Ohne Fleisch Mangelerscheinungen? Zehn Irrtümer über Vegetarier
03.04.2013 | 15:00 Uhr 2013-04-03T15:00:00+0200
Essen Kein Fleisch, keine Wurst, kein Fisch! Was kann man dann noch essen außer Beilagen und Salat? Die meisten Menschen haben ein ganz falsches Bild vom Vegetarismus. Der Ernährungswissenschaftler Dr. Detlef Pape klärt die größten Irrtümer zum Thema vegetarische Ernährung.
Braucht der Mensch überhaupt Fleisch? Ist eine vegetarische Ernährung besser für die Umwelt? Kann ich durch eine vegetarische Ernährung alle wichtigen Nährstoffe zu mir nehmen? Und macht eine vegetarische Ernährung überhaupt satt? Vielen ist der Vegetarismus fremd. Der Ernährungswissenschaftler Dr. med. Detlef Pape klärt Irrtümer auf, und gibt Antworten auf Fragen rund ums Thema.
Ist vegetarisches Essen grundsätzlich gesünder?
Das stimmt nicht in jedem Fall. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen leben Vegetarier zwar ein klein wenig länger. Und die „Nationale Verzehrs Studie“ hat ergeben, dass eine vegetarische Ernährungsweise gesünder ist als eine Fleischmischkost.
Die Idee, sich ganz ohne tierische Produkte zu ernähren, galt vor kurzer Zeit noch als so radikal wie eine Bank zu verstaatlichen. Doch die vegane Ernährung ist auf dem Vormarsch.
Das liegt nach Angaben von Dr. Pape daran, dass Fleisch zu viel gesättigte Fettsäuren enthält, die lagern sich bei einem übermäßigen Fleischverzehr in den Zellen ab, und führen so zu einer Insulinresistenz, einer Vorstufe der Zuckerkrankheit. Vegetarier haben dieses Problem nicht, sie nehmen hauptsächlich ungesättigte Fettsäuren zu sich.
Dennoch kann Vegetarismus in Verbindung mit einer zu einseitigen Ernährung zu Mangelerscheinungen führen.
Haben Vegetarier häufig Probleme mit Mangelerscheinungen?
Stimmt nicht! Normalerweise haben Vegetarier keine Probleme mit Mangelerscheinungen. „Allerdings hängt das vom Kenntnisstand des jeweiligen Vegetariers über seine Nahrungsmittel ab“, erklärt Detlef Pape. Für eine ausgewogene Ernährung sind zum Beispiel verschiedene Getreide notwendig. Wer auf vegetarisches Essen umsteigt, sollte sich also vorher gut über solche Grundsätze informieren.
Besonders Frauen die sich vegetarisch Ernähren, müssen während ihrer Periode darauf achten, dass sie zusätzlich Eisen und Zink zu sich nehmen. Denn obwohl Sonnenblumenkerne, Eier und Linsen viel davon enthalten, durch die Ballaststoffe diesen nicht richtig aufnehmen. Streng vegetarischen Frauen in den Wechseljahren empfiehlt der Ernährungswissenschaftler zusätzlich Vitamin D3 einzunehmen, um eine Osteoporose zu verhindern.
-
Seite 1: Ohne Fleisch Mangelerscheinungen? Zehn Irrtümer über Vegetarier -
Seite 2: Bleiben Vegetarier eher schlank? -
Seite 3: Vegetarische Ernährung in der Schwangerschaft? -
Seite 4: Ist vegetarisches Essen teurer?
|
|
1 | 2 | 3 | 4 |
08:52
Eisenhaltige Lebensmittel
sind ua
Petersilie
Prinzessbohnen
Mohn
Hirse
Knäckebrot
Weizenkleie
getr. Steinpilze
Hafer
getr. Aprikosen
gek. Linsen
Amaranth
in Vebindung mit Vit. C (etwas Zitronensaft in den Salat oder ein Glas O - Saft zum essen) kann der Körper das Eisen prima verwerten!
22:37
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
22:28
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
21:46
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
04:17
Wenn denn die Nährwerte, Mineralien, Vitamine des Gewächshaus Gemüses das auf Stahlwolle wächst und Roh also Unreif geernetet wird genauso hoch ist wie bei Bio Produkten die Zeit zum wachsen und reifen haben?
