Gynäkologische Beschwerden ernst nehmen

Dr. Hisham Ashour referiert beim 10. Iserlohner Gesundheitstag.
Dr. Hisham Ashour referiert beim 10. Iserlohner Gesundheitstag.
Foto: IKZ
Dr. Hisham Ashour referiert zu „Wäre ich doch nur fünf Minuten früher zum Frauenarzt gegangen“.

Iserlohn..  Welche Frau kennt das nicht? Mal zwickt der Bauch, mal spielt die Regelblutung verrückt, und auch die weibliche Brust kann verunsichernde Symptome hervorrufen. Alles „nur“ harmlos? Besser gleich zum Gynäkologen?

Unter dem Motto „Wäre ich doch nur fünf Minuten früher zum Frauenarzt gegangen“ wird Dr. Hisham Ashour, Ärztlicher Direktor und Leiter der Frauenklinik des Evangelischen Krankenhauses Bethanien, in seinem Vortrag zahlreiche Fragen beantworten und Ängste nehmen.

Die Interpretation gynäkologischer Beschwerden ist von vielen Faktoren abhängig. Ganz wesentlich sind dabei beispielsweise das Alter der Patientin und ihre „Umstände“. Eine Schwangerschaft könnte zum Beispiel eine Rolle spielen. Bei einer gelegentlich auftretenden Schmierblutung kann bei jungen Frauen meist abgewartet und unter anderem hormonelle Störungen als Ursache angesehen werden, so ist eine vaginale Blutung bei einer Frau jenseits der Wechseljahre stets ein Alarmzeichen. Es könnte sich um Gebärmutterkrebs handeln.

Die Ursachen von Unterleibs- oder Unterbauchschmerzen sind vielfältig, da neben Darm und Harnblase auch die inneren weiblichen Geschlechtsorgane wie Eierstöcke, Eileiter und Gebärmutter im Unterleib liegen. Sind die Organe in ihrer Funktionsweise beeinträchtigt, verursachen sie Beschwerden, die ausgelöst werden können durch Eileiterschwangerschaft, Eierstockzyste, Blasen-, Blinddarm-, Eileiter- beziehungsweise Gebärmutterentzündung, Harnleitersteine, Verarbeitung seelischer Probleme oder Tumore. Nimmt der Bauchumfang zu, kann dies resultieren aus Fehlernährung, gutartige Tumore oder auch Krebs.

Diese und andere gynäkologische Beschwerden wird Dr. Hisham Ashour erklären. Er rät: „Scheuen Sie sich bei Unsicherheiten nicht, sich umgehend bei Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Frauenärztin zu melden. Denn die richtige Einschätzung von Symptomen und damit die möglicherweise frühzeitige Entdeckung von Krankheiten wie zum Beispiel Krebs kann lebensrettend sein.“

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