Das aktuelle Wetter NRW 14°C
Opel

Opel-Belegschaft verlangt vor Stützungsbeitrag Unternehmensplan

08.05.2012 | 13:19 Uhr
Opel-Belegschaft verlangt vor Stützungsbeitrag Unternehmensplan
Der Opel-Betriebsrat befürchtet, dass der Konzern die Astra-Produktion aus Rüsselsheim ganz abzieht. Foto: dapd

Rüsselsheim.  Die Opel-Mitarbeiter fordern von der Konzernmutter General Motors einen Unternehmensplan. Ansonsten sei man zu keinem Arbeitnehmerbeitrag für die Standortsicherung bereit. Der Betriebsrat befürchtet, dass der Konzern die Astra-Produktion aus Rüsselsheim ganz abzieht.

Gewerkschaft und Betriebsrat von Opel Rüsselsheim sind ohne ein Geschäftsmodell der Konzernmutter General Motors (GM) zu keinem Arbeitnehmerbeitrag für die Standortsicherung bereit. "Ohne einen Unternehmensplan für die Zeit nach 2015 läuft gar nichts", sagte am Dienstag IG-Metall-Bezirkschef Armin Schild der Nachrichtenagentur dapd am Rande einer Kundgebung in Rüsselsheim. Die hessische Belegschaft des Autobauers trat am Vormittag in einen Warnstreik, um ihren Forderungen im laufenden Tarifstreit Nachdruck zu verleihen.

Der Rüsselsheimer Betriebsrat habe dem Unternehmen angeboten, mit Verzicht auf Lohnbestandteilen in Höhe von 35 Millionen Euro die Produktionsumrüstung auf das neue Astra-Modell ab 2015 mitzufinanzieren, sagte Schild. Der Beitrag sei aber klar an die Bedingung geknüpft, dass nach der vereinbarten Produktionssicherung bis 2015 die Fertigung auf gleichem Niveau bleibe. "Uns fehlt aber noch jede Zusage", beklagte Schild. Der Betriebsrat befürchtet, dass der Konzern die Astra-Produktion aus Rüsselsheim ganz abzieht. (dapd)



Kommentare
Aus dem Ressort
Aus für Bochumer Opel-Werk bedroht Jobs bei Zulieferfirmen
Autoindustrie
Opel schließt die Autoproduktion in Bochum, VW will sparen – damit wächst der Druck auf die Autozuliefer-Betriebe. Beim US-Unternehmen Johnson Controls herrscht ohnehin Unruhe. Die Werke in Bochum, Wuppertal und Grefrath sind in Gefahr. Es geht um fast 1400 Arbeitsplätze.
Bochumer Betriebsrat wirft Opel Fehler bei Abfindungen vor
Opel
Rund drei Monate vor dem Aus der Autoproduktion im Bochumer Opel-Werk ist ein Streit um die Abfindungen für rund 800 Beschäftigte entbrannt. Betriebsratschef Rainer Einenkel warf dem Unternehmen fehlerhafte Berechnungen vor. Auch bei Daimler in Düsseldorf gibt es Unruhe.
Viele Opelaner aus Bochum noch ohne Anschluss-Job
Opel
In wenigen Monaten soll in Bochum der letzte Opel vom Band rollen – voraussichtlich am 12. Dezember. Bochums Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel schlägt Alarm. "2500 bis 3000 Beschäftigte sind derzeit noch ohne Perspektive", sagt er. "Es gibt schlicht keine Arbeitsplatzangebote."
Opel bringt 2015 günstigen Kleinwagen "Karl" auf den Markt
Opel
Kleiner als der Verkaufsschlager Corsa, und sogar kürzer als der Cityflitzer Adam soll er sein: Der Autobauer Opel bringt 2015 mit dem "Karl" einen neuen Kleinwagen auf den Markt. Dahinter steht die Hoffnung, mehr Menschen mit wenig Geld für die Marke zu gewinnen.
Arbeiter auf Jobsuche - Personalnot im Bochumer Opelwerk
Industrie
In vier Monaten schließt das Werk in Bochum - rund 50 Unternehmen bieten den Beschäftigten neue Jobs an. Das führt zu einer kuriosen Situation: Weil viele Opelaner arbeiten oder sich qualifizieren, müssen in der Auto-Produktion Zeitarbeiter aushelfen.
Fotos und Videos
Opelaner demonstrierten in Bochum
Bildgalerie
Werksschließung
Zwischen Bangen und Hoffen
Bildgalerie
Opel Bochum
Opel-Aus im Jahr 2016
Bildgalerie
Opel