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Dschungelcamp

Im Dschungelcamp wird es um jammernde Fiona Erdmann eisig - Patrick Nuo ist raus

25.01.2013 | 06:34 Uhr
Fiona Erdmann jammerte im Dschungelcamp über das "eiskalte", 20 Grad warme Wasser bei der Dschungelprüfung.Foto: RTL

Essen.   Das RTL-Dschungelcamp muss ohne Patrick Nuo auskommen: Der Frauenschwarm und Experte für Unterleibs-Unterhaltung muss das Dschungelcamp verlassen. Fiona Erdmann darf hingegen bleiben und überzeugte Zuschauer und ihre Mitkandidaten gleichermaßen mit ihrem herausragenden Schauspieltalent. Joey Heindle machte sich unterdessen mit seiner weiblichen Seite vertraut.

Tag eins, nachdem aus dem Georgina-Camp wieder das Dschungelcamp wurde. Die 22-Jährige hat eine schmerzhafte Lücke hinterlassen, die nur schwerlich zu füllen ist. Ausgerechnet ihre ärgste Konkurrentin wirft als erste ihren Hut in den Ring. Fiona Erdmann versuchte, Georginas natürliche Affektiertheit möglichst gut nachzustellen – mit einem äußerst bescheidenden Ergebnis.

Erst zog sie sich an einem lauwarmen Topf scheinbar Verbrennungen dritten Grades zu, später jammerte sie über das eiskalte Wasser in dem 20 Grad warmen Teich. Selbst Claudelle Deckert – Fionas beste Camp-Freundin und Soap-Darstellerin – wunderte sich arg über die Erdmann’schen Einlagen, dabei ist sie dank „Unter Uns “ ja abgehärtet, was schlechte Schauspielkunst angeht.

Dschungelcamp-"Avon-Beraterin" Olivia Jones fällt über Joey Heindle her

Joey Heindle mutiert im Dschungelcamp zur "Drag Queen".Foto: RTL

Schlechte Schauspielkunst darf auch Patrick Nuo wieder erleben, denn er wurde von den RTL-Zuschauern aus dem Camp gewählt und kann sich wieder seinen Hobbies zuwenden. Angeblich hat YouPorn noch in der Sekunde seiner Demission zwei neue Server bestellt, um des zu erwartenden Lastanstiegs Herr zu werden.

Dame werden war hingegen das Motto von Joey Heindle . Der Dschungelcamp-Einstein  ist des täglichen Grübelns über die Heisenbergsche Unschärferelation überdrüssig und wandte sich somit weniger komplexen Aufgaben zu. So ließ er seinen Worten vom Vortag Taten folgen und bat Olivia Jones , ihn ebenfalls ganz dezent zu schminken.

Der/die große Hamburger_In machte sich über den 19-Jährigen her „wie eine Avon-Beraterin“ (ein sehr honoriger Berufsstand übrigens), sodass Heindle anschließend aussah wie eine Mischung aus Kim „Gloss“ Debkowski und Daniela Katzenberger.

Fiona Erdmann und Claudelle Deckert bei der Dschungelprüfung

Dieses Duo hätte wohl bei der Dschungelprüfung ähnlich brilliert, wie es Fiona Erdmann und Claudelle Deckert taten. Letztere ist dabei von der Kritik auszunehmen, und das nicht nur, weil man einem Geburtstagskind gegenüber höflich sein sollte. Das mittelmäßige Abschneiden im Dschungelcamp war eher den – nennen wir sie überschaubaren – Kenntnissen der ehemaligen Topmodel-Kandidatin Erdmann im Bereich Pop-Kultur zu verdanken.

Die Frage „Aus welchem Land stammt die Familie von Al Pacino ?“ mit den Worten „Der Pate, Mafia, also vermutlich Kolumbien“ zu beantworten, zeugt wahrlich von innovativem Denken. Jede falsche Antwort brachte ihr ein Bad in einer Fischabfälle-Insekten-Glibber-Masse ein, was sie aber augenscheinlich weniger schlimm fand als die anschließende Reinigung in dem bereits erwähnten Teich. Australien im Sommer ist ja auch bekannt für seine arktischen Temperaturen.

Extra-Portion Dschungelcamp am Freitag

Dschungelcamp 2013
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Frostig dürfte auch das Dschungelcamp-Klima am Freitag werden, denn in der vorletzten Folge von „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ geht es für die verbliebenen Kandidaten natürlich um alles. Um im Finale dabei zu sein, werden eventuell vorhandene Skrupel erfahrungsgemäß ausgeblendet. Vollkommen zurecht, sieht man doch an illustren Beispielen wie Costa Cordalis und Peer Kusmagk , welch einen beflügelnden Effekt der Titel des Dschungelkönigs/der Dschungelkönigin auf die Karriere haben kann.

Dementsprechend räumt RTL der Sendung auch eine Stunde mehr Sendeplatz ein, sodass auch tiefer auf die ergreifenden Einzelschicksale der übrig gebliebenen Campisten eingegangen werden kann. Olivia Jones‘ Befürchtung, das Dschungelcamp würde gar nicht mehr übertragen, höchstens in einer Zusammenfassung bei „Punkt 12“, ist leider so falsch wie ihre Wimpern.

Joey Heindle ist Dschungelkönig

James Brunt



Kommentare
25.01.2013
16:19
@Eduard79, urmel123
von Ondramon | #5

1. Zunächst ist festzuhalten, daß das Dschungelcamp kein Unterschichten-TV ist. Die hohe Einschaltquote zeigt, daß es sich nicht um einzelne verwirrte Individuen handelt, sondern um eine große Zuschauerschaft quer durch die ganze Gesellschaft.

