DSDS - Plappernde Quoten-Blondine bietet im DSDS-Recall Läster-Potenzial
06.01.2013 | 08:58 Uhr 2013-01-06T08:58:28+0100
Essen. Wer ist der alte Mann neben Dieter Bohlen in der DSDS-Jury? Ach, Bill Kaulitz! Das war die wohl einzige Überraschung, die es im ersten Casting von „Deutschland sucht den Superstar“ 2013 gab. Ansonsten spielt RTL in der zehnten DSDS-Staffel die alte Leier: ein paar Freaks, ein paar Talente, viele lauwarme Sprüche.
Zehn Jahre "Deutschland sucht den Superstar" ... hach … was war das alles spannend am Anfang. Diese ganzen hoffnungsvollen Gesangstalente, die Chance ihres Lebens, die Jury – noch so fair und unverbraucht, das Lampenfieber vor den Liveshows, das Daumendrücken für den Lieblingskandidaten … hach. Damals, 2002, hatte ich auch mein erstes Handy. Von Nokia. Mit dem Wechselcover und „Snake“ als einzigem Spiel, Sie erinnern sich? Dieses Handy war damals so beliebt wie heute das iPhone. Seitdem ist nicht nur die Mobilfunkindustrie moderner und sehr viel spannender geworden. Nur bei DSDS läuft noch immer die alte Leier, jahraus, jahrein. Eines hat sich RTL von meinem alten Nokia-Handy aber abgeguckt: Ein neues Aussehen zögert das Ablaufdatum hinaus. Manchmal zumindest.
Und so findet man in diesem Jahr beim ersten Casting neben Dieter Bohlen, den man scheinbar vor zehn Jahren an seinem Stuhl festgetackert hat, wieder einige neue Gesichter in der Jury: Mateo von Culcha Candela und die Tokio-Hotel-Zwillinge Bill und Tom Kaulitz. Die hat man in Deutschland längere Zeit nicht gesehen, weil sie in die USA ausgewandert sind. Ist vielleicht auch besser so, mag sich so mancher denken, der sich noch an die Teenie-Hysterie in den Sturm- und Drangzeiten von Tokio Hotel erinnert.
Dieter Bohlen wirkt neben dem ergrauten Bill Kaulitz jünger
Alle anderen fragen sich, wie stark die Sonne in Los Angeles scheinen muss, damit ein 23-Jähriger innerhalb von zwei Jahren das Aussehen eines Frührentners bekommt: Die graugefärbten Haare, der fleckige Dreitagebart, die Opa-Brille. Dagegen sieht sein Bruder Tom mit seinen geölten Dreadlocks richtig frisch aus. Und sogar Dieter Bohlen wirkt neben Bill gleich zehn Jahre jünger. Vielleicht war das ja auch das Ziel des Senders: Den „Poptitan“ mit einfacher Augenwischerei wieder so aussehen lassen wie in seinem allerersten DSDS-Casting .
Aber nicht nur in der Jury wurden vergessene Promis wieder aufgewärmt, auch die Gewinner und Teilnehmer der bisherigen neun Staffeln bekommen bei "Deutschland sucht den Superstar" eine letzte Chance, dem endgültigen Vergessen zu entrinnen. In der VIP-Lounge nehmen sie die Kandidaten in Empfang, die es in den Recall geschafft haben. So wie die ewig plappernde Talina (18), die mit ihrer ebenso blonden und aufgeregten Schwester Nadja, 23 („Wir lieben Fleisch!“), vor die Jury getreten ist. Auf die Frage von Dieter Bohlen, wer ihrer Einschätzung nach denn nun besser singen könnten sind sich beide einig: „Ich!“ Nadja, die Ältere, zieht den Kürzeren. Talina jedenfalls könnte in den Recalls noch für lustige Momente sorgen.
Ricardo aus Bochum soll bei DSDS sein "Leben verändern"
Wieder mit dabei ist auch Ricardo aus Bochum, der sich vor zwei Jahren bereits in die Recall-Shows von DSDS auf den Malediven gekämpft hat und dort dann lieber Spaß hatte als an seinen Sangeskünsten zu feilen. Jetzt sitzt er lieber ganz ernst und unterwürfig am Klavier und liefert eine eigene Version von Beyoncés „Sweet Dreams“ ab. Für so viel Selbstkritik wird er von Dieter Bohlen mit einem Recall-Zettel und einem Blick in die Zukunft belohnt: „DSDS kann dein Leben verändern.“ Puh!
Das Casting-Format "Deutschland sucht den Superstar" will 2013 mit neuer Jury durchstarten. Bill und Tom Kaulitz von "Tokio Hotel" sowie Mateo von "Culcha Candela" sitzen in der DSDS-Jury neben Dieter Bohlen. Neu ist bei RTL auch das Moderatoren-Duo Nazan Eckes und Raul Richter.
Wen man als treuer DSDS-Zuschauer noch im Auge behalten sollte, ist Gilbert, 17, den weder Kleidungsstil noch Körperform eindeutig als Mädchen oder Jungen auszeichnen. Seine Stimme sorgt bei der Jury aber für spitze Ohren und das Zücken des gelben Freifahrtscheins. Auch Susan Albers, mit 28 Jahren in der Castingshow-Welt bereits auf der Schwelle ins Altersheim, überzeugt mit ihrer perfekten Stimme und ihren Klavierkünsten. Vielleicht hat man in dieser ersten Casting-Show bereits den Superstar 2013 gesehen, der sich nächstes Jahr zu den erfolglosen Gewinnern in die VIP-Lounge gesellen darf.
10:20
Diese Sendung ist reine Körperverletzung.
Sie müßte verboten werden.Solchen Schrott auf Die Bühne zu stellen,
ist eine Beleidigung der Sehnerven.
09:04
Ich will ja nicht immer wieder meckern, aber kann man die Berichterstattung über derart unwichtige, nutzlose und die Intelligenz unserer ganzen Spezies beleidigende TV-Events nicht einfach mal der Yellowpress überlassen?
Wow, Dieter Bohlen wirkt jung neben Kaulitz? Ich hätte jetzt gedacht, dass er vielleicht einen Tick weniger dumm-chauvinistisch wirkt, wenn überhaupt....
Und Ricardo soll sein Leben verändern? Jau, soll er mal machen, Ausbildung, Studium, wasauchimmer, aber die Finger von Bohlen und Co. lassen. Vielleicht hat der Ärmste ja Glück und scheidet früh aus, immerhin wird er dann nicht von Bohlen als Billigpop-Hupfdohle verheizt und hat vielleicht noch eine Chance, irgendwann als Musiker anerkannt zu werden....
22:57
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
15:43
Die größten Freaks sitzen bei dieser Sendung schon seit Jahren in der Jury.
14:06
Dämnächst steht Bohlen vor dem Kreissaal uns holt sich Jurymitglieder mit der gewissen Musikerfahrung eines Kindergeschreis
13:21
Sie bringen es auf den Punkt, Frau Mester. Sendung doof, Jury doof, Kandidaten doof. Eigentlich alles doof. Grund genug also, uns auch in diesem Jahr mindestens dreimal wöchentlich einen journalistischen Qualitäts-Artikel zu diesem Thema zu bringen. In epischer Breite, versteht sich. Irgendwie muss die Seite schliesslich voll werden.
11:26
Nach dem "Genuß" dieses Artikels muss ich feststellen:
Die Niederungen des Fernsehprogramms spöttisch zu kommentieren, ist mittlerweile so alt, abgegriffen und langweilig wie die Sendungen selbst.