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Hausdurchsuchung

Michael Jacksons Arzt unter Totschlagsverdacht

24.07.2009 | 15:57 Uhr
Michael Jacksons Arzt unter Totschlagsverdacht

Los Angeles. Der Privatarzt des verstorbenen Michael Jackson steht nun doch unter Totschlagsverdacht. Gegen den Kardiologen Conrad Murray laufen entsprechende Ermittlungen, wie aus einem Hausdurchsuchungsbefehl hervorgeht.

Murray gilt als Schlüsselfigur bei den Ermittlungen über die Umstände von Jacksons Tod am 25. Juni. Er hatte sich in dessen Haus in Los Angeles aufgehalten und vergeblich versucht, den «King of Pop» wiederzubeleben. Jacksons Vater hat schwere Vorwürfe gegen den 51-Jährigen erhoben.

Ermittler beschlagnahmen verschiedene Medikamente

Michael Jacksons Arzt, Conrad Murray gilt für die Ermittler als Schlüsselfigur bei den Untersuchungen zur Todesursache des Popstars. Foto: ap

Offiziell war Murray bislang nicht als Verdächtiger bezeichnet worden. In dem von einem Gericht in Houston in Texas ausgestellten Hausdurchsuchungsbefehl werden die Ermittler nun ermächtigt, nach Beweisen zu suchen, ob der Mediziner einen Akt des Totschlags begangen haben könnte.

Die Polizei von Los Angeles und Mitarbeiter der US-Drogenbekämpfungsbehörde (DEA) durchsuchten bereits am Mittwoch Murrays Klinik nach Hinweisen auf eine etwaige fahrlässige Tötung. Zugleich forderten die Ermittler weitere Patienten-Unterlagen an, wie Murrays Anwalt bestätigte. Den Gerichtsunterlagen zufolge wurden in der Klinik unter anderem verschiedene Medikamente beschlagnahmt. Die Ermittler durchsuchten auf eine weitere gerichtliche Anordnung hin am Mittwoch außerdem ein von Murray angemietetes Lager nahe der Klinik in Houston, wie eine Sprecherin mitteilte. Murray hatte es demnach Anfang April angemietet, aber sich nie selbst dort aufgehalten.

Spekulationen über einen möglichen Arzneimittelmissbrauch

Nach Jacksons Tod wurde im Haus des Sängers das starke Sedativum Propofol gefunden, woraufhin es Spekulationen über einen möglichen Arzneimittelmissbrauch gab. Die Behörden haben Ermittlungen gegen mehrere Ärzte eingeleitet, um zu überprüfen, ob sie Jackson unangemessen mit verschreibungspflichtigen Medikamenten versorgt haben. Angaben zur Todesursache des «King of Pop» sollen frühestens kommende Woche vorliegen.

Ein Gericht in Los Angeles genehmigte unterdessen eine von Jacksons vorläufigem Nachlassverwalter beantragte Neuauflage von Jacksons Autobiografie «Moonwalk» in den USA, Kanada und Europa. Das erstmals 1988 veröffentlichte Buch soll auch in Deutschland in den Handel kommen. Es wird seit gut zehn Jahren nicht mehr gedruckt.

DerWesten

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Kommentare
24.07.2009
20:31
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von Beatrix.Gutmann | #1

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