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US-Wahl

Barack Obama gewinnt - Vier weitere Jahre für den Amtsinhaber

07.11.2012 | 05:17 Uhr
Nach einer anfänglichen Zitterpartie gewann Barack Obama insgesamt deutlich.

Washington.  US-Präsident Barack Obama ist wiedergewählt. Sein Herausforderer Romney konnte in wichtigen Wechselwähler-Staaten nicht punkten und hat seine Niederlage inzwischen eingestanden. Die Auszählung ist noch nicht abgeschlossen.

Es ist lange Zeit die erwartete Zitterpartie gewesen. Und dann kam das Ende doch abrupt. Bei der Präsidentschaftswahl in Amerika stand Amtsinhaber Barack Obama (51) bereits gegen 5.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit nach übereinstimmender Meinung von vier großen TV-Sendern als Sieger fest und kann für eine zweite Amtszeit planen , die mit der Amtseinführung am 20. Januar 2013 beginnt.

Kommentar
Obamas zweite Chance - von Dirk Hautkapp

Barack Obama hat die Wahl gewonnen, doch mit einigen Bauchschmerzen seitens der Wählerschaft. Er wird ich eine neue Strategie überlegen müssen, um Brücken zu bauen. Die Republikaner indes haben die Chance verpasst, sich in Richtung neuer gesellschaftlicher Mächte zu öffnen.

Obama hat demnach mehr als die erforderlichen 270 Stimmen im Wahlmänner-Gremium errungen . Der alte und neue Präsident bedankte sich über den Kurznachrichtendienst Twitter bei seinen Anhängern. „Das alles ist durch Euch passiert. Danke. Vier weitere Jahre.“ In Chicago, wo Obama über 10 000 Anhänger der Demokraten zusammengekommen waren, war der Jubel groß. Im Hauptquartier von Mitt Romney in Boston herrschte Entsetzen und Schweigen. Um sieben Uhr deutscher Zeit gestand Mitt Romney die Niederlage ein. Er bedankte sich bei seinen Unterstützern, Vizepräsidenten-Kandidat Paul Ryan ("Nach meiner Frau Ann die beste Entscheidung meines Lebens") und kündigte an, Barack Obama und dessen Familie in seine Gebete aufzunehmen.

So haben die Amerikaner gewählt

Gut sechs Stunden nach Beginn der Auszählung stand fest, dass Obama über die Hälfte der elf wichtigen Wechselwähler-Bundesstaaten (Swing States) gewonnen hat. Dagegen konnte sein Herausforderer Mitt Romney (65) bis dahin Zeit lediglich North Carolina als „Battleground“-State für sich erobern.

Obama sicherte sich die zuletzt heftig umworbenen Staaten Wisconsin (Heimatstaat von Vizepräsidenten-Kandidat Paul Ryan) , Michigan (Romneys Heimatstaat), Pennsylvania, New Hampshire, Iowa und Ohio. An allen Schauplätzen wollte der 65-jährige Multimillionär unbedingt punkten. In Pennsylvania macht er sogar noch am Wahltag morgens Wahlkampf. 

Video
Washington, 07.11.12: Barack Obama bekommt seine zweite Amtszeit als US-Präsident. Am Ende einer spannenden Wahlnacht setzte sich der erste Afroamerikaner an der Spitze der USA doch klar gegen seinen republikanischen Herausforderer Mitt Romney durch.

Ohio brachte die Entscheidung

Alle Augen richteten sich von Beginn an auf Florida (das zum Zeitpunkt dieses Berichts noch nicht ausgezählt war) und Ohio. In beiden Staaten hatte sich über Stunden an dem prophezeiten Kopf-an-Kopf-Rennen nichts geändert. CNN war der erste Sender, der um 5 Uhr 18 verkündete: "Obama holt Ohio."

Anhänger feiern Obama

Da in Florida wie Ohio die Abstände zwischen Obama und Romney äußerst knapp waren, wollten Experten Nachzählungen und ein juristisches Nachspiel noch nicht völlig ausschließen. Beides könnte die Bekanntgabe des Endergebnisses um Tage oder sogar mehrere Wochen verzögern.

Video
Obama hat es geschafft und die Wiederwahl zum US-Präsidenten erneut gewonnen. Was halten die Bürger im Ruhrgebiet von dem Wahlergebnis? Wir haben nachgefragt.

Zur Erinnerung: Vor zwölf Jahren war der Republikaner George W. Bush erst nach Wochen von Gerichten zum Sieger erklärt worden, weil Nachzählungen in Florida das Endergebnis verzögert hatten. 

Dirk Hautkapp


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