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Bundestagswahl 2013

Hier können Sie Ihre Briefwahl-Unterlagen online bestellen

09.09.2013 | 07:19 Uhr
Hier können Sie Ihre Briefwahl-Unterlagen online bestellen
Bis zum 20. September, zwei Tage vor der Bundestagswahl, können Bürger die Briefwahl beantragen.Foto: dpa

Essen/Duisburg/Dortmund/Hagen.   Das Kreuzchen zu Hause machen statt im Wahllokal anzustehen - Briefwahl wird immer beliebter. Und an die Wahlunterlagen zu kommen wird immer einfacher, dem Internet sei Dank. Zur Bundestagswahl am 22. September 2013 bieten zahlreiche Kommunen die Antragsformulare digital an. Eine Übersicht.

Für die Bundestagswahl am 22. September sind bei der Stadt Essen bislang 55.000 Briefwahl-Anträge, auch über das Online-Formular, eingegangen. Und die Mitarbeiter des Wahl-Amtes werden auch in den kommenden Tagen noch viel Arbeit haben. Denn „ähnlich viele Anträge wie bei der letzten Bundestagswahl“, erwartet Stadt-Pressesprecher Martin Ritzke. 79.824 Essener wollten damals bequem von Zuhause aus ihr Kreuz machen.

Bochum:

Am Montag 30.000, am Mittwoch bereits über 33.000 Anträge: Immer mehr Bochumer entscheiden sich dieser Tage von der Briefwahl Gebrauch zu machen. Den Antrag gibt auch in Bochum auf der Stadt-Homepage. 2009 seien es am Ende 53.000 Briefwähler gewesen, zählt Thomas Sprenger, Pressesprecher der Stadt, zusammen. Eine Zahl, die auch dieses Jahr wieder erreicht werden sollte.

Duisburg:

Rund 38.000 Duisburger haben bisher für die Bundestagswahl am 22. September Briefwahl beantragt – viele Anträge sind auch über das Online-Formular eingegangen. „Immer mehr Bürger entscheiden sich für die Briefwahl“, bestätigt Jennifer Gräfe von der Stadt Duisburg.

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Gut 60 Millionen Deutsche sind aufgerufen, einen neuen Bundestag zu wählen. Das ist prinzipiell ganz einfach: zwei Kreuze auf dem Wahlzettel machen, fertig. Doch warum zwei Kreuze? Und warum kann man nicht Frau Merkel wählen? Wir räumen auf mit den größten Irrtümern rund um die Wahl.

Schon jetzt ist die Zahl der Anträge bedeutend höher als die Gesamtzahl bei der letzten Bundestagswahl – da gab es ingesamt nur 30.951 Anträge.

Oberhausen:

Die Zahl der Briefwahl-Anträge in Oberhausen liegt mit aktuell 16.519 bereits über der der letzten Bundestagswahl. „2009 haben 12.555 Bürgerinnen und Bürger einen Antrag zur Briefwahl gestellt beziehungsweise sich für die Sofortwahl vor dem eigentlichen Termin im Rathaus entschieden“, weiß Stadtsprecher Martin Berger. Auch die Möglichkeit, die Briefwahl online zu beantragen, werde gut genutzt.

Gelsenkirchen:

„Recht ordentlich“, sehe es bei der Anzahl der Briefwählern in Gelsenkirchen aus, berichtet Stadt-Sprecher Martin Schulmann. Obwohl Schalke 04 bereits am Samstag den FC Bayern zum Topspiel empfängt, wollen sich bislang 16.376 Gelsenkirchener den anschließenden Sonntag als Feier- oder Trauertag freihalten. Und von Zuhause aus wählen. „Vergleiche zum Vorjahr können wir leider nicht machen, unser System wurde umgestellt“, bedauert Schulmann. Der neu geschaltete Online-Antrag aber entschuldigt das zur Genüge.

