Gigantische Trauerfeier für Michael Jackson
08.07.2009 | 09:03 Uhr 2009-07-08T09:03+0200Los Angeles/Berlin. Mit einer pompösen Trauerfeier ist in Los Angeles des verstorbenen „King of Pop“ gedacht worden. 20.000 Freunde und Fans nehmen im Staples Center Abschied von Michael Jackson. Der Ansturm fiel allerdings deutlich geringer aus als von der Polizei erwartet.
Abschied der Superlative: Mit einer pompösen Trauerfeier ist am Dienstag in Los Angeles des verstorbenen «King of Pop» Michael Jackson gedacht worden. Etwa 20.000 Freunde und Fans versammelten sich im Staples Center, Millionen Fernsehzuschauer in aller Welt verfolgten die Veranstaltung live. Nach mehreren Minuten des Schweigens und der stillen Andacht wurde Jacksons vergoldeter und mit einem großen Blumenbouquet geschmückte Sarg auf die Bühne gebracht.
Soulstar Smokey Robinson verlas zum Auftakt Würdigungen von Nelson Mandela und Diana Ross und anderen Freunden des Verstorbenen. Viele Künstler zollten Jackson mit einem Auftritt Tribut, darunter Mariah Carey, Lionel Richie, Stevie Wonder, John Mayer, Jennifer Hudson und Brooke Shields. Auf der Liste der geladenen Gäste standen auch Larry King, Dionne Warwick, Spike Lee, Usher, Kobe Bryant und Queen Latifah.
Der Ansturm der Fans in Los Angeles fiel offenbar deutlich geringer aus als von der Polizei erwartet. Der stellvertretende Polizeichef Sergio Diaz sagte, die Behörden seien von 250.000 oder mehr Besuchern ausgegangen. Neben Journalisten und Gästen mit Eintrittskarten für die Trauerfeier hätten sich aber nur etwa 1.000 Fans rund um das Staples Center versammelt.
Die Polizei hatte zuvor Besucher ohne Eintrittskarte aufgerufen, sich von der Arena fernzuhalten. Der Ort der Trauerfeier wurde großräumig abgeriegelt. Nur wer ein Ticket und das dazugehörige goldfarbene Armband am Handgelenk vorweisen konnte, erhielt Zutritt. Dutzende Straßenhändler verkauften Jackson-Souvenirs, wie T-Shirts, Buttons und Fotos.
"Du hast deinen Traum gelebt"
Den Gästen im Staples Center wurde ein goldenes Programmheft mit zahlreichen Fotos des Verstorbenen ausgehändigt. Jacksons Schwester La Toya erinnert sich in einem Beitrag an den Tag im Jahr 1980, an dem ihr Bruder die Grammy-Verleihung verfolgte und weinte, weil er nur einen der begehrten Preise gewonnen hatte. Er schwor ihr, mit seinem nächsten Album so viele Grammys einzuheimsen wie keiner vor ihm. «Ich werde der größte und bedeutendste Entertainer aller Zeiten sein», zitierte ihn seine Schwester und fügte hinzu: «Du hast deinen Traum gelebt, du hast uns allen bewiesen, dass man etwas erreichen kannst, wenn man daran glaubt. Du hast daran geglaubt und meine Güte, du hast es erreicht!»
Zwei Stunden vor der öffentlichen Trauerfeier kamen Familie und Freunde zu einer privaten Zeremonie auf einem Prominentenfriedhof in den Hollywood Hills zusammen. Für den Autokorso, der mit Polizeieskorte von Jacksons Elternhaus zum Forest Lawn Memorial Park fuhr, wurden mitten im morgendlichen Berufsverkehr mehrere Straßen kurzzeitig gesperrt. Nach der Zeremonie wurde der Sarg mit Jacksons Leichnam in einen Leichenwagen geladen und ins rund 15 Kilometer entfernte Staples Center gebracht.
