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Promis würdigen Jackson

23.06.2010 | 15:57 Uhr
"Ich kann nicht aufhören zu weinen", erklärte Madonna nach dem Tod von Michael Jackson auf der Website People.com geschockt. (Foto: ddp)
"Ich kann nicht aufhören zu weinen", erklärte Madonna nach dem Tod von Michael Jackson auf der Website People.com geschockt. (Foto: ddp)

Prominente trauern um den King of Pop - von Madonna bis Arnold Schwarzenegger.

Nach dem Tod von Michael Jackson äußern auch viele Prominente ihre Trauer. "Ich kann nicht aufhören zu weinen", erklärte Künstlerkollegin Madonna auf der Website People.com. Sie habe Michael Jackson immer bewundert, "er war einer der Größten. Mein Herz geht zu seinen drei Kindern und den anderen Mitgliedern seiner Familie, Gottes Segen!" Sie sei "sehr traurig und verwirrt, erfüllt mit allen möglichen Emotionen", meinte Jacksons Ex-Frau Lisa Marie Presley: "Ich bin untröstlich wegen seiner Kinder, die alles für ihn waren. Das ist ein so massiver Verlust in so vieler Hinsicht, mir fehlen die Worte." Auch Produzent Quincy Jonesfehlten agesichts der traurigen Nachricht die Worte.

Auch Venezuelas Staatschef trauert

Ex-Frau Lisa Marie Presley ist untröstlich. (c) AP

Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger erklärte, die Welt habe einen der einflussreichsten Persönlichkeiten in der Musikindustrie verloren: "Michael war ein Pop-Phänomen, das nie aufgehört hat, die Kreativität voranzutreiben. Auch wenn es ernste Fragen zu seinem persönlichen Leben gegeben hat, war Michael zweifellos ein großartiger Entertainer, und seine Popularität umspannt Generationen wie den Globus." Auch Rudy Clay, Bürgermeister von Gary, der Geburtsstadt der Pop-Legende äußerte sein Beileid: "Michael Jackson kam in Gary, Indiana, zur Welt, und unsere Herzen sind hier sehr, sehr schwer. Michael Jackson war der größte Entertainer der Welt, aber mehr als das war er sehr menschlich und eine großartige bescheidene Persönlichkeit. Der Verlust von Michael Jackson erfüllt die Herzen der Einwohner von Gary mit Tränen." Selbst der venezolanische Präsident Hugo Chávez sprach von einer "traurigen Nachricht".

"Er hat die Welt zum Moonwalk gebracht"

"Frieden für den King", wünschte Rapper LL Cool J: "Er war eines meiner Kindheitsidole. Ich grüße dich, King of Pop. Du hast die ganze Welt zum Moonwalk gebracht."  Hip-Hop-Unternehmer Russell Simmons meinte: "Michael Jackson war die größte Ikone und kultureller Held meiner Generation. Mutig, einzigartig und unglaublich talentiert. Er wird sehr vermisst werden." Ähnliches sagte Sängerin Dionne Warwick über den Tod ihres Freundes: "Wir haben eine Ikone unserer Branche verloren, und mein von Herzen kommendes Mitgefühl geht in dieser Stunde zu seiner Familie und seinen Kindern. Er wird in meiner Erinnerung weiterleben und ganz sicher in der Musik, die er mit so vielen geteilt hat."  Und auch Rapper Wyclef Jean trauerte: "Michael Jackson war mein musikalischer Gott. Er brachte mich zu der Überzeugung, dass alle Dinge möglich sind, durch echte und positive Musik. Ich liebe Michael Jackson. Gott segne ihn." Ebenso bestürzt ist Sänger Ricky Martin: "Ich bin sehr traurig. Niemand wird ihn ersetzen können. Aber ich weiß, dass das Licht, das er von der Bühne ausgestrahlt hat, uns allen weiterleuchten wird, die ihn als das gesehen haben, was er war und immer sein wird - ein großartiger Lehrer, reine musikalische Inspiration." Und Rapper Sean "Diddy" Combs sagte: "Michael Jackson zeigte mir, dass man den Beat wirklich sehen kann. Er hat die Musik zum Leben erweckt! Er hat mich dazu gebracht, an die Magie zu glauben."

