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Singspiel

Zweitklässler führen Geschichte des Heiligen Franziskus auf

28.02.2016 | 18:05 Uhr
Zweitklässler führen Geschichte des Heiligen Franziskus auf
Klassenlehrer René Bechold führte beim Singspiel über Franziskus Regie, alle Zweitklässler übernahmen eine RolleFoto: aug

Witten.  Er predigt zu den Tieren und widmet sich den Armen: Die 2. Klasse der Rudolf-Steiner-Schule hat aus dem Leben des Franziskus ein Singspiel gemacht.

Der mit dem Wolf spricht: Die Klasse 2 der Rudolf-Steiner-Schule hat ein beeindruckendes Singspiel zum Heiligen St. Franziskus aufgeführt. Unter der Regie ihres Klassenlehrers Rene Bechtold sangen, tanzten und erzählten die Kinder die Geschichte des wohlhabenden Tuchhändlers, der seinen Reichtum ablegt und sich ganz den Armen zuwendet. Die musikalische Leitung lag in den bewährten Händen von Celia Unsworth.

Ein fröhlicher Kreistanz, begleitet von Trommeln und Flöten, stimmt auf das 45-minütige Stück ein, dessen gereimten Texte aus der Feder der verstorbenen Schulmitbegründerin Kristhild Sydow stammen. Der Anfang zeigt uns einen Franziskus, der noch das teure seidene Tuch trägt und die Bettler vertreibt. Doch seine Kundinnen appellieren an sein Mitgefühl und so beginnt früh der Wandel des reichen hartherzigen Kaufmanns zum mildtätigen Mönch.

Da flattern die Vöglein und schwimmen die Fische

Der gesprochene Text ist das eine, die Musik das andere. Sie prägt dieses Singspiel, die wunderbaren Klänge der Leier oder Harfe, die Celia Unsworth, aber auch die Kinder zupfen, der Gong, den die Schüler vorsichtig schlagen, die Flöten und Klanghölzer, die alle zu nutzen wissen. Alle haben eine Rolle, dort die Englein in den hellen Gewändern, hier die Marktfrauen mit den weißen Tüchern im Haar, da die Bauern und Räuber mit ihren Fellen. Und nicht zu vergessen die Tiere, zu denen Franziskus predigt.

Da flattern die Vöglein zu den Klängen der Leier, die Kinder in den gelben Gewändern tragen dazu Vogelköpfe mit großen Schnäbeln. Die Fischlein schwimmen, passend zur Farbe des Wassers, in hellem Blau. Und allen ruft Franziskus zu: „Gott hat Euch das Leben zum Geschenk gegeben!“ Es ist ein Appell, die Schöpfung zu achten, die dieses Stück zeitlos aktuell erscheinen lässt. „Und staunend vernahmen die Bürger der Stadt, wie Franziskus den Fischen gepredigt hat.“ Ihm gelingt es, selbst den Wolf zu zähmen, und die Räuber, die ihn überfallen, friedlich an seinen Tisch zu bitten.

Eine Schlüsselszene ist die Verwandlung von Franziskus in jenen berühmten Heiligen mit der braunen Kutte, die ihm „Frau Armut“ schenkt. „Schön ist er und fröhlich, mutig und stark.“ Wie diese endet jede Spielszene endet mit dem Lied „Laudato si Signore“, das die Kinder anstimmen. Darin besingen sie auch die vier Elemente, Bruder Feuer und Bruder Wind, Schwester Sonne und Schwester Wasser.

Sonnengesang preist Schöpfung

Der „Sonnengesang“ ist ein Loblied an die ganze Schöpfung, er beschwört die Liebe zur Natur. Dank der Klangimprovisationen werden diese Elemente regelrecht lebendig.

Viel Applaus begleitet die Kinder bei ihren zwei Aufführungen an einem Tag im Foyer der Waldorfschule an der Billerbeckstraße. Der besondere Dank gilt nicht nur den Darstellern, die sechs Wochen hart geprobt haben, der Regie und musikalischen Leitung. Auch hinter den Kulissen gab es viele fleißige Helfer. Ein Mönchsgesang in Lateinisch setzt den Schlusspunkt unter eine gelungene Aufführung der Zweitklässler.

Jürgen Augstein

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2016-02-28 18:05
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