Dschungelcamp - Georgina dominiert, Patrick Nuo holt zur Porno-Beichte aus
14.01.2013 | 15:44 Uhr 2013-01-14T15:44:50+0100
Essen. Totale Dominanz: Ähnlich wie Bayern München in der Bundesliga, kann sich Georgina im Dschungelcamp beinahe nur noch selbst schlagen. Derweil schockte der smarte Schweizer Ex-Popstar Patrick Nuo mit dem Geständnis, nach Pornos so süchtig gewesen zu sein wie andere nach Heroin.
An Tag drei des Dschungelcamps 2013 zeichnet sich ein ganz eindeutiger Trend ab: Georgina for Dschungelkönigin ! Die 22-Jährige – die immerhin schon die zweitschwerste Dschungelprüfung aller Zeiten und aller, die da noch kommen werden, absolvieren musste – wurde von den RTL-Zuschauern zum dritten Mal in Folge in die Dschungelprüfung gewählt. Am Montagabend muss sie in "Ich bin ein Star - holt mich hier raus" ins „Hamsterrad“. Sich viel bewegen und dabei trotzdem nicht von der Stelle kommen, eine bessere Metapher für die Karrieren der Dschungelcamp-Teilnehmer gibt es kaum.
Georgina brilliert im RTL-Dschungelcamp als Seelentrösterin
Aber mit ihr kann man es ja auch machen. Georgina ist der Typ Mensch, der Widrigkeiten einfach weglächelt und nicht lange lamentiert. Beispiel gefällig? Als Ex-Topmodel Kandidatin Fiona Erdmann das tat , was manche Models gerüchteweise mit am besten können, nämlich rückwärts essen, spendete Georgina ihr aufrichtig Trost: „Ich habe auch voll die blauen Flecken“, ein Überbleibsel ihrer unmenschlichen Tortur in der Dschungel-Kloake.
Erdmann, die mehr Zeit auf den Knien verbringt als Helmut Berger nach einer durchzechten Nacht, bedankte sich artig für die Anteilnahme: „Ich will nichts mehr von blauen Flecken hören.“ Man sieht, die Damen im Camp sind eine eingeschworene Truppe, da passt kein Blatt Papier zwischen.
Die Harmonie im Dschungelcamp stört allerdings Silva Gonzalez. Man wird das Gefühl nicht los, dass der Sänger „synthetische Drogen“ als einen seiner beiden Luxusartikel mit ins Camp genommen hat. Wie ein Duracell-Häschen auf Speed kommentiert der 33-Jährige den gesamten Tagesablauf des Camps und nervt dabei noch mehr als Fritz von Thurn und Taxis bei einer Bundesliga-Übertragung. Dass sich der ein oder andere Mitkandidat wagte, kritisch über seine Mitteilungsfreude zu äußern, ficht Gonzalez offenbar nicht an: „Ich finde mich gut“, sagte er, wobei er diese Meinung vermutlich ziemlich exklusiv vertritt.
So überrascht es auch wenig, dass sich der „Hot Banditoz“-Sänger nach absolvierter Dschungelprüfung „Feuchtgebiete“ feiern ließ, als habe er gerade ein Heilmittel gegen Krebs entdeckt. Vollkommen zu Recht, hat er doch gemeinsam mit der Dschungelkönigin in spe Georgina sechs von elf Sternen erspielt. Immerhin eine Quote von mehr als 50 Prozent, solche Zahlen kennt Gonzalez sonst nur von den Dispo-Zinsen seiner Kredite.
Patrick Nuo: „Pornos waren wie Heroin für mich“
Das Dschungelcamp geht 2013 bei RTL in die siebte Runde. Wieder blamieren sich C-Promis bei eckligen Prüfungen vor einem Millionenpublikum. Infos, Storys und Hintergründe zu "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!" lesen Sie auf unserer Spezialseite.
Überschattet wurde der Tag im Camp jedoch von einer schockierenden Beichte Patrick Nuos. Der Schweizer, der bislang positiv durch sein Schweigen auffiel, berichtete den anderen Camp-Teilnehmern von seiner – mittlerweile kurierten – Sucht nach Erwachsenenfilmen, vulgo Pornos. Er habe bis zu sechs Stunden täglich die Rein-raus-Filme konsumiert und sich anschließend „so leer“ gefühlt.
Die sich hier anbietenden Zoten sind dermaßen offensichtlich, dass auf sie verzichtet wird. Seine Sucht („wie für andere Alkohol oder Heroin“) sei so schlimm so gewesen, dass er „bei den geilsten Frauen oder bei, äh, den geilsten Frauen nichts mehr gespürt“ habe. Ein Umstand, um den er sich im Dschungelcamp wenig Gedanken machen muss.
Joey gedankenlos im RTL-Dschungelcamp
Wenig Gedanken macht sich auch Joey Heindle. „Ich mag Joey, er sagt, was er denkt“, so Olivia Jones. Falsch, denn Joey denkt, was er sagt. Ein Korrektiv, das irgendwie in den Prozess zwischen Gedankenbildung und Artikulation eingreift, existiert bei dem 19-Jährigen nicht. Nur auf diese Weise kommen solch philosophischen Perlen zustande: „Ich habe keinen Bock, dass ich morgen tot aufwache.“ Gerade an einem Montagmorgen ein Gefühl, welches man gut nachempfinden kann.

15:13
Und dann gibt es immer noch die Besserwieser. Noch nie etwas auf die Kette bekommen, aber Hauptsache was geschrieben. Natürlich ist Herr Waltz Österreicher, ein Deutscher würde keinen Preis in dieser Form bekommen.
14:38
Ist doch gut, dann hat man den alljährlichen Fernseh-Tiefpunkt schon zu Beginn des Jahres hinter sich gelassen und kann hoffen, dass es nicht noch schlimmer wird!
10:49
Wer will das wissen?
Die WAZ verkommt immer mehr zur BLÖD-Zeitung
09:55
Wir deutsche haben doch nichts mehr. Ein kleines Beispiel. Herr Walz bekommt einen Golden Glob. Toll Hochachtung für diese Leistung. Was machen wir Deutschen, es wird über sein angebliches Hörgerät in den Zeitungen diskutiert. Wo bleiben den die Deutschen erfolge im Film? So zieht man sich dann am Dschungelcamp hoch.
walz ist österreicher.
Ich weiss, nicht wer Walz ist, aber Waltz hat offiziell erst seit 2010 die österreichische Staatsbürgerschaft.
09:51
Lieber Herr Brunt,
ich habe die Sendung zwar nicht gesehen, aber ich hatte viel Spaß beim lesen Ihres Artikels. Aus dem Dschungeldesaster haben sie wenigstens was lustiges gemacht. Ich hoffe nur das man sie dafür fürstlich bezahlt.
09:41
Solange es noch Leute gibt, die das auch kommentieren, ist es doch gut.
08:46
das es jeden Morgen Meldungen zum Dschungelcamp in die top News schaffen ?
...dann würde man ja merken, wie genial die spitze Feder (übrigens schon seit Jahren) von Herrn Brunt dieses "TV-Format" aufs Korn nimmt. Weiter so!
Wie gewohnt : RTL Hofberichtserstattung ... ist doch bei jeder Trashsendung das Gleiche ,ob Dschungelcamp,Topfmodel,DSDS und wie die ganze K.... heißt. Aber man gewöhnt sich einfach nicht dran .