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A40

Pendlerströme im Ruhrgebiet - die tägliche Völkerwanderung

Drei Monate drohen in Essen ab dem 7. Juli Dauerstaus. Die A40 wird gesperrt. Die Bahn bietet sich als Alternative an.Foto: Matthias Graben/WAZ FotoPool

Fast 138.000 Berufstätige in Essen kommenden jeden Tag von außerhalb in die Stadt. Die meisten (jeweils um die 11.000) starten von Bochum, Gelsenkirchen oder Mülheim/Ruhr, knapp 9000 von Duisburg aus. Statistiken zur Wahl der Verkehrsmittel sind nicht erhältlich.

Stichwort Verkehrsbelastung: 85.000 der Essener arbeiten wiederum außerhalb der Stadt, ähnliche viele sind es in Duisburg. In Mülheim gibt es – grob gerechnet – gut 15.000 potentielle A40-Nutzer (mit Arbeitsorten in Essen, Duisburg, Bochum oder Dortmund), in Bochum gut und gerne 25.000 Berufstätige mit Arbeitsorten im A40-Bezug-Bereich.

Wieviele Menschen täglich an den Bahnhöfen aussteigen

Die A40 ist die meist befahrene Autobahn im Ruhrgebiet. Bis zu 120.000 Fahrzeuge sind dort pro Tag unterwegs. Die Autobahnen 42 und 52 sind mit bis zu 90.000 Fahrzeugen bevölkert. An der Spitze in NRW liegt die A3 mit bis zu 160.000 Autos am Kölner Ring. 

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Lärm macht krank, sagt Julia Kahle-Hausmann, Anwohnerin der A40 und Ratsfrau in Essen.

Auch die Ruhrschiene ist gut genutzt: In Richtung Westen sind zwischen Essen und Mülheim Hauptbahnhof täglich etwa 50.000 Fahrgäste unterwegs. In Gegenrichtung, zwischen Essen und Bochum fahren täglich etwa 40.000 Menschen mit dem Zug, teilt der VRR mit. Mit Abstand die meisten Bahnreisenden steigen am Essener Hauptbahnhof ein und aus: 92.000 Bahnreisende zählt die VRR-Statistik dort pro Tag. Am Hauptbahnhof Dortmund sind es 70.000, in Duisburg 61.000, Bochum zählt laut Statistik pro Tag gut 35.000 Bahnreisende, in Mülheim werden 18.000 gezählt und in Wattenscheid 5000. Genauer sind die Zahlen nicht aufgeschlüsselt.

Das Zug-Angebot

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr hatte es im Vorfeld der A40-Sperrung überlegt, letztlich aber nicht weiter verfolgt : Das Zug-Angebot wird zur großen A40-Sommerpause nicht verstärkt. „Es gäbe auch keine freien Kapazitäten auf den Trassen“, sagt VRR-Sprecher Johannes Bachteler auf WAZ-Anfrage: „Da sind uns die Hände gebunden“. Verschiedene RE-Linien wurden in diesem Jahr verstärkt und fahren inzwischen mit sechs Waggons. Erneuert wurde zudem der Fuhrpark der Linie S1, deren moderne Triebwagenzüge vom Typ ET422 mit "Doppeltraktion" unterwegs sind, also zwei Zugteile haben.

Das Linien-Angebot

Zwei S-Bahnlinien folgen der A40 – ganz oder teilweise. Die S 1 verbindet Duisburg und Dortmund und verkehrt werktags alle 20 Minuten. Die Linie S3 verbindet Hattingen und Mülheim-Styrum, tagsüber ebenfalls alle 20 Minuten.

Zuglinien an Rhein- und Ruhr

Ergänzt wird die Liste durch insgesamt vier Regional-Express-Linien und eine Regionalbahn, die ähnlich dem Ruhrschnellweg verlaufen. Zwischen Dortmund und Duisburg fahren stündlich drei REs: Der RE1 (Aachen-Paderborn), der RE 6 (Düsseldorf-Minden), RE 11 (Mönchengladbach-Hamm). Auf einem Teilstück sind zudem die Linien RE 16 (Essen-Bochum-Witten-Siegen) und RB 40 (Essen-Bochum-Hagen) unterwegs.

