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Hannelore Kraft über Geld für Forschung, das Handwerk und Staus

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Ministerpräsidentin Hannelore Kraft im Interview mit WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz. Foto: Thomas Goedde

Fließt genug Geld in die Forschung, um weltweit auf Dauer mithalten zu können?

Kraft: Das Ziel, bis 2015 drei Prozent des Bruttosozialprodukts in Forschung und Entwicklung zu investieren, ist noch nicht erreicht. Wirtschaft und Politik müssen noch mehr tun.

Wie wollen Sie mehr exzellente Forscher und Studenten für NRW gewinnen?

Kraft: In Exzellenzinitiativen bündeln wir wie in den USA einzelne Forschungsfelder. Das zieht auch ausländische Wissenschaftler an. An den Hochschulen werden häufiger Studiengänge in Englisch angeboten. Die deutsche Sprache war oft ein Hindernis.

Auch das Handwerk bietet neue Möglichkeiten, oder?

Kraft: Natürlich. Auch ein Elektromeister kann heute zum Studium an die Uni wechseln.

Eine funktionierende Infrastruktur ist für den Industriestandort NRW unverzichtbar. NRW ist das Stauland Nr.1. Was tun, Frau Kraft?

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Kraft: Es gibt nicht die eine Lösung gegen den Stau. Durch intelligente Verkehrsleitsysteme lassen sich Ströme besser steuern. Doch wir müssen an den Schnittstellen von Straße, Schiene, Wasserstraßen den Güterverkehr besser verteilen. Mich ärgert, dass rund 40 Prozent der Lkw-Fahrten Leerfahrten sind. Hier hat die Lkw-Maut aber schon ein Stück weit geholfen. Aber zu oft sitzen auch noch Autofahrer allein in ihrem Wagen.

Zum Abschluss noch einige persönliche Frage. Wie viel Freiheiten geben Sie Ihren Ministern?

Kraft: Ich setze auf Teamarbeit und umgebe mich mit Menschen, die anders denken als ich. Diese Bandbreite führt zu besseren Entscheidungen. Man braucht eine gute Mischung zwischen Dialog und Führung. Natürlich gibt es am Ende auch Situationen, wo ich sagen muss, wo es lang geht.

Kein Interesse an der SPD-Kanzlerkandidatur?

Kraft: Ich habe „nein“ gesagt und mein Wort gegeben. Mein Ziel ist es, in NRW kein Kind zurückzulassen. Dieser Aufgabe will ich mich voll widmen. Das kann ich nur auf Landessache in Zusammenarbeit mit den Kommunen. Wenn es uns gelingt, dass mehr junge Menschen eine bessere Ausbildung machen, hilft das dem Wirtschaftsstandort NRW, spart massiv soziale Reparaturkosten und entlastet so die öffentlichen Haushalte nachhaltig.

Ulrich Reitz, Wilfried Goebels

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Kommentare
13.08.2012
10:56
Hannelore Kraft will mehr Mädchen für Technik begeistern
von Funakoshi | #13

Ey Hanne, weisse wat? Is ja im Prinzip ne tofte Idee die ma wieda aufm Parkett kommt. Weisse, dat gab et schon inne 80er wie auch inne 90er Jahre, aba...
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Hannelore Kraft will mehr Mädchen für Technik begeistern
Hannelore Kraft will mehr Mädchen für Technik begeistern
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http://www.derwesten.de/thema/ideenpark/hannelore-kraft-will-mehr-maedchen-fuer-technik-begeistern-id6971764.html
2012-08-11 17:30
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