Zugverkehr in Witten wieder nicht lahmgelegt

Pendler warten am Mittwochmorgen (22.4.) auf die Einfahrt der Abellio-Bahn.
Pendler warten am Mittwochmorgen (22.4.) auf die Einfahrt der Abellio-Bahn.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Auch die siebte Runde im Bahnstreik konnte den Zugverkehr in Witten nicht lahmlegen. Nicht nur die Privatbahn Abellio brachte die Menschen ans Ziel.

Witten..  Am Mittwochmorgen um sieben Uhr war die Welt am Wittener Hauptbahnhof noch in Ordnung – obwohl seit fünf Stunden die Lokführer der GdL erneut einen Warnstreik begonnen hatten.

Wie jeden Tag eilten die Passagiere und Pendler zu ihren Zügen, die zwar unregelmäßig und mit Verspätung, aber immerhin kamen. „Da wir streiken, fährt die S-Bahn heute nur stündlich“, sagt ein Lokomotivführer bei seinem Halt auf Gleis eins. Das war um 7.02 Uhr. Die S-Bahn nach Dortmund fährt streikbedingt nur zur vollen Stunde. „Ich fahre jeden Morgen mit Abellio zur Arbeit nach Essen“, sagt Bahnkunde Udo Ziemer. „Da wird ja nicht gestreikt.“ Er findet den Ausstand nicht mehr gut. „Das geht total auf die Kosten der Pendler.“


RE 4 nach Aachen wieder komplett ausgefallen

Sonja Feldmann (49) fährt nach Bochum. Sie nimmt ausnahmsweise die Privatbahn. Auch Leon Herf (18) und Alex Diehl (19) steigen um. Sie kommen durch den Streik zwar zu spät zu Schule in Hagen. Aber das nehmen sie in Kauf.

Komplett fällt wieder der RE 4 nach Aachen aus. Fazit des siebten, bis Donnerstag, 21 Uhr, andauernden Bahnstreiks in Witten: Es läuft nicht rund, aber wie immer besser als anderswo.