Das aktuelle Wetter NRW 12°C
Todesursache

Jacksons Leichnam war mit Injektionsstichen übersät

09.07.2009 | 21:49 Uhr
Jacksons Leichnam war mit Injektionsstichen übersät

Los Angeles. Medikamentensucht scheint eine wahrscheinliche Ursache für den Tod des "King of Pop". Jacksons Hautarzt beschimpfte seine Kollegen als "Kriminelle": Sie hatten dem Star schwere Beruhigungsmittel verschafft. Zudem verdichten sich die Gerüchte um Jackos Grabstätte.

Nach der bewegenden Trauerfeier für den unerwartet gestorbenen Michael Jackson konzentrieren sich die Ermittlungen zur Todesursache auf eine mögliche Medikamentensucht des Stars. Jacksons Dermatologe Arnold Klein bezeichnete am Mittwoch Kollegen als «Kriminelle», die dem Sänger offenbar schwere Beruhigungsmittel verschafften. Wann und wo der «King of Pop» beigesetzt werden sollte, war weiter unklar.

Fünf behandelnde Ärzte im Fokus

Jackson Dermatologe Dr. Arnold Klein kritisiert seine Kollegen als "Kriminelle". Sie hatten dem "King of Pop" schwere Beruhigungsmittel verschafft. Foto: AP

Die Ermittlungen zu Jacksons Todesursache konzentrierten sich Berichten zufolge auf fünf Ärzte, die den Sänger behandelt hatten. Eine zentrale Frage ist dabei, wer ihm das starke Beruhigungsmittel Diprivan verschaffte. Das auch als Betäubungsmittel bei Operationen benutzte Medikament war nach Jacksons plötzlichem Herzstillstand am 25. Juni in seiner Villa in Los Angeles gefunden worden. Jacksons Leibarzt Conrad Murray hatte nach dem Tod des 50-Jährigen Vorwürfe zurückgewiesen, er habe seinem Patienten das Medikament verabreicht.

Auch Jacksons Dermatologe Klein sagte in Interviews mit den TV-Sendern ABC und CNN, er habe dem Sänger «diesen Mist nie gegeben, über den jetzt alle reden». Es sei ihm aber bekannt gewesen, dass Jackson beispielsweise bei einer Tournee in Deutschland Diprivan genommen habe. Er habe es mit Hilfe eines Anästhesisten eingenommen, damit er nachts schlafen konnte. «Ich habe ihm gesagt, dass er völlig verrückt ist.» Kollegen, die dem ehemaligen «King of Pop» die starken Medikamente besorgt hätten, bezeichnete Klein als «Kriminelle». Er selbst sei bislang von niemandem befragt worden, auch nicht von der Polizei von Los Angeles, hob Klein hervor.

Hinweis auf regelmäßigen Medikamentenkonsum

In den Tagen vor seinem Tod sei ihm Jackson gesund erschienen, sagte der Hautarzt weiter. «Er war sehr glücklich und tanzte.» Er habe sich aber immer Sorgen um Jackson gemacht, wegen «anderer Ärzte». «Das Problem mit Michael war doch: Egal was er wollte, irgend jemand würde es ihm beschaffen.» Wie ABC und CNN unter Berufung auf Ermittlerkreise berichteten, war Jacksons Leichnam von Injektionsstichen bedeckt. Dies könne ein Hinweis auf einen «regelmäßigen intravenösen Medikamentenkonsum» sein, hieß es demnach. Eine offizielle Erklärung zur Todesursache soll aber erst nach Auswertung der toxikologischen Tests in etwa vier Wochen veröffentlicht werden. In Jacksons Totenschein ist keine Todesursache verzeichnet.

Nach der tränenreichen Trauerfeier für Jackson am Dienstag waren Ort und Termin der Beisetzung des Sängers weiter unklar. Weder die Polizei noch der Friedhof «Forest Lawn», der im Totenschein als vorübergehende Aufbahrungsstätte genannt wurde, wollten am Mittwoch Angaben über den Verbleib des goldenen Sargs mit Jacksons Leiche machen. Mehrere Medien berichteten, Jackson solle verbrannt und seine Asche über der «Neverland"-Ranch verstreut werden. Die «Los Angeles Times» meldete auf ihrer Website, Jacksons Leiche sei unter sicherem Verschluss. Eine endgültige Entscheidung über die Beisetzung sei noch nicht gefällt.

