Dschungelcamp, Tag 2 - und schon sind alle gegen Georgina

Helmut Berger musste auf Rat von Dschungelcamp-Arzt "Dr. Bob" schon am zweiten Tag vor der australischen Hitze kapitulieren.
Helmut Berger musste auf Rat von Dschungelcamp-Arzt "Dr. Bob" schon am zweiten Tag vor der australischen Hitze kapitulieren.
Foto: RTL/Stefan Menne
Was wir bereits wissen
Ein Weltstar tritt ab: Helmut Berger muss das Dschungelcamp schon am zweiten Tag aufgrund der australischen Hitzewelle verlassen. Er hinterlässt große Fußstapfen, die vermutlich nur eine Kandidatin füllen kann: die Bachelor-Ausschussware Georgina.

Essen.. Es ist vorbei. Eine der bedeutendsten Epochen der deutschen TV-Geschichte hat ein jähes Ende gefunden: Helmut Berger musste das RTL-Dschungelcamp verlassen, die Hitzewelle in Australien forderte ihren Tribut. Dabei hatten ihm seine Mitkandidaten versichert, wie gut er mittlerweile aussehe, so ganz fernab der nicht immer zuträglichen Verlockungen des Jetset-Lebens.

Immerhin war Berger doch mehr als einen ganzen Tag im Camp, mithin ein längerer Zeitraum als die Karrieren von manchem Dschungelcamp-Teilnehmer. In der Betty Ford Clinic halten es die meisten auch nicht länger aus. Dabei wollte der Österreicher das Camp unter keinen Umständen verlassen (ähnlich wie die Türken früher Wien), doch er fügte sich letztendlich seinem Schicksal, auf dringliches Insistieren von Dr. Bob. In dem Zusammenhang sei die Frage erlaubt, ob die Dissertation von Dr. Bob inzwischen auch bereits mal näher durchleuchtet wurde.

Aber der Powersender RTL denkt natürlich „The Show must go on“, nach dem Berger ist beim Dschungelcamp 2013 vor dem nächsten Weltstar. Somit hatten die Kölner selbstverständlich ein Ass im Ärmel: Klaus Baumgart, der „dicke Klaus“ von Klaus & Klaus (die Klaus-Redundanz in diesem Satz bitte ich zu entschuldigen). Die unvermeidliche „An der Nordseeküste“-Karaokeeinlage soll aber nicht über die Spannungen im Camp wegtäuschen: Man wird das Gefühl nicht los, dass sich alle Teilnehmer gegen Georgina verschworen haben.

Zweitschwerste Dschungelprüfung aller Zeiten für Georgina

Dschungelcamp Die ehemalige Bachelor-Gespielin musste zur Prüfung „Dschungel-Kloake“ antreten. Es war zwar nicht die „schwerste Prüfung aller Zeiten und aller, die da noch kommen werden“ (diese Ehre gebührt immer noch Sarah Knappik), aber viel hat nicht gefehlt. Georgina musste durch Rohre kriechen und in ein Becken steigen, das mit (sensible Gemüter springen jetzt bitte direkt zum nächsten Absatz) „trübem Wasser“ gefüllt war. Und die Sadisten von RTL hatten nichts Besseres zu tun, als das Becken während der Prüfung noch weiter mit Wasser zu füllen. Nach vier schier unmenschlichen Minuten tat die tapfere Georgina das einzig Richtige: Sie verließ die Todesfalle und opferte dadurch die beiden bislang erspielten Sterne.

Dschungelcamp Somit gab es für die Dschungelcamp-Teilnehmer kein Essen, aber wie analysierte Georgina in ihrer scharfsinnigen Art: „Die Fiona kotzt das Essen sowieso wieder aus, da ist das dann auch nicht so schlimm.“ Doch für vernünftige Argumente sind Georginas Mitkandidaten nicht wirklich zugänglich: „Kann ich nicht, gibt es nicht“, ätzte Silva Gonzalez. Wenn man bedenkt, was die Teilnehmer so alles nicht können (singen, schauspielern, Karstadt erfolgreich erpressen, Geld bei sich behalten) eine zumindest gewagte These.

Joey Heindle: Fünfter bei DSDS, letzter bei „Der klügste Deutsche“

Gewagt sind auch manche der Hirnleistungen, die Joey Heindle von sich gibt. „Ich bin auch nur ein Mensch“, zeigt sich der 19-Jährige verletzlich, um dann nahezu philosophisch fortzufahren: „Kümmert es Euch, wie es uns geht, auch mentalisch?“ Was viele nicht wissen: Joey hat nicht nur den fünften Platz bei DSDS gemacht, sondern auch den letzten Platz bei „Der klügste Deutsche“.

Er setzte sich dabei in einem Fotofinish gegen Georgina durch, die ihre "mentalischen" Fähigkeiten ebenfalls unter Beweis stellen durfte. Völlig entkräftet nach der zweitschwersten Dschungelprüfung aller Zeiten wollte sie eine Zigarette haben. Sie hatte zwar vor der Sendung gesagt, sie sei Nichtraucherin, aber drastische Zeiten erfordern drastische Maßnahmen. Also gründete sie „Occupy Dschungel-Telefon“ und drohte, das Häuschen nicht zu verlassen, bis ihre Forderungen erfüllt werden. Nach erneuten vier unmenschlichen Minuten gab sie ihren Ghandi-haften passiven Widerstand auf, mit den Worten „Okay, dann gehe ich jetzt“. Man muss ihre Konsequenz bewundern.

Das scheinen sich auch die Zuschauer von "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" zu denken, die Georgina erneut in die Dschungelprüfung wählten. In der Dschungel-S-Bahn tritt sie gemeinsam mit Silva Gonzalez an, getreu dem Motto „kann ich nicht, gibt es nicht“. Oder vielleicht doch.