Michaels Bruder Jermaine Jackson. (c) AFP

Jackson dominierte auch das Twitter-Rauschen - mehr Tweets pro Sekunde zu einem Thema gab es zuletzt bei der Wahl von Barack Obama im November 2008. «Wir haben mehr als doppelt so viel Tweets pro Sekunde erlebt, als die Nachricht rauskam und die Leute ihren Schmerz und ihre Erinnerungen teilen wollten», schrieb Twitter-Mitbegründer Biz Stone in einer E-Mail. Zu ihnen gehörten auch prominente Twitter-Nutzer wie Lindsay Lohan, Ashton Kutcher, John Mayer und Ryan Seacrest.

Jermaine Jackson sagte, ein ganzes Team von Ärzten habe länger als eine Stunde versucht, das Leben seines Bruders zu retten. Auch Michaels persönlicher Arzt habe sofort nach dessen Zusammenbruch bei sich zuhause Wiederbelebungsversuche begonnen. «Sie haben es nicht geschafft», sagte Jermaine Jackson, der auch Sprecher der Familie ist. Er bat, die Privatsphäre der Familie in dieser schweren Zeit zu respektieren.

Jackson hatte eine "unglaubliche symboliche Kraft"

Der Tod Michael Jacksons hat nach Ansicht des französischen Kulturministers Frédéric Mitterrand eine "unglaubliche symbolische Kraft". Er konfrontiere gerade junge Menschen mit der Zerbrechlichkeit des Lebens. "Es ist dieser Ruf des Schicksals, der viele Menschen betroffen macht, und Jugendliche sind dafür besonders sensibel", sagte Mitterrand am Freitag dem Radiosender RTL. Der Popstar habe sich mit Medikamenten und Operationen gegen das Schicksal gewehrt, "mit absolut schrecklichen Dingen". "Aber es gibt den Moment, wo das nicht weitergeht, und man stirbt."

Tommy Mottola, Ex-Chef von Jacksons ehemaliger Plattenfirma Sony Music, erinnert sich auch an die Verzweiflung der Pop-Ikone: "Michael hat ein qualvolles Leben geführt. Mit seinen Erfolgen kam all der Druck. Es ist fast schockierend, dass er es so lange ausgehalten hat." Kollegin Cher, denkt, "wenn ich an ihn denke, denke ich an diesen jungen Knaben, diesen Teenager, den ich zum ersten Mal getroffen habe. Er war ein großartiger Teenager, optimistisch und bezaubernd."  Auch Sängerin Whitney Houston ist "voller Trauer".

"Eine Inspiration fürs Leben"

Pop-Star Britney Spears trauert um ein Vorbild: "Ich war so aufgeregt, seine Show in London zu sehen. Er war während meines gesamten Lebens eine Inspiration und ich bin am Boden zerstört, dass er nicht mehr da ist!" Ähnliches sagt Neil Portnow, Präsident der Recording Academy, die Jackson 13 Grammys verliehen hat: "Selten hat die Welt ein Geschenk mit dem Ausmaß an Kunstfertigkeit, Talent und Vision erhalten, wie Michael Jackson. Er war eine wahrhaft musikalische Ikone." Er habe Barrieren durchbrochen,  meint Rapper Usher, "er hat Radioformate geändert! Durch Musik hat er es für Menschen wie Oprah Winfrey und Barack Obama möglich gemacht, die Welt des Mainstreams zu beeinflussen. Sein Erbe ist ohne Beispiel. Michael Jackson wird nie vergessen werden."  Auch Popstar Justin Timberlake findet: "Wir haben ein Genie verloren. Er war eine Inspiration für mehrere Generationen."

Choreographische Meisterleistungen

Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg trauert um einen großen Künstler. (c) AP

Auch Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat den Tod Michael Jacksons als «außerordentlich traurige Nachricht» bezeichnet. Er sei ein «großer Künstler» gewesen, der viele Impulse für die Popwelt gesetzt habe, sagte Guttenberg am Freitag in Berlin. Jackson werde dem Musikgeschäft sehr fehlen. Er habe ein tragisches Leben geführt, sagte Guttenberg. Er hoffe aber, «dass man nicht nur mit Blick auf die letzten Jahre mit seinem Tod umgeht».

Grünen-Chefin Claudia Roth erklärte, Jacksons Auftritte seien «choreographische Meisterleistungen» gewesen - «schrill, provokant, von unerhörter Intensität». «Sein Spiel mit Identitäten, die Veränderungen seines Aussehens, machten ihn zu einer Figur der Postmoderne, zu einer Ikone, die die Ausdrucksformen und den Tanzstil einer ganzen Generation prägte. Bei all seinen Erfolgen sei er rätselhaft und zerbrechlich gewesen, erklärte Roth. (afp/ap/ddp)

DerWesten

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