Hagen:

Fast 137.000 wahlberechtigte Hagener sind zur Stimmabgabe aufgefordert. Unter ihnen 7200 junge Hagener, für die es die erste Bundestagswahl ist. Hagen gehört zum Bundestagswahlkreis 138 Hagen - Ennepe-Ruhr-Kreis I. Neben Hagen umfasst er die Städte Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg und Schwelm. Im Wahlkreis 138 kandidieren als Direktkandidaten Cemile Giousouf (CDU), René Röspel (SPD), Katrin Helling-Plahr (FDP), Frank Steinwender (Grüne), Thomas Schock (Linke), Maja Tiegs (Piraten), Udo Franke (NPD), Brigitte Schiltz (Bündnis 21/RRP) und Reinhard Funk (MLPD).

Mülheim:

„Das Online-Formular für den Briefwahl-Antrag wird stark genutzt“, weiß Dirk Klever, Teamleiter für den Wahlbereich der Stadt Mülheim. Auch die Gesamtzahl der Briefwahl-Anträge für die Bundestagswahl liegt bereits über dem Ergebnis des gleichen Zeitraumes von vor vier Jahren. Bisher wurden in Mülheim 17.945 Unterlagen verschickt, rund die Hälfte der Anträge kam schon wieder zurück.

Wahlhilfen-Check
Wahl-O-Mat, Bundeswahlkompass und Co

Seit 2002 können sich unentschlossene Wähler mithilfe des "Wahl-O-Mat" darüber informieren, welche Partei zu ihnen passt. Doch zur anstehenden Bundestagwahl gehen mit "Kandidatenwatch", "Bundeswahlkompass" und "Netz-Radar" in diesem Jahre erstmals mehrere "Wahl-O-Mat"-Konkurrenten ins Rennen.

Allerdings werden dazu auch 2727 Stimmen gezählt, die Menschen in den vergangenen Tagen direkt im Wahlbüro abgegeben haben. Bei der Bundestagswahl 2009 hatten insgesamt 22.338 Bürger Briefwahl beantragt.

Dortmund:

Die Stadt Dortmund ermöglicht es ihren Bürgern, Briefwahlunterlagen online anzufordern (Link hier). Dazu müssen die Daten, die auf der Wahlbenachrichtigung stehen — also etwa Name, Adresse, Stimmbezirk — in ein entsprechendes Online-Formular übertragen werden. Anschließend kommen die Unterlagen per Post. Der Versand muss dabei nicht zwingend an die Wohnanschrift erfolgen.



Kommentare
09.09.2013
12:39
Hier können Sie Ihre Briefwahl-Unterlagen online bestellen .....
von Gatschke | #3

.. und dann können sie zwischen PEST (CDU/CSU), CHOLERA (SPD), TYPHUS (FDP), EBOLA (Grüne) oder POCKEN (die Linke) entscheiden. Schön, wenn man die Wahl hat - oder?

1 Antwort
Hier können Sie Ihre Briefwahl-Unterlagen online bestellen
von gatagorda | #3-1

Auf dem Wahlzettel stehen aber noch mehr Parteien, aber die sind zum Grossteil noch unwählbarer.

09.09.2013
08:53
Briefwahl wird immer beliebter
von NewWave | #2

Vielleicht liegt das ja daran, dass die Gesellschaft immer älter wird?

Meine Mutter z. B. ist jetzt 86 Jahre alt. Sie "geht" im Wohnzimmer wählen, weil sie es nicht mehr bis zum Wahllokal schafft. Mit "Bequemlichkeit" hat dies nichts zu tun.

09.09.2013
08:01
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

1 Antwort
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von vonNeuhoff | #1-1

"Den A°°°° zu bewegen", wird für arme Essener Tröpfe, die den zweiten verlinkten Passus unter "Essen" anklicken, wohl eh nötig sein: damit landet man auf der homepage der Stadt Bochum.
Spitzenleistung!

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