Das aktuelle Wetter NRW 13°C
NSU-Terror

NSU-Terrorist Uwe Mundlos offenbar noch nicht bestattet

07.11.2012 | 17:57 Uhr
NSU-Terrorist Uwe Mundlos offenbar noch nicht bestattet
Ein Jahr nach seinem Tod ist NSU-Terrorist Uwe Mundlos (Mitte) noch immer nicht bestattet.Foto: privat/dapd

Eisenach.  Weil keine Stadt sein Grab beheimaten will, ist NSU-Terrorist Uwe Mundlos einem Bericht zufolge ein Jahr nach seinem Tod noch immer nicht beigesetzt. Eisenach lehnte eine Anfrage zur Bestattung ab, um keine Pilgerstätte heraufzubeschwören. Die Urne werde an einem geheimen Ort aufbewahrt, heißt es.

Die eingeäscherten Überreste des NSU-Terroristen Uwe Mundlos sind ein Jahr nach seinem Suizid noch nicht beigesetzt worden. Die Urne werde an einem geheim gehaltenen Ort aufbewahrt, berichtete das MDR-Nachrichtenmagazin "exakt" am Mittwoch vorab und zitierte eine ehemalige Mitarbeiterin der Stadtverwaltung Eisenach, dem Sterbeort von Mundlos und Uwe Böhnhardt. "Eisenach hat eine Anfrage der Eltern zur Bestattung vor einem Jahr abgelehnt", sagte die Mitarbeiterin. Die Stadt wollte keine Pilgerstätte heraufbeschwören.

Laut "exakt" haben auch weitere Thüringer Orte eine Bestattung des Neonazis nicht zugelassen. In Jena, dem offiziellen Wohnort von Mundlos, hatte die Familie nach Angaben der Stadt nicht angefragt. Böhnhardt wurde allerdings Anfang des Jahres in Jena beigesetzt.

Am 4. November 2011 hatten sich Böhnhardt und Mundlos nach einem Banküberfall in Eisenach in einem Wohnmobil das Leben genommen. Sie werden für zehn Morde verantwortlich gemacht. (dapd)


Aus dem Ressort
Zeuge versetzt Gericht im NSU-Prozess - in Kneipe eingekehrt
NSU-Prozess
Mit einer skurrilen Begründung ist ein Zeuge im NSU-Prozess seiner Ladung vor Gericht nicht nachgekommen: Er sei zwar zunächst in einen Zug nach München gestiegen, habe dann aber "etwas trinken müssen" und sich eine Wirtschaft gesucht. Bundesanwalt Diemer will ihn jetzt zwangsweise vorführen lassen.
Warum Beate Zschäpe sich von ihren Verteidigern trennt
NSU-Prozess
Es hat etwas gedauert. Aber jetzt liegt das Schreiben von Beate Zschäpe vor, in dem sie den Wunsch nach einem Wechsel ihrer Anwälte begründet. Ihre Erklärung sei kurz, heißt es. Nun muss das Gericht entscheiden, wie es im NSU-Prozess weitergeht und ob Zschäpe tatsächlich neue Anwälte bekommt.
Unerwartete Wendung in NSU-Prozess - wird Zschäpe aussagen?
NSU-Prozess
Unerwartete Wendung im NSU-Prozess: Eigentlich sollte der Zeuge Brandt vernommen werden - aber dann entzieht Beate Zschäpe ihren Verteidigern das Vertrauen. Die Folgen für den Prozess sind unabsehbar. Während der Mittagspause hat die Angeklagte sich einem Polizisten aus dem Wachschutz anvertraut.
Siegener Anwalt – Zschäpes Aussage nicht von Bedeutung
NSU-Prozess
Der aus Siegen stammende Nebenkläger im NSU-Prozess, Dr. Mehmet Daimagüler, wünscht sich als ein Ergebnis des Verfahrens, dass Sicherheitsbehörden die Gefahr ernster nehmen, die durch rassistisch motivierte Organisationen besteht. Die Indizienkette belaste die Hauptangeklagte Beate Zschäpe schwer.
NSU-Terrorist soll ein Kind in Thüringen ermordet haben
Rechter Terror
1993 stirbt ein Neunjähriger in Thüringen. Uwe Böhnhardt gerät ins Visier der Fahnder. Verdächtigt wird auch ein Freund des Neonazi-Killers. Der Fall Bernd ist nur eine der ungeklärten Kindestötungen in den neuen Ländern aus der Nach-Einheits-Zeit. Und doch hat er besondere Brisanz.
Fotos und Videos
Bilder zum NSU-Prozess
Bildgalerie
NSU
Zweiter Tag des NSU-Prozess
Bildgalerie
NSU
Dortmund stellt sich quer
Video
Nazi-Demo
Rechtsextremer Terror
Bildgalerie
Mordserie