Liz Taylor trauert lieber im Stillen
Jacksons Exfrau Debbie Rowe, die Mutter seiner beiden ältesten Kinder, nahm entgegen ursprünglicher Angaben nicht an der Trauerfeier teil. Auch Hollywood-Diva Elizabeth Taylor, eine langjährige enge Freundin des Verstorbenen, teilte mit, sie trauere lieber im Privaten. «Ich glaube einfach nicht, dass Michael wollte, dass ich meinen Schmerz mit Millionen anderen teile», schrieb sie auf Twitter. Ihre Gefühle seien keine öffentliche Angelegenheit. Die Trauerfeier im Staples Center bezeichnete sie als großes Tamtam.
Mehr als 1,6 Millionen Menschen hatten sich um die 17.500 Eintrittskarten beworben, die ihnen Zutritt zum Staples Center verschafften. Per Losentscheid wurden 8.750 Fans ausgewählt, die je zwei Tickets erhielten. Im Internet wurden die ursprünglich kostenlosen Eintrittskarten zu Preisen von mehreren tausend Dollar gehandelt, obwohl die Veranstalter versuchten, den Verkauf auf dem Schwarzmarkt zu unterbinden.
US-Präsident Barack Obama äußerte sich am Dienstag in Moskau zur Jacko-Mania. «Es gibt manche Leute in unserer Popkultur, die einfach die Fantasie der Leute anregen. Und im Tod werden sie sogar noch größer», sagte Obama dem Fernsehsender CBS. Genährt werde dies durch unersättliche Medien und eine Berichterstattung rund um die Uhr.
Tausende Fans trauern in Berlin
Mehrere tausend Fans haben sich in der Berliner O2-World-Arena von Pop-Ikone Michael Jackson verabschiedet. Auf acht Großbildschirmen verfolgten sie die live aus dem Staples Center in Los Angeles übertragene Trauerfeier für den King of Pop. Während sich einige Fans von den Rängen erhoben und die Auftritte von Stars wie Stevie Wonder und Mariah Carey bejubelten, kämpften andere in sich versunken mit den Tränen.
Erst am Montag hatte der Veranstalter entschieden, Fans die Möglichkeit zu geben, die Live-Übertragung der Trauerfeier in der Arena zu verfolgen. Am Montagabend hatte die Vergabe der insgesamt 10.000 kostenlosen Eintrittskarten begonnen. «Die ersten 1.000 Tickets gingen innerhalb von zwei Stunden weg», sagte die Pressesprecherin der Arena, Katharina Telschow.
Die restlichen 9.000 Tickets hatten Fans des King of Pop am Dienstagnachmittag ergattern können. Nachdem sich anfangs bis zu 200 Meter lange Warteschlangen gebildet hatten, ließ der Ansturm etwas nach. Am nahe gelegenen Ostbahnhof gab es einen Schwarzmarkt. (ap)
12:35
Natürlich war er einzigartig, klar hat er viel gespendet u.s.w. Aber man sollte auch an den bitteren Beigeschmack denken: Wenn ich an Michael Jackson denke, denke ich immer auch an die Anklagen gegen ihn.
So richtig bewiesen ist seine Unschuld doch nicht!
Jetzt sollte dann aber auch mal Schluss sein, schließlich hat die Welt nicht aufgehört sich zu drehen und sogar die Probleme sind die Alten!
11:25
An alle die hier über ARD und ZDF ablästern erstmal:
Es geht hier um Michael Jackson tod und nicht was die TV-Konzerne daraus machen.Das Fernsehen wird immer wieder und wieder auf solche Anlässe mit hohen einschaltquoten sich stürzen und sich auch konzentrieren, davon leben sie halt und natürlich von unseren Gebühren u.a.!Wem das ganze nicht passt, kleiner TIP von mir und Peter Lustig : So und jetzt den Kasten AUSSCHALTEN !!!
Einen einmaligen Pop künstler wie Michael Jackson werden wir so schnell nie wieder auf dieser Erde sehen.Daher hat mich sein Tod auch sehr bestürzt.
Trotzdem muss auch ich hier mal kritik üben:
Ich finde es unmöglich, wie jetzt der Künstler M.J. gnadenlos ausgeschlachtet wird, ob finanziell oder sogar sein körper.Null respekt nach seinem Tod!
Die trauerfeier ist natürlich ansichtssache!Ich sag mal typisch amerikanisch!Etwas weniger patos hätte es auch getan, daher teile ich auch die Meinung von Liz Taylor (langjährige Freundin von Michael) sich nicht Ihrer trauer öffentlich vor Millionen zu stellen, sondern lieber, wie M.J. es auch gewollt hätte im stillen für sich zu trauern.Die vielen Dollars die für die Trauerfeier ausgegeben wurden hätte M.J. lieber gespendet für hungernde kinder in Afrika und den Millionen Trauernden auf der Strasse hätte er zugerufen:
Hey trauert nicht um mich, sorgt Euch lieber für die Armut in der Welt, tut gutes für Eure Freunde, dem Nachbarn von nebenan u.v.m.! Wenn tausende Moonwalk tanzen können für mich oder millionen bei einer Love-Parade mit machen, können auch tausende eigentlich für den erhalt von Arbeitspätzen demonstrieren oder gegen den sozialen raubbau, vielen anderen ungerechtigkeiten in der Welt, im eigenem Land, NEIN sogar in der eigenen Stadt!?Na ja da scheint die Begeisterung und aktivität wohl doch auf seine grenzen zu stoßen was DIESE THEMEN betrifft !?! Leider!!!!
01:27
Ich möchte hier auch noch zu dem Live-Übertragungsabbruch der Trauerfeier für Michael Jackson durch ARD und ZDF Stellung nehmen:
Den Damen und Herren bei ARD und ZDF sei nicht nur einmal gesagt, wie menschlich geschmacklos und (chef)redakteurlich sowie journalistisch inkompetent ihre Arbeitsweise ist!
Denn um ihr konservatives und politisch korrektes Konservenfernsehen im Zeitplan zu halten, klicken sie sich aus der Live-Übertragung der Trauerfeier für Michael Jackson in Los Angeles aus! Das ist an Geschmacklosigkeit aber auch an Inkompetenz wirklich nicht zu überbieten!
Wir Zuschauer schalten also zukünftig am besten gar nicht mehr die öffentlich-rechtlichen Sender ein, denn dort wird sowieso nur das gezeigt, was verkappte Journalisten und korrupte sowie profilgeile Politiker, die in den Fernsehräten / -gremien dieser Sender sitzen, sehen wollen, aber nicht das, was die Menschen in dieser Republik, die ARD und ZDF mit über 7 Milliarden Euro pro Jahr finanzieren, sehen wollen. Und sie wollten die Trauerfeier von Michael Jackson, dem King of Pop sehen! So schalteten Sie eben zu N-TV, N24, Deluxe Music oder auch Euronews, um sich dort diese bewegende Trauerfeier des King of Pop live und in voller Länge sowie mit kompetenten, informativen jedoch auch einfühlsamen Korrespondentenkommentaren dieser Privatsender ansehen zu können.
Nicht nur dieser schlimme Fauxpas, nämlich der Live-Übertragungsabbruch der Trauerfeier im Hauptprogramm von ARD und ZDF, zeigt zum wiederholten Male leider auf, daß weder die ARD noch das ZDF fähig sind, anständiges, kompetentes aber auch bewegendes Fernsehen zu machen!
Es wird also höchste Zeit, daß ARD und ZDF inklusive der Wasserkopf-Behörde GEZ für immer in Deutschland zu Grabe getragen werden und gleich mit ihnen dazu die intransparenten politischen Seilschaften, die in beiden Sendern leider Gottes Ihr mediales Machthauptquartier seit Jahrzehnten finden!