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Kommentare
15.06.2012
11:53
Empfohlene Umleitung BO nach DU über A 52 und A 3?
von Boisfeuras | #20

Um von BO nach DU zu kommen eine Umleitung über die A 52 bis AK Breitscheid und dann über die A 3 zurück? Bei den angegebenen 100.000 Autos pro Tag wären das ca. 2,5 Millionen zusätzliche Kilometer täglich! Die Ölmultis dürfen sich freuen, der Klimaschutzminister in den H... beissen!

15.06.2012
11:52
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Name von Moderation entfernt | #19

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15.06.2012
11:47
Vollsperrung der A40 – wie Pendler reagieren können
von wissenhilft | #18

Die ganze Diskussion um die A40-Sperrung macht doch vor allem eines deutlich:
Die Verkehrskonzepte die wir haben, sind vor allem im Ruhrgebiet überholt und für die Zukunft nicht geeignet. Egal ob PKW-Verkehr,öffentliche Verkehrsmittel oder Gütertransport, die Straßen packen den Verkehr kaum noch, können aber nur sehr bedingt ausgebaut werden, der ÖPNV ist immer noch nicht die Alternative, die er sein sollte, alternative Transportkonzepte sind in weiter Ferne....
Zuallererst müsste der Wille da sein, den Autoverkehr auf das notwendige Minimum zurückzufahren, dazu bräuchte man aber ein hochsubventioniertes aber hocheffektives Nahverkehrssystem, das Jedem zu nahezu jeder Zeit eine kostengünstige Fahrt zu vielen Zielen ermöglicht. Haben wir aber nicht. Es ist doch ein Witz, dass es in Ballungsräumen wie dem Ruhrgebiet nicht möglich ist, einen Nahverkehr wie in Metropolen wie Berlin aufzubauen. Wie immer steht aber der deutsche Automobilismus und der Privatisierungswahn im ÖPNV im Weg....

15.06.2012
11:07
#16 nette Geschichte´aus dem Handbuch der Flughafen-PR
von meigustu | #17

nur die Wahrheit ist, die Flughäfen erschließen sich neue Einflugschneisen, bauen neue Landebahnen, erweitern Flugzeiten. Bei anderen Verkehrswegen oder Belastungen sieht es ähnlich aus.

Wenn eine Atomindustrie ernsthaft wegen behördlicher Änderungen auf Entschädigungen hofft, was ist dann mit denen, die Vermögens- und Gesundheitsschäden wegen anderer neuer Gesetze und Verordnungen haben ?

1 Antwort
Vollsperrung der A40 – wie Pendler reagieren können
von wohlzufrieden | #17-1

Und was ist, wenn Sie sich ein neues Auto kaufen, bei dessen Produktion Unmengen CO2 freigesetzt werden, kommen Sie dann für die Folgeschäden auf? Oder benutzen Sie aus Umweltgründen Pferd und Wagen? Und was ist mit Ihrem stetig steigenden "Wohlstandmüll", Wasserverbrauch usw oder leben Sie in der Wildnis? Und wenn Sie das tun, können Sie es wohl nicht vom Rest der modernen Gesellschaft erwarten, oder?

15.06.2012
10:52
Vollsperrung der A40 – wie Pendler reagieren können
von wohlzufrieden | #16

Bei Flughäfen wie Düsseldorf oder Mülheim die es schon viel länger als eine Genartion gibt, dürfte es sehr schwer fallen jemand zu finden, der vor dem Flughafen dort lebte. Und wenn, ist der schon aus Altersgraden taub. Nein, die Leute wollen billiges Bauland, da in Airport Nähe erwerben, und den Flughafen dann weg mobben. Ich wohne selber in der Einflugschneise von Düsseldorf, und auch die Flieger von MH kommen über unser Haus. Wie kämen aber nie auf die Idee, und zu beschweren, denn uns ist klar, Leben wie in der Steinzeit wollen wir nicht. Und 90 Prozent der Fluglärm klagenden fliegt in diesen Tagen in den "All-Inklusive Urlaub." Schöne Reise auch . Und wer jetzt von "Totschlag-Argumenten" spricht, dem sage ich: Besser Argumente, als Schnarchnase. Schönes Wochenende!

15.06.2012
10:45
Kommentar von meigustu
von Quatschmaul | #15

Wenn Sie den Leuten die gegen Flughäfen etc. prostestieren das Recht zugestehen, da sie ja Ihrer Meinung nach schon vorher dort lebten, warum greifen Sie mich dann eigentlich an? Ich habe niemandem das Recht abgesprochen, diese drei Monate Belastung für uns als zumutbar zu betrachten. Ich finde lediglich, dass diese Berichterstattung und die Meinungen der Entscheider komplett einseitig sind.

