Zoff um den Radweg am Wittener Hauptbahnhof
21.10.2010 | 17:49 Uhr 2010-10-21T17:49:00+0200
WittenDer Radstreifen am Hauptbahnhof erzürnt die Gemüter. „Zu wenig Platz“ schimpfen Radfahrer. „Wenn hier nichts passiert, dann gibt es noch Tote“, sagt ein Taxifahrer, der Angst davor hat, einfach die Fahrertür zu öffnen.
Die Bergerstraße ist eine viel befahrene Straße. Auf der Bahnhofsseite befindet sich seit etwa sechs Monaten ein neuer Radweg. Eine zirka 1,50 Meter breite Spur steht dort der Drahtesel-Fraktion zu Verfügung. An diesem Weg scheiden sich nun die Geister.
Denn dieser Streifen ist genau zwischen wartenden Taxen und Fahrbahn geplant worden. Öffnet ein Taxi-Fahrer seine Tür, kann es passieren, dass ein Radfahrer nicht mehr genug Platz zum Ausweichen hat. Wenn dann noch ein Lkw oder Bus direkt daneben auf der Fahrbahn vorbeirollt, kann es auf diesem Radweg für den Betroffenen richtig eng werden.
Jeder neue asphaltierte Quadratmeter hat nach Angaben des Stadtplanungsamtes etwa 135 Euro gekostet, drei Viertel der Summe gefördert von Land und Bