Frauen machten „Ramba Zamba im Pfarrzentrum“
15.02.2010 | 11:34 Uhr 2010-02-15T11:34:00+0100
Heiligenhaus.Auch bei jahrhundertealten Traditionen kann es immer wieder etwas ganz Neues geben: Beim Karneval der kfd-Sisters hieß es jetzt „Ramba-Zamba“.
Frauen haben ja bekanntlich einen Hang dazu, sich den heimischen Schrank mit Kleidung so voll zu stopfen, dass gleich noch ein zweiter – am besten begehbar – her muss. Die Damen der kfd-Singers, die Heiligenhauser Karnevalsgruppe der Katholischen Frauengemeinschaft, kennen dieses Phänomen wohl nur zu gut. Bei der närrischen Veranstaltung „Ramba Zamba im Pfarrzentrum“ zogen sich die sieben Frauen so oft um, dass man meinen konnte, sie hätten für jeden Tag in der Session ein anderes Kostüm.
Mit flaschiger Mütze und Wattebausch besetztem Ganzkörperanzug stellten sie unter anderem eine Herde Schafe da, die stumm am Gras kauten. „Jetzt hab’ ich doch glatt den Namen des Sketches vergessen. Ach ‘ne Moment, ‘Das Schweigen der Lämmer’ heißt er“, witzelte Birgitt Gunzelmann, die im Teufelskostüm durchs Programm führte. „Es soll ein lockerer Abend werden. Zwischendurch gibt es Pausen. Wir wollen nicht durchhetzen“, erklärt Gunzelmann. Wie das beim Publikum ankommt, konnte sie vorher nicht wissen. „Wir lassen uns überraschen. Das ist das erste Mal Ramba Zamba. Eine echte Premiere.“
Jecken-Ansturm blieb aus
Wahrscheinlich war das auch der Grund dafür, dass ein Jecken-Ansturm aufs Pfarrzentrum St. Suitbertus ausblieb. „Es ist eine überschaubare Runde. Aber ich freu’ mich über jeden.“ Die drei leeren Tische fielen kaum auf – Stimmung machten die Anwesenden nämlich genug. Von vornherein wurde jeder Karnevalsklassiker mitgesungen und natürlich auch mitgetanzt. „Die Stimmung ist super. Gar nicht gekünstelt“, fand Toni Buschbell und schunkelte fröhlich weiter.
Obwohl die Frauen der kfd-Singers nur Laien seien, wie Birgitt Gunzelmann anmerkte, konnte sich das Programm sehen lassen. Sketche und Büttenreden hielten nämlich das, was das Motto versprach: „Ein Kessel Buntes“. Wild gemixt gab es mal Tanzeinlagen nach selbstkreierten Choreographien, Sketche á la Loriot und die klassischen Büttenreden durften auch nicht fehlen.
Die hausgemachten Beiträge kamen gut beim Publikum an und entlockten manch herzhaftes Lachen. Besonderer Hingucker waren die „Schrumpfköpfe“. „Das war wirklich fernsehreif“, lobte Toni Buschbell. Und dabei war der Trick hinter dem lustigen Schauspiel ganz leicht. Einfach Wackelaugen aufs Kinn kleben, dort wo normalerweise bei Männern ein Spitzbart wächst, einen Zylinder draufsetzen und sich Kopfüber auf Stühle legen. Noch den Rest des Kopfes abdecken und fertig ist eine herrlich kreative Showeinlage, die den Jecken Tränen in die Augen trieb. Alles in allem eine tolle Premiere von „Ramba Zamba im Pfarrzentrum“. Und vielleicht gibt’s dann im nächsten Jahr eine Fortsetzung.
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