Denn ein Fernsehen, daß durch die Zuschauer über Gebühren zwangsfinanziert werden muß, jedoch vor lauter Hochmut und Arroganz nicht annähernd es für nötig hält, weder moralisch höchste Ansprüche zu setzen (aus einer Live-Übertragung einer Trauerfeier klinkt man sich unter keinen Umständen aus!!!) noch kunden- / zuschauerorientiertes Programm zu machen, hat es nicht verdient, weiter betriebswirtschaftlich und organisatorisch am Leben gehalten zu werden!
01:22
Die Trauerfeier für Michael Jackson war mehr als angemessen und sehr bewegend!
Um so zu empfinden muß man kein enger Fan von Michael Jackson sein, sondern nur Wissen, daß Michael Jackson, wie kein anderer Mensch auf der Welt, wußte, die Menschen unabhängig von ihrer Religion, politischer Einstellung, Hautfarbe, Geschlecht usw. weltweit friedvoll zu vereinen!
Auch ich bin traurig, daß der King of Pop, Michael Jackson, tot ist! Jedoch bin ich mir sehr sicher, daß sein Lebenswerk, nämlich seine menschen- / völkerverbindende Musik sowie sein soziales Engagement für eine gerechtere Welt, uns allen unvergessen bleiben und somit in uns allen weiterleben wird!
19:23
Schön war sie, die Trauerfeier, würdevoll und angemessen.....garnicht wie befürchtet pompös und schrill...mag er als Mensch gewesen sein wie er will...wir wissen es sowieso nicht genau....wir waren nicht dabei als er noch lebte....aber zumindest bei seiner Trauerfeier...und da haben sich die Sender n-tv und n24 hervorgetan, indem sie bis zum Schluss blieben und übertrugen.....man geht ja auch bei einer Livetrauerfeier nicht vorzeitig.....nur unsere all-öffentliche ARD wie das ZDF mussten sich wegen anderer Wichtigkeiten wie Arztserien und dergleichen ausblenden...wie taktlos und wie unverschämt...Leute Leute....hier war ein Weltstar gestorben...schon bemerkt in Eurer Bräsigkeit??? Fehlende und gefühllose Moderation ...kein Wort über die Besonderheiten in den USA, wie in keinem anderen Land tiefe Frömmigkeit und Ergriffenheit durch Gospel auszudrücken...einach nichts.....Kein Wunder dass die privaten Sender mehr und mehr an Raum gewinnen...recht so. Abschied von einem der Grössten in der Musikgeschichte und einem 50-jährigen Kind, was nicht erwachsen werden wollte***
17:44
täglich sterben unzählige Menschen durch Gewalt, Kriege, Hunger, Krankheiten usw.
Aber um einen verstorbenen (gebleichten) Kinderschänder wird so ein hype gemacht. Unglaublich.
15:09
So, und nu muß auch mal gut sein. Jetzt ist er weg und N24, wie auch viele andere Sender pressen immer noch diese mittlerweile abketakelte Hype bis zum Erbrechen.
Also, Jacko tot, Klappe zu, und gut ist. Gehen wir über zu Kunst und Musik!
Gruß
11:50
@#68
Das kann ich nicht sagen, aber wenn ein Normalo sein Kind aus dem Fenster baumeln lassen würde, wäre man damit anders umgegangen
11:47
So einfach ist es, wenn Mami sich mit Kohle abspeisen lässt. Meine Mutter hätte sich nie im Leben damit zufrieden gegeben. Beim zweiten Fall wollte die Familie auch Geld, welches aber nicht gezahlt wurde. Nur deshalb kam es zum Prozess - den Ausgang kennt jeder.
Meinst du ernsthaft, wenn auch nur der gerinste Zweifel bestanden hätte, hätte man ihm 3 kleine Kinder gelassen?
11:46
Einer geht noch.....
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