farbigen Sündenbock -Präsidenten - zu etablieren.
Ron Paul ,ach du lieber Herr Gesangverein , da setze ich mal auf die göttliche Gnade seiner frühen Geburt.

09.10.2012
21:09
Herausforderer Romney zieht in Umfragen an US-Präsident Obama vorbei
von feierabend | #12

Hilfe, haben die uns vergessen - das sind doch nur noch Leute, die nur noch sich sehen! Wir werden hier politisch und gesellschaftlich von ihnen allein gelassen - unsere Städte und Lebenssituation wird immer schwieriger - das Leben auf dem Land auch. Niemand kümmert sich von den sogenannten Allierten darum, wie die Verbrüderung mit denjenigen aussehen kann und darf, denen vom vergangenem Deutschland Unheil drohte und die Unheil, Mord und Vertreibung erfuhren, niemand von ihnen kümmert sich um die Verarbeitung und Aufarbeitung der Vergangenheit bei den jüngeren Menschen, den Parteien und innerhalb der EU. So gerne möchten Menschen von ihrem Wissen und Können abgeben, andere, ärmere Staaten mit ins Boot holen, gemeinsam Neues erschaffen - können oder dürfen wir nicht? Ein starkes unabhängiges Europa bedeutet unter anderem auch die Anerkennung für Deutschland, für unseren Friedenswillen, unsere Leistungen und den Wunsch nach Frieden und Unabhängigkeit.

09.10.2012
20:40
Herausforderer Romney zieht in Umfragen an US-Präsident Obama vorbei
von dsnero | #11

Tja - doch Zeit den Menschen aus der Liste der intelligenten Lebewesen zu streichen! Verstärken wir die Evolution durch materielle Extinktion. Und puuh - kaum hat man dem Esel das Fressen abgewöhnt stirbt das doofe Tier. Aber wenn der Kopf dem Magen richtig Stress macht, findet sich immer eine A..loch das am Ende das Sagen hat, Dann (erst) fangen die Menschen wieder an zu denken, wenn sie ihre Welt wieder aufbauen müssen.

09.10.2012
20:20
Herausforderer Romney zieht in Umfragen an US-Präsident Obama vorbei
von RANRW | #10

@1: Meinen Sie nicht eher John McCain ?

Ansonsten ist das ewige und geradezu bezeichnend typische Gejammer - Obama=gut und Republikaner an sich=böse - schlicht unsäglich. Allerdings ist Romney auch nur ein absoluter Übergangskandidat und 2016 tritt hoffentlich mit dem Senator von Kentucky Rand Paul ein wesentlich radikalerer und insbesondere libertärer Kandidat für die Republikaner an.

5 Antworten
Herausforderer Romney zieht in Umfragen an US-Präsident Obama vorbei
von wkah | #10-1

Na wenn der kommt, wird der Umsatz zumindest bei Colt und Smith und Wesson steigen.

Gun Control
von RANRW | #10-2

Ja, Romney hatte sich ja 2002 mal für eine strikte Gun Control ausgesprochen. Romney steht genauso für big government wie Obama.

Herausforderer Romney zieht in Umfragen an US-Präsident Obama vorbei
von wkah | #10-3

Ich wollte mit meiner Aussage keinesfalls Romney oder Obama besser stellen.

GANZ BESTIMMT NICHT - weder noch

Herausforderer Romney zieht in Umfragen an US-Präsident Obama vorbei
von RANRW | #10-4

Nein, sorry wkah, das hab ich auch nicht so verstanden.

Herausforderer Romney zieht in Umfragen an US-Präsident Obama vorbei
von wkah | #10-5

Ich gebe allerdings zu , ich sehe Personen wie Paul, sehr vorsichtig ausdrückt, SEHR KRITISCH.

09.10.2012
20:17
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #9

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

09.10.2012
20:04
Herausforderer Romney zieht in Umfragen an US-Präsident Obama vorbei
von ObenIstUnten | #8

Dumm, dümmer, Ami.

Aus dem Ressort
Ärger übers Sparpaket - Obamas Fehlstart in zweite Amtszeit
USA
Der US-Präsident verärgert die Republikaner beim Sparpaket. Obama will die Steuern für Reiche erhöhen und bei Sozialausgaben sparen. Die Republikaner lehnen dies strikt ab. Dabei drängt die Zeit, bis Silvester muss ein Kompromiss gefunden werden - sonst drohen automatisch flächendeckende Kürzungen.
Obama vom Einsatz seiner Wahlkampfhelfer zu Tränen gerührt
US-Präsident
Mit einem emotionalen Auftritt hat sich der neue, alte US-Präsident Barack Obama am Mittwoch bei seinen Wahlkampfhelfern in Chicago bedankt. Ein Video, das sein Team veröffentlichte, zeigt einen gerührten Obama, der sich Tränen aus dem Gesicht wischt. "Ich bin sehr stolz auf euch alle", sagt er.
Obamas Töchter - Behütet und beobachet durch die Pubertät
Obama
Damit Sasha und Malia nicht abheben, führt Mama Michelle ein strenges Regiment. Ihre Handy- und Computernutzung wird begrenzt, Tagesberichte sind Pflicht. Doch US-Medien rätseln, wie lange die pubertierenden Mädchen das noch mitmachen. Und Papa Obama fürchtet die Zeit, in der sie nicht mehr da sind.
Warum der weiße Mann in den USA an Macht verliert
US-Wahl
Die Wähler mit Wurzeln in Lateinamerika haben mit überwältigender Mehrheit für Obama gestimmt. Damit haben sie der republikanischen Partei die Versäumnisse in der Einwanderungspolitik aufgezeigt. Deren traditionelle Wählergruppe schrumpft. Bis 2050 wird sich die Gruppe der Zuwanderer verdoppeln.
Obama muss nach Wahl-Sieg den Versöhner geben
US-Wahl
Barack Obama reichte den Republikanern schon in der Stunde seines Sieges die Hand. Doch der geschlagene Gegner erwartet mehr als Gesten: echtes Entgegenkommen. Für Obama werden die nächsten vier Jahre ein echter Test seiner Führungs- und Vermittlungsfähigkeit.
Fotos und Videos
Knutschende Obamas
Bildgalerie
US-Präsident
Die Köpfe des Jahres
Bildgalerie
Jahresrückblick