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Kommunalwahl

Zweimal die gleiche Wahl

21.08.2009 | 18:50 Uhr

Wenn die Burbacher Wählerinnen und Wähler am 30. August zur Urne gehen, bestimmen sie nicht nur über die Zusammensetzung des Gemeinderates, sondern auch über den Chef der Verwaltung.

Zum zweiten Mal habe sie dabei die Wahl zwischen dem amtierenden Bürgermeister Christoph Ewers und seinem Herausforderer, dem SPD-Kandidaten Wolfgang Kasper.

Bei der Wahl am 15. Juni 2003 bewarb sich Ewers zum ersten Mal um den Chefsessel im Burbacher Rathaus, nachdem sein Vorgänger Hermann-Josef Droege in die Geschäftsleitung der IHK Siegen gewechselt war. Ewers ist 40 Jahre alt, verheiratet und hat drei Kinder im Alter von elf, acht und zwei Jahren. Seit zehn Jahren lebt der Gemeindechef im Burbacher Ortsteil Würgendorf.

Frühe Ausweisung großer Gewerbeflächen

Nach Abitur, Wehrdienst und Praktikum studierte Christoph Ewers Forstwissenschaften und trat dann in die Landesforstverwaltung ein, wo er Führungsaufgaben übernahm. Heute ist er stellvertretender Leiter des Forstamtes Siegen. Im Rat konnte der Bürgermeister, der für die CDU antritt, bisher auf eine satte Mehrheit von 61,33 Prozent zählen.

Politischen Zündstoff sucht man in Burbach und seinen neun Ortsgemeinden vergeblich. Durch die frühe Ausweisung umfangreicher Gewerbe- und Industriegebiete und die Nähe zur Autobahn gilt Burbach als attraktiver Standort für die Wirtschaft. Die daraus resultierenden Einnahmen sorgten mit dafür, dass die Infrastruktur in der südlichsten Gemeinde des Kreises recht gut ausgebaut ist.

Wolfgang Kasper

Darauf baut SPD-Herausforderer Wolfgang Kasper sein Wahlprogramm . Der 60-jährige Ingenieur, verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern, setzt auf umfassende Betreuung in den Kindergärten, um beiden Elternteilen die Möglichkeit zum Arbeiten zu geben.

Bildung, um langfristig Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben, ist ein weiterer Punkt in Wolfgang Kaspers Agenda.

Dass in Burbach die Chancen auf Arbeitsplätze höher als in anderen Orten sind, sei auch ein Verdienst seiner Partei, die frühzeitig die Weichen für große Gewerbeflächen gestellt habe. So habe sich die SPD seit den 90er Jahren für die Lipper Höhe eingesetzt, während die CDU erst spät von Würgendorf auf die Lippe umgeschwenkt sei. Für die Senioren will er Netzwerke bilden, die alten Leuten ein Leben im Ort ermöglichen.

Viele Ziele ohne Mehrheit erreicht

„Wir haben gute Politik gemacht und fast alle unsere Ziele auch ohne Mehrheit durchgebracht”, zieht Kasper Bilanz. Wenn die Bürger das anerkennen würden, „rechne ich mir gute Chancen aus”, gibt er sich zuversichtlich.

Georg Maag

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