Germanwings-Kapitän hält bewegende Ansprache vor Flug

Ein Germanwings-Kapitän begrüßte vor dem Start jeden Passagier persönlich. Anschließend hielt er eine Ansprache. Davon erzählt eine Passagierin auf Facebook.
Ein Germanwings-Kapitän begrüßte vor dem Start jeden Passagier persönlich. Anschließend hielt er eine Ansprache. Davon erzählt eine Passagierin auf Facebook.
Foto: dpa
Eine Frau berichtet auf Facebook von einem Germanwings-Kapitän, der sich vor dem Start mit bewegenden Worten an die Passagiere wendete.

Essen.. Einige Piloten waren nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich verunsichert. Sie hatten ein mulmiges Gefühl, sahen sich nicht in der Lage, ein Flugzeug zu fliegen. Eine Frau berichtet auf Facebook von einer anderen Erfahrung. Sie erzählt von einem Germanwings-Kapitän, der sich mit bewegenden Worten an die Passagiere wendete.

Sie sei "mit gemischten Gefühlen" in das Flugzeug gestiegen, schreibt Britta Englisch. Doch dann habe der Kapitän nicht nur jeden Passagier persönlich begrüßt, sondern vor dem Start noch eine Ansprache gehalten.

"Nicht aus dem Cockpit, sondern sichtbar aus der Kabine. Darüber, wie ihn und die Crew das Unglück getroffen hat. Darüber, dass auch die Crew ein flaues Gefühl hat, aber alle freiwillig da sind. Und darüber, dass auch er Familie hat, dass die Crew Familie hat und dass er alles dafür tut, abends wieder bei Ihnen zu sein", schreibt sie.

Es sei völlig still gewesen. Dann aber habe der ganze Flieger applaudiert.

"Ein gutes Gefühl" beim Flug

Britta Englisch "möchte diesem Kapitän danken. Dafür dass er verstanden hat was alle dachten." Und dafür, dass der Pilot es geschafft habe, dass sie "ein gutes Gefühl" bei dem Flug hatte.

Ihr Facebook-Post hatte bis Freitagmittag über 280.000 "Likes" erhalten, wurde mehr als 15.000 Mal geteilt. Hinzu kamen mehr als 3200 Kommentare. Karina Elinger zollt dem Piloten "Respekt", das zeugt von Menschlichkeit", schreibt sie. Kevin Arps nennt ihn "ein großes Vorbild". Chris Rothe spricht dem Piloten sein "Hochachtung" aus. Jolanthe Pietrik schreibt, sie habe "Gänsehaut und Tränen in den Augen".

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