Die Trauerfeier für den Sänger im Staples Center von Los Angeles hatten am Dienstag hunderte Millionen Menschen weltweit an den Bildschirmen verfolgt. Nach Angaben der US-Mediengruppe Nielsen schalteten allein in den USA mehr als 31 Millionen Bürger ein. Mehr Zuschauer erreichten nur die Beisetzung des früheren US-Präsidenten Ronald Reagan (35 Millionen) und die der britischen Prinzessin Diana (33,2 Millionen). (AFP)

DerWesten

Facebook
 
Kommentare
09.07.2009
21:51
Jacksons Leichnam war mit Injektionsstichen übersät
von dasKollektiv | #11

wer die Nase sucht, sollte ebay im Auge behalten..

09.07.2009
21:46
Jacksons Leichnam war mit Injektionsstichen übersät
von dusted | #10

Ui, Witze über MJ´s Nase.
Wann war das lustig ... 1987?

09.07.2009
21:39
Jacksons Leichnam war mit Injektionsstichen übersät
von lisa_marie | #9

Elvis lebt!

09.07.2009
20:29
Blockierter Kommentar.
von rene.bogdanski | #8

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

09.07.2009
18:59
Jacksons Leichnam war mit Injektionsstichen übersät
von Roland2108 | #7

Gibt es nichts wichtigeres in der Welt?
Ich kann es langsam nicht mehr sehen und hören!!

09.07.2009
17:33
Jacksons Leichnam war mit Injektionsstichen übersät
von Dittsche | #6

Ich will aber die Nase haben.

09.07.2009
17:19
Jacksons Leichnam war mit Injektionsstichen übersät
von B. Schmitz | #5

Es reicht mit dem Medienrummel um Jackson. Gibt es eigentlich keine wichtigerenThemen über die geschrieben werden kann? Er hat sich doch selbst zugrunde gerichtet und wo er jetzt beerdigt wird oder nicht ist doch völlig unwichtig.

09.07.2009
16:20
Jacksons Leichnam war mit Injektionsstichen übersät
von Tante_Tilly | #4

Sind in der Nasenprothese auch Einstiche gefunden worden? Dabei könnte es sich um die Befestigungslöcher gehandelt haben.

09.07.2009
16:08
Blockierter Kommentar.
von Matthias.Kiesel | #3

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

09.07.2009
16:01
Jacksons Leichnam war mit Injektionsstichen übersät
von wayne? | #2

Ach was, der ist doch gar nicht tot...

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/427820/create

Aktuelle Fotos und Videos
Promis würdigen Jackson
Bildgalerie
Fotostrecke
Foto Text
Jacksons "This is it"
Bildgalerie
Kino
Der King of Pop lebt
Video
Flashmob
Text 10 Kommentare 10
Abschied von Jackson
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Kevin Delcroix rührt Jackson-Fans im Herzen
Haus Lennestein
Sie jubelten und weinten, als hätte der echte King of Pop ihr Herz berührt: Furios und mitreißend führte Kevin Delcroix am Freitag die Premiere seiner Show „We want you back“ im Haus Lennestein auf. Geboten wurde eine spektakuläre Bühnenshow mit Zauberei, Effekten und einem Hauptakteuer, der Michael...
Furioser Tribut an Michael Jackson
Haus Lennestein
Kevin Delcroix ist seit seiner Jugend Michael Jackson-Fan. Der Todestag des Popstars: „Ein furchtbarer Schreckmoment!“ Der Dortmunder lässt den King of Pop am Freitag, 9. September, wieder aufleben: Im Haus Lennestein widmet die Show-Agentur „Company of Thunderman“ dem Sänger und Tänzer einen ganzen...