2. Im Artikel führt der Autor eine Studie Ernst Blochs an, der Ende der 20er Jahre ähnliche Beobachtungen gemacht hat: eine Gesellschaft der Mitte, die nach unten durchtritt, währen sie selbst im Sumpf versinkt; "Brot und Spiele" zur Kompensation der Unausweichlichkeit der krisenhaften Lage. Eine verrohende Gesellschaft gepaart mit einer völlig indifferenten Politik, die ihre "alternativlose" Gesetzgebung der Gesellschaft aufdrückt, ergibt in der Summe einen autoritären Staat. Politologen haben dafür einen Begriff: Faschismus.

Bitte lesen Sie den Artikel; er ist wirklich interessant. Es ist natürlich schwer zu akzeptieren, sich darin wiederzufinden. Der eine wird sich so seine Gedanken machen, der andere halt nicht.

25.01.2013
14:35
Im Dschungelcamp wird es um jammernde Fiona Erdmann eisig - Patrick Nuo ist raus
von urmel123 | #4

@Ondramon

Die Aussage des Zitats mag auf den zitierten und möglicherweise noch einige andere zutreffen, aber bestimmt nicht pauschal auf alle Zuschauer.
Ich persönlich schaue mir das ganze diesmal zum ersten mal komplett an - einfach, weil ich zufällig in die erste Sendung reingeschaltet habe und an den folgenden Abenden nichts besseres zu tun hatte - und dann fand ich es so unterhaltsam, dass ich beschlossen habe, den Rest auch noch zu schauen.
ABER: ich schaue mir das seit dem 3. Tag zeitversetzt an und neben der Werbung überspringe ich auch die ganzen teils dämlichen, teils ekligen Dschungelprüfungen.
Ich finde die zwischenmenschlichen Aspekte viel interessanter. Das dumme Geschwätz, das Gezicke, das Sozialverhalten der einzelnen Teilnehmer. Amüsant wird es durch die witzige Aufbereitung der Produktion. Zeitverschwendung ist es allemal, aber wenn ich einen Spielfilm schaue, hab ich in der Zeit auch nichts produktives gemacht...

25.01.2013
13:01
@Ondramon
von Eduard79 | #3

Alle Dschungelcamp-Teilnehmer sind letzten Endes freiwillig dort und - wie viele zugeben - hauptsächlich wegen der Bezahlung und der Hoffnung auf Medienpräsenz.

Wenn es also alles Menschen sind, die für Geld all das machen, dann ist das vielleicht Kapitalismus, aber gewiss kein Faschismus.

Darüber hinaus ist es doch sehr gewagt, anhand einer Fernsehsendung die "Mitte" der Gesellschaft zu beurteilen. Wer die Sendung guckt, hat faschistoide Züge - oder wie dürfen wir das nun verstehen!?

In diesen Tagen das Dschungelcamp zu kritisieren, ist für mich jedenfalls ein Ausdruck für das anschwellende Bedürfnis in der Mitte der Gesellschaft, möglichst viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, um das eigene Ego zu streicheln. Die, die im Dschungel sitzen, sind aber wenigstens so ehrlich, das zuzugeben - ganz im Gegensatz zu den ganzen dahergelaufenen Kritikern, deren Meinung sonst niemand interessiert.

25.01.2013
11:04
Das Dschungelcamp macht Joey Heindle zur Drag Queen
von SimonvonUtrecht | #2

Auf der Nordsee ist ein Waldbrand !

25.01.2013
09:59
Joey Heindle wird im Dschungelcamp zur Drag Queen
von Ondramon | #1

So amüsant James Brunts Artikel auch sein mögen - es gibt sie, die dunkle Seite des Dschungelcamps; es ist das Spiegelbild der modern-faschistischen Gesellschaft in der breiten Masse der "Mitte".

"Das Dschungelcamp ist deshalb so erfolgreich, weil es bestimmte Bedürfnisse bei einem immer breiter werdenden Publikum befriedigt, die zuvor in solch einer Intensität nicht präsent waren. Es ist gewissermaßen ein Produkt der "Mitte", in der sich immer stärker die Wünsche regen, andere Menschen erniedrigt, gequält, unterworfen und ausgebeutet zu sehen. Der Erfolg des Dschungelcamps verweist somit auf ein sich immer stärker aufstauendes autoritäres Potenzial in der Bevölkerung. Ohne das krisenbedingt anschwellende Bedürfnis, Menschen im Dreck kriechen zu sehen, wäre das Dschungelcamp eine Marginalie der Fernsehgeschichte geblieben."

Telepolis
Bloch vs. Dschungelcamp
Tomasz Konicz 24.01.2013
http://www.heise.de/tp/artikel/38/38405/1.html

2 Antworten
Im Dschungelcamp wird es um jammernde Fiona Erdmann eisig - Patrick Nuo ist raus
von KeinKommentar | #1-1

Mal andersrum gefragt:
Gibt es eine helle Seite des Dschungelcamps?

Im Dschungelcamp wird es um jammernde Fiona Erdmann eisig - Patrick Nuo ist raus
von Ondramon | #1-2

Die helle Seite bekommen wir jeden Tag durch James Brunt vorgeführt. Aber ich bin mir nicht mehr so sicher, ob ich das weiterhin als lustig empfinden kann wie bisher...

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