Zudem gibt es Evolutionsbedingt eine Blutgruppenabhängige Verträglichkeit für gewisse Lebensmittel.
Nicht jeder verträgt also Hülsenfrüchte und NICHT jeder Körper kann aus den unterschiedlichen Lebensmitteln die für ihn notwendigen Nährwerte gewinnen.
Zudem glaube ich das Gensoja und andere Genfrüchte nicht gesünder sind.
Cholesterinarme Ernährung sollte ja auch gesünder sein, Fruktose besser als "weißer" Zucker und Kaffee entwässert.
Auch Fruktose treibt die Cholesterinwerte nach oben. Also nicht die Wurst sondern der O-Saft ?
Warum gibt es dann Fleischfresser ( Tiere ) ? Wäre doch mal ein versuch wert die Körnerfraß umzustellen ;-)
Kühe vergiftet man ja auch schon mit Soja und Mais, EHEC läßt grüßen!
So lange die Bluwerte im grünen sind, wo ist das nächste Steak ;-
Fruktose verträgt zu dem bei weiten nicht jeder. Ich merke bereits kleinste Mengen Fruktoseüberschuß (rel. zum Glucosegehalt).
09:38
...lecka Sauerbraten mit Semmelknödeln und Rotkohl. Bei dem Gedanken ersauf ich glatt um eigenen Sabber !!
Aber das nur am Rande....
Diabetes
Herz-Kreislaufstörungen
Krebs
Aber das nur am Rande.....
21:27
Das hört sich ja eigentlich alles total klasse an. Wie mach ich das denn jetzt, wenn ich mich auch vegetarisch ernähren möchte? Muss ich wie ein Rind mein Essen hochwürgen und immer wieder erneut kauen? Besteht dabei die Gefahr, dass ich Blättermagen bekomme?
15:43
Entschuldigung,
aber so einfach, die sind die Intolleraten und wollen uns unsere Freiheit nehmen, so einfach ist das nicht!
Fleischesser nehmen nun mal viel negative Entwicklung für alle, insbesondere die Kinder in Kauf.
WEnn sie im Alter z.B. unter Altersdiabetis leiden, schon kommt die Allgemeinheit für die ärztliche Versorgung auf.
Das riesige Flächen Regenwald besonders für den Anbau von Tiernahrung gerodet wird, nimmt riesigen Einfluss auf die Klimaentwicklung.
Das Fleischesser gerne mit Anabolika etc vollgepumptes Aas verzehren führt dazu, dass unser Grundwasser verunreinigt wird, dass Viren und Bakterien resistenter gegen Medizin werden, ...
Und wer denkt darüber nach???
12:38
auch Pflanzen sind Lebewesen.Sie haben nur keine Augen und können keine Laute von sich geben.
Also umsteigen auf Autoreifen.
wird auch beim 100sten mal nicht besser
14:10
Das Problem ist, dass genau Ihre Argumentation für Vegetarier und Veganer nicht greift: Denn gerade weil wir der Tierwelt entwachsen sind, haben wir die freie Wahl, ob wir Fleisch essen. Wir müssen eben nicht alles machen, was die Natur vorgegeben hat. Und wenn mir mal ehrlich sind: Wer lebt denn noch so, wie die Natur es vorgegeben hat? Sie etwa? Wohl kaum. Bis auf den Mischköstler vielleicht.
Insgesamt verstehe ich in der gesamten Diskussion aber nicht, warum nicht ein bißchen mehr "Leben und leben lassen" Einzug hält.
Ich finde die missionarischen Vegetarier/Veganer exakt genauso schlimm, wie diejenigen, die Menschen mit ökologischem Bewusstsein stets als "Bessermenschen" oder "Körnerfresser" beschimpfen. Beide sind nämlich nicht intelligent genug, um anderen Menschen gegenüber Toleranz zu üben.
@DoNo-74
Volle Zustimmung! Beide Seiten sollten sich einander respektieren. Extremismus bringt da nichts für uns. Wenn ich mir die Vorredner anschaue, sehe ich weit mehr Hasser des Vegetarismus. Glücklicherweise überwieg aber der Verstand auf beiden Seiten.