Zum fünften Mal große Fete im Wittener Wiesenviertel

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Was wir bereits wissen
Kreatives Ambiente des Festes strahlt über die Grenzen Wittens hinaus. Wer in diesem Jahr neu dabei ist, und warum die Party 2015 noch größer wird.

Es ist die einstmals kleine, feine Party, die von Jahr zu Jahr größer und beliebter wird: Längst hat sich der Charme des Wiesenviertelfestes, Fete im Wohnzimmer Wittens, über die Stadtgrenzen hinaus herumgesprochen. Über 2000 Besucher strömten 2014 zu diesem Anlass in die Stadt. So wundert es nicht, dass bei der Neuauflage 2015 jetzt mehr Kooperationspartner denn je im Boot sind. Werk-stadt und Maschinchen Buntes etwa werden am kommenden Wochenende (13. Juni) erstmals ein Bühnenprogramm beisteuern.

Erstmals Tummelmarkt

Und es gibt mehr Neues, freut sich Organisator Philip Asshauer vin der Kulturinitiative Stellwerk. Auf der Steinstraße findet zum ersten Mal der „Tummelmarkt“ statt, der sich in Zukunft durchaus auf Augenhöhe mit dem Wochenmarkt betrachtet wissen will. Hier bieten Studenten und junge Designer ihre Produkte an, zwar nicht umsonst, aber draußen und umgeben von „Foodtrucks“ (Speiseangeboten), die regionale Produkte und Lebensmittel verkaufen. Ganz groß geschrieben wird beim Tummelmarkt aber auch das Ambiente. So legen die Macher viel Wert auf stilvolle Sitzgelegenheiten und gemütliche Atmosphäre.

1000 Quadratmeter Spielwiese

Ausgebaut werde in diesem Jahr auch das Kinderprogramm, betont Asshauer. So wird an der Hammerstraße eine 1000 Quadratmeter große Spielwiese aufgebaut, auf der vor allem Mitmachaktionen für die Kleinen stattfinden sollen. Wie schon in den Jahren zuvor beteiligen sich Gewerbetreibende des Wiesenviertels mit eigenen Initiativen und Aktionen. So werden sich rund um den Second-Hand-Laden „Für Elise“ in der Steinstraße nicht nur die „Cirkus Akademie“ und die jungen Imker „Honigbären“ austoben, auch Kinderspiele aus alten Zeiten werden angeboten.

Blote Vogel Schule dabei

Erstmals beteiligt sich in diesem Jahr die Blote Vogel Schule an der Organisation, auch die Gerichtsschule macht, wie schon im vergangenen Jahr, wieder mit. Das Ambiente des Festes, das gegen 12 Uhr beginnt und gegen 22 Uhr ausklingen soll, prägen aber vor allem wieder „kleine kreative Aktionen an jeder Straßenecke, bei denen Besucher gerne stehen bleiben und das Viertel genießen können“, sagt Asshauer. Und um 22 Uhr soll auch in diesem Jahr nur offiziell Schluss sein. „Gespräche auf den Bürgersteigen können gerne wieder bis fünf Uhr morgens stattfinden“, lacht er.

Stadt gibt kein Geld

Wie sehr die Veranstaltung auf das Engagement der Kreativen rund um das Viertel angewiesen ist, zeigen auch die Zahlen. „Das Fest kostet 30 000 Euro, die komplett durch Sponsoren finanziert werden“, sagt Ausshauer. Die Stadt beteilige sich nicht an den Kosten.