Und nur mal so am Rande: Ich bin für ein absolutes Nachtflugverbot. Ich warte lieber einige Tage länger z.B. auf Post aus dem Ausland und verzichte auf die entsprechenden Lebensmittel, als dass ich sage: Mir doch egal, die fliegen ja nicht über meine Wohnung!

Aber ich habe das Gefühl, dass Sie mich einfach nicht verstehen wollen und von sofern lass ich den Rest jetzt einfach.

15.06.2012
10:34
#13 Mein Tonfall ist so wie Ihr Gejammer - übertrieben
von meigustu | #14

Und nein auch wenn es die Fliegerlobby immer wieder propagiert, es protestieren gegen Flughäfen, Straßen und Schienenwege in der Regel die die vorher dort wohnten als es keine oder eine geringere Belastung gab. Bei Ihnen ist das Ende der Mehrbelastung absehbar, bei denen die für ihren billigen Urlaub leiden sollen aber nicht.

Natürlich dürfen Sie ihre Meinung sagen, so wie andere finden dürfen, dass 3 Monate Belastung vertretbar sind.

15.06.2012
10:18
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Name von Moderation entfernt | #13

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

15.06.2012
09:46
#11 da weine ich aber gleich
von meigustu | #12

die Alternative wäre, wir lassen die A40 dicht und ihr habt dann ein Dauerproblem.

Sorry aber 3 Monate Lärm ist nix. Den Anwohnern der A40 und von Flughäfen wird das was ihr jetzt beklagt dauernd zugemutet. Also bitte mal die Kirche im Dorf lassen, wenn es mit absehbaren Ende mal vor der eigenen Haustür lauter wird.

1 Antwort
Vollsperrung der A40 – wie Pendler reagieren können
von Quatschmaul | #12-1

Finde Ihren Tonfall etwas übertrieben. Warum hat man Ihrer Meinung nach als Anwohner dieser Umleitungsstrecke nicht das Recht seine Meinung zu sagen? Warum sollen nur die "Armen Autofahrer" bedauert werden? Ich habe mit keinem Wort gesagt, dass diese Umbauten nicht notwendig sind, sondern lediglich auf die daraus resultierenden Mehrbelastungen für die Anwohner hingewiesen.

Außerdem wohne ich seit mehr 30 Jahren an der B224 genau an dem Stück Friedrichstrasse. Und da ist sowieso immer schon Stau. Lediglich Nachts zwischen 01:30 und 03:00 haben wir bisher etwas Ruhe.

Natürlich tun mir die Anwohner an Autobahnen und Flughäfen leid, aber in den meisten Fällen sind die dahingezogen, als es diese schon gab.

15.06.2012
09:40
Vollsperrung der A40 – wie Pendler reagieren können
von Quatschmaul | #11

Schade, dass man sich nur um die Pendler und Autofahrer Sorgen macht. Was ist denn mit den Menschen, die direkt an der Ausweichstrecke wohnen? Höhere Lärmbelästigung, höhere Abgasbelästigung (beides 24 Stunden pro Tag), Schwierigkeiten beim Überqueren der Straßen und damit aufgewzungene Umwege um ans Ziel zu kommen. Wir müssen z.B. um einfach über die Straße und zu unserem Auto zu kommen in dieser Zeit mindestens 10Minuten früher losgehen als normalerweise. Denn die Ampelschaltungen werden ja für die armen Pendler auch noch angepasst. Und somit werden die Grünphasen für die Fußgänger logischerweise kürzer ausfallen.

Wirklich schade, dass immer nur die "Armen Autofahrer" im Vordergrund stehen.

1 Antwort
Vollsperrung der A40 – wie Pendler reagieren können
von Codemancer | #11-1

Ist das Ihr ernst? Der feine Unterschied ist, dass Sie nur 10 Minuten mehr Zeitaufwand haben - aber die Pendler gerne mal eine halbe Stunde mehr einplanen. Dazu kommt, dass es die Pendler in einer größeren Zahl gibt.

Dass Sie sich darüber aufregen, an einer Fußgänger Ampel mal etwas länger zu stehen - das hört sich für einen Pendler schon lächerlich an.

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