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Obdachlose

Zustände in Wittener Obdachlosen-Unterkunft haben sich verbessert

01.03.2016 | 18:30 Uhr
Zustände in Wittener Obdachlosen-Unterkunft haben sich verbessert
Die städtische Obdachlosenunterkunft am Rand der Innenstadt: 16 Wohnungslose leben dort im Moment. Viele Bewohner sind über 55 Jahre alt.Foto: Thomas Nitsche

Witten.   Wittener Ehrenamtliche räumten auf und finden offenbar die „richtige Ansprache“. Sie wollen Verein für Wohnungshilfe gründen.

Dass sich die Obdachlosen-Unterkunft in einem beklagenswerten Zustand befindet, darüber haben wir im Januar berichtet. Seitdem hat sich in dem Gebäude nahe der Ruhr am Rand des Zentrums einiges getan.

Es fehlten Türen und Toiletten, warmes Wasser gab es nur im Keller. Überall lag Müll herum, geputzt worden war lang nicht mehr. 16 Bewohner leben aktuell in dem Haus mit zehn Wohnungen und einigen Einzelzimmern. Sie müssen sich dort, so das Konzept, selbst versorgen. Genau daran hatte es laut Uwe Andresen, Leiter der Abteilung Wohnen und zentrale Dienste, gehapert. „Von städtischer Seite gibt es genügend Ansprechpartner. Aber das nützt alles nichts, wenn die Betroffenen die Hilfe nicht annehmen.“

Radikal aufgeräumt

Umso erfreulicher sei die Initiative von Ehrenamtlichen der Vereine „Steffi hilft“ und „Unsichtbar“ zu bewerten, sagte Andresen jetzt im Sozialausschuss. Steffi Neto Mendoca und Melanie Ernst zum Beispiel hatten, in Schutzmasken und Gummihandschuhen, radikal „Reine gemacht“: Es gab eine Sperrmüllaktion, über Facebook wurden neue Möbel gespendet. Andresen: „Den beiden gelingt es viel besser, den Wohnungslosen deutlich zu machen, dass sie bestimmte Aufgaben übernehmen müssen. Sie haben fast freundschaftlichen Zugang zu den Personen.“ Als Beispiel nennt er die Sperrmüllabfuhr. „Wenn wir dazu aufrufen, hilft keiner mit. Wenn Steffi sagt, packt mal mit an, läuft die Sache“, so der Mann vom Amt.

Dr. Frank Koch habe medizinische Hilfe geleistet, zudem soll es ab April freies WLAN in den Häusern geben, damit die Obdachlosen am gesellschaftlichen Leben besser teilnehmen können, wie Stefan Borggraefe von den Piraten wusste. An einer dauerhaften Verbesserung für die Obdachlosen gibt es allerdings weiterhin Zweifel. Andresen: „Es ist immer ein Auf und Ab. In ihrer Not sind viele zu desinteressiert, um sich zu beteiligen.“ Die Ehrenamtlichen wollen einen Verein namens „Wohnungslosenhilfe Witten“ gründen, um ihre Arbeit fortzusetzen.

Susanne Schild

Kommentare
02.03.2016
17:55
#1 Die Obdachlosen gleichen da AFD & Pegida
von p.s.a | #2

DIE vom Amt sind die Bösen. Macht das Leben einfach bringt aber keine Besserung.

Von daher kann man den Helfern nur wünschen und ans Herz legen die...
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Zustände in Wittener Obdachlosen-Unterkunft haben sich verbessert
Zustände in Wittener Obdachlosen-Unterkunft haben sich verbessert
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http://www.derwesten.de/staedte/witten/zustaende-in-wittener-obdachlosen-unterkunft-haben-sich-verbessert-id11613334.html
2016-03-01 18:30
Witten