Lisa Marie Presley: Jackson befürchtete frühen Tod
27.06.2009 | 08:47 Uhr 2009-06-27T08:47:00+0200
Los Angeles. Der Tod des Popstars Michael Jackson kam für viele Fans überraschend. Der Sänger selbst hatte allerdings befürchtet, früh zu sterben. Das berichtet seine Ex-Frau Lisa Marie Presley. Derweil werden immer mehr Einzelheiten über den Tod des Musikers bekannt.
US-Pop-Legende Michael Jackson hat nach den Worten seiner Ex-Frau Lisa Marie Presley in der Angst gelebt, er könnte wie ihr Vater Elvis Presley jung eines plötzlichen Todes sterben. «Ich fürchte, dass ich enden werde wie er», habe Michael vor Jahren in einem längeren Gespräch über das Leben zu ihr gesagt, schrieb Lisa Marie Presley am Freitag in einem Blog auf ihrer Seite des Online-Netzwerks MySpace.
Soweit sie sich erinnere, habe Jackson sie damals nach den Umständen des Todes von Elvis gefragt. Dann sei er mit einem Mal verstummt, habe sie angestarrt und dann mit einer fast ruhigen Gewissheit seine Befürchtung geäußert, schrieb Presley weiter. Elvis starb im Jahr 1977 im Alter von nur 42 Jahren.
Ihre anderthalbjährige Ehe mit Jackson sei keine Scheinbeziehung gewesen, versicherte die Tochter des «King of Rock'n'Roll». Presley räumte jedoch ein, dass es eine «ungewöhnliche Beziehung» gewesen sei, «wo zwei ungewöhnliche Menschen, die kein normales Leben lebten oder kannten, eine Verbindung entdeckten». Sie glaube fest daran, dass Jackson sie geliebt habe, «so sehr wie er jemanden lieben konnte». «Und ich habe ihn sehr geliebt.»
Jackson starb vermutlich nach Herzinfarkt
Michael Jackson ist nach Informationen der Nachrichtenagentur AP vermutlich nach einem Herzinfarkt gestorben. Anhaltspunkte für Fremdeinwirkung gebe es nicht, sagte am Freitag ein Sprecher der Gerichtsmedizin in Los Angeles, Craig Harvey. Der 50-Jährige habe noch nicht näher bestimmte Medikamente zu sich genommen. Für weitere Untersuchungen und ein endgültiges Ergebnis der Autopsie seien noch bis zu sechs Wochen erforderlich.
Aus der Umgebung des Pop-Stars verlautete am Freitag, Michael Jackson habe einen Herz-Infarkt erlitten. Sein Bruder Jermain Jackson hat von einem Herzstillstand gesprochen, der oft die Folge eines Infarkts ist. Zur Beantwortung der offenen Fragen zu den letzten Lebensstunden des Künstlers will die Polizei mit einem Herzmediziner sprechen, der am Donnerstag zum Haus Michael Jacksons in Los Angeles gerufen wurde. Die Polizei betonte, dass der Arzt nicht als Verdächtiger betrachtet werde.
Notruf veröffentlicht
Ein Anruf bei der Notrufzentrale von Los Angeles zeigte, dass die Situation in der Umgebung Jacksons als sehr ernst betrachtet wurde. Nach einem Transkript der Aufzeichnung des Gesprächs sagte der Anrufer: «Wir haben hier einen Herrn, der Hilfe braucht und nicht mehr atmet. Er atmet nicht, und wir versuchen, ihn mit Pumpen zu beatmen, aber er tut es nicht. Er tut es nicht.» Die Rettungssanitäter brachten Jackson in das UCLA Medical Center von Los Angeles, wo sein Tod festgestellt wurde.
Mehrere hundert Menschen zogen am Freitag zum Anwesen der Jackson-Familie nach Los Angeles. Die Trauernden legten Blumen und Textbotschaften nieder. Auch am Stern zu Ehren des Sängers auf dem Walk of Fame in Hollywood wurden Blumen niedergelegt. Der Tod Michael Jacksons löste eine heftige Nachfrage nach seinen CDs aus. Mehrere Plattengeschäfte teilten mit, alle Aufnahmen seien ausverkauft. Beim Online-Shop Amazon.com waren alle zehn Musikalben der Bestsellerliste am Freitag von Michael Jackson, angeführt von dem 1982 erschienenen Werk «Thriller». (ap/afp)
09:27
Nachtrag
hm da sind wieder Worte verschluckt, es soll Missbrauchsopfer heißen,
in Zeile 9und10
hab das Wort in Häkchen gesetzt, scheinbar frisst die der NRZ Fehlerteufel gleich mitsamt dem Wort
09:25
Danke an die NRZ für die tolle Beilage zu Michael Jackson.
Sehr umfangreich, mit kritischer Distanz aber dennoch auch Mitgefühl.
Eines wird aber egal wo man hinliest oder hört, ganz deutlich:
Michael Jackson hätte echte Freunde gebraucht, neben all den Bewunderern.
Denn echte Freunde sagen einem deutlich wenn man einen Weg einschlägt der nur ins Verderben führen kann.
Mir tut dieser Mensch einfach nur leid.Er hat nun hoffentlich das ,was er lebend nicht gefunden hat, Frieden.
Was nun noch folgt an Mythenbildung, er werden sich sicher auch noch , Echte oder Vermeintliche finden,.....
kann ihm selbst nichts anhaben.
Leider gibt es dort aber auch drei Kinder, die nicht dafür können von wem und in welche Verhältnisse sei hineingeboren wurden.
Es wäre zu wünschen das die leiblichen Mütter sie zu sich nehmen und sie in der Anonymität belassen, in der sie bislang zumindest leben konnten.
Bei so einem Vater aufzuwachsen ist schon Hypothek genug.
Nachdem was man von den Eltern Michael Jacksons erfahren konnte, wären die auch nicht besonders geeignet die Erzieherrolle zu übernehmen.
So oder so, menschlich ist das Ganze einfach
nur traurig.
Kunst kommt von Können sagt man immer,
Lebenskünstler war Michael eher nicht.
Ich wünsche ihm Frieden, dem Menschen Michael. Denn dort wo er nun ist, gilt zuerst der Mensch. Und zwar der wahre , echte Mensch.
LG Cornelia Tietze-Boeink