Rummel um Jackson nervt viele Amerikaner
06.07.2009 | 07:57 Uhr 2009-07-06T07:57:00+0200
Los Angeles. Der Tod von Michael Jackson bestimmt immer noch die Nachrichtenlage in den USA. Allerdings geht der Rummel um den Popstar mittlerweile gut 60 Prozent der Amerikaner auf die Nerven. Jacksons ehemalige Nachbarn befürchten nun, dass die Neverland-Ranch zu einer Kultstätte werden könnte.
„Hebt euch die Tinte für Geschichten auf, die es verdienen.” Christopher Lancette aus Silver Spring bei Washington ist den endlosen Strom aus zügellosen Gerüchten, Halbwahrheiten und schmutzigen privaten Einzelheiten, die seit Michael Jacksons Tod in den US-Medien genüsslich ausgebreitet werden, derart leid, dass er seinem Lokalblatt einen bitterbösen Brief geschrieben hat. Michael Jackson auf allen Kanälen – jede neue, noch so banal anmutende Meldung wird auch elf Tage nach dem Tod des Superstars sensationell hochgepuscht.
60 Prozent sind genervt vom Rummel um den Popstar
Jackson macht Quote, obwohl inzwischen gut 60 Prozent der Amerikaner laut Umfragen Mister Lancettes Meinung teilen und sich zunehmend genervt fühlen. Doch auch die meisten von ihnen räumen wiederum ein, gebannt vor dem Fernseher zu hocken, wenn öffentlich in aller Breite spekuliert wird.
Nahm Jackson sich das Leben, starb er an einer versehentlichen Überdosis Medikamente? War Michaels Doktor ein Scharlatan? War er wirklich der leibliche Vater seiner drei Kinder? Erben sie Millionen oder nur einen Berg Schulden? Wer bekommt das Sorgerecht? Kommt es zur Schlammschlacht? Wo wird Michael beerdigt?
„Alle diese Experten, die vorgeben, alles zu wissen – woher, zum Teufel, kommen alle diese Leute?”, fragte recht barsch Ken Sunshine, ein erfahrener PR-Profi, den die Jackson-Familie angeheuert hat, angesichts der zahllosen angeblichen Jackson-Kenner, die sich auf Amerikas Bildschirmen tummeln.
Klatschbörse Internet
Noch einen Gang höher geschaltet haben die US-Medien im Vergleich zu dem Wirbel, den O.J. Simpsons Mordprozess seinerzeit ausgelöst hatte. Aber im Unterschied zu damals sind Lüge und Wahrheit noch schwerer zu trennen. Gerüchte, über die Klatschbörse Internet lanciert, verwandeln sich blitzschnell in angeblich harte Fakten, „selbst wenn nichts daran stimmt”, klagt Steve Tseckares, Produzent einer Nachrichtensendung im US-Kabelfernsehen. „Selbst den kuriosesten Behauptungen müssen wir nachjagen. Es könnte ja stimmen.”
Jacksons Fans wiederum, die den Tod ihres Idols betrauern und sich dabei auch ein Stück weit selbst clever mit in Szene setzen, glauben ohnehin nur ihre eigenen Wahrheiten. Hunderte harren noch immer vor der „Neverland”-Ranch zwei Autostunden von Los Angeles aus, gehen trotz aller gegenteiligen Beteuerungen davon aus, dass die Pop-Ikone doch demnächst auf einem Fleckchen des Riesengrundstücks zur letzten Ruhe gebettet wird.
Die 14-jährige Belen Morales etwa, die mit ihrem älteren Bruder und dessen Kumpel in einem alten Pickup-Kleinlaster von ihrem Heimatort Lincoln Heights bei Cincinnati fast das ganze Land von Ost nach West bis nach „Neverland” in einer Gewalttour durchquert hatte, glaubt fest daran, „dass sie ihn hierher bringen”. Dann will sie dabei sein.
Auch Jason Osborne (22) will noch möglichst lange vor den schwarzen Toren der Ranch und seinem Meer aus Teddybären, Blumen und schriftlichen Huldigungen ausharren, aus Respekt, wie er gegenüber einem Reporter der „Los Angeles Times” bekundete, aber auch aus pragmatischem Geschäftssinn. Für 15 Dollar verkauft Jason schnell bedruckte weiße T-Shirts mit der Aufschrift: „Ich machte meine Aufwartung in Neverland”. So manchen Anwohner in dem bislang so ruhigen Tal, das nur über eine schmale, kurvenreiche Route überhaupt erreichbar ist, plagt nun die Furcht, dass sich „Neverland” in einen Rummelplatz wie „Graceland”, die letzte Heimstatt Elvis Presleys in Memphis, verwandeln könnte.
Doch der Tross aus Fans, Neugierigen, Journalisten und Nachbarn vor den geschlossenen Toren der Ranch, die Jackson vor vier Jahren bereits verlassen hatte, wird sich bescheiden ausnehmen angesichts des Rummels, der auf Los Angeles zurollt. Nur ein paar tausend nach dem Zufallsprinzip ermittelte Auserwählte werden die Chance haben, die Trauerfeier am Dienstag hautnah in der Staples-Arena, wo Jackson zwei Tage vor seinem Tod noch für sein Londoner Comeback geprobt hatte, und über drei Großbildschirme im benachbarten Nokia-Theater zu verfolgen. Allen anderen rät die lokale Polizei recht nachdrücklich, zu Hause zu bleiben und Fernsehen zu gucken.
14:52
Also ich finde, selbst Wochen nach seinem Tod und der Beerdigung, das Thema nervig. Es stimmt schon, er wird als Jahundertkünstler betitelt, als Pop-Legende, aber warum? Was hat er so supertolles gemacht? Musik hat er gemacht, und zwar einh Lied das immer wieder neu gemixt wurde… Oder findet ihr dass die Lieder unterschiedlich sind? Der Text sagt immer das Gleiche aus und die Musik ist eh ein ständig UHU, AHA, IHI und Gestöhne. Ich finde das ist nichts weiter als Popmusik und die ist bekanntlich 0815, was pop ja alleine schon aussagt. Die Beerdigung mit dieser gezwungenen Heulorgie des Mädchen war lächerlich. Und jetzt das ständige “Michael Jackson fürs Handy” von der Assi-Fiurma Jamba oder das Michael Jackson Musical und was weiß ich noch alles für jahrzehnte alte “Hits” ganz plötzlich auftauchen und jetzt auf einmal noch ein neue (!!!) Album heraus kommt, neben den zig Best of Alben. Wer bei dem Hype mitmacht, gehört verprügelt. Und wenn man sich als Anti-Jackson-Fan outet, wird man wie ein Kinderschänder angeschaut. “WAAAAAS, du findest die Musik nicht toll, seinen Style, sein Eiergrapscher und die gtanzen Schönheits-OPs”… Du Nazi!!! Lächerlich. Für mich war Jacksen einfach nur ein, bis zm Ende der 80er florierender, abgewrackter, größenwahn sinniger (MAn denke an den Titel “Künstler des Jahrtausends) den er glaubte zu bekommen). Er hatte ganz ganz große, psychische Probleme, was die unnötigen und schlecht gemachten Schönheits-OPs beweisen. Er hat NICHTS getan, was andere nicht auch als Standard machen um gut da zu stehen. Außer seine ständigen “Niemand kümmert sich um uns”-Reden…, laaangweilig. Dreht im Knast ein Video mit den Zeilen “Niemand denkt/kümmert sich an/um uns” und erwartet noch dass mich die Message berührt??? Klar, habe echt Mitleid mit den Knastinsassen, sind sicher unschuldig, alle… Ne, dass er jetzt tot ist ist gut so. Nicht weil ich ihm das wünsche, nein. Er hätte nicht sterben müssen, ist mir egal. Aber jetzt ist das Thema endlich vom Tisch. So ist platz für den nächsten pseudo POP-GOTT. Madonna sieht schlimm aus, vielleicht ist sie die nächste…
15:58
hömma, bisse sicher, dat der tot is? oda iss dat ganze bremboruim nur en bisken reklame für seine näkste CD?
14:06
... komisch, dass aber so viele die Nachrichten trotzdem lesen und sich anschliessend noch genötigt fühlen einen Kommentar da zu lassen.
So lange Sie alle etwas zu dem Thema schreiben, wird es hier auch Berichte darüber geben ...
13:54
Möchte mal derne wissen,was die Menschen plötzlich an ihm so gefressen haben ?Wo war die denn vorher alle ?
13:46
MICH NERVT DER RUMMEL AUCH.Wir haben hier grosse Probleme,die unsere ganze Energie benoetigt.
Ich wuensche MJ den ewigen Frieden.
13:44
eigentlich erstaunlich....aber mich nervt das Gesumse um den, in meinen Augen, fertigen Typen auch!
12:56
Jetzt kann er keine Kinder mehr benutzen! Gut!
11:14
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10:52
Tipp:
Mal bei eBay nach Michael Jackson suchen und nach Preis sortieren.
10:47
Hupsi - jemandem zu nahe getreten? Keine Ahnung, was Bono den ganzen Tag so macht oder wer David Evans ist, die Intention der Gruppe und die doch eher positiv geprägte Medienpräsenz war mir nur gerade noch präsent. Ich habe mir übrigens die Mühe gemacht, Ihre Referenz zu überfliegen. Hängengeblieben bin ich bei diesem Satz
Die Früchte des Ruhms à la Hollywood machen auch Cindy und David Emminger zu schaffen. Seit ihr Nachbar Bob Dylan vor einigen Monaten eine Mobiltoilette für seine Bodyguards aufgestellt hat, kämpft das Ehepaar trotz Meeresbrise gegen üble Gerüche.
Entschuldigung, nur damit ich den Anschluß nicht verliere: es geht um ein Dixi-Klo von Bob Dylan in dem Artikel??
Nee, Sie haben da bestimmt eine hoch-gradig investigativ recherchierte Story aufgetan: ein Star, der viel Land kauft und baut - und damit seinen Nachbarn ärgert.
Die Story ist mindestens genauso gut wie die heutige Überschrift eines bildenen Boulevard-Blattes: Michael Jackson wird ohne Gehirn beerdigt.
Na das ist ja mal eine Knaller-Meldung und ich bin total überrascht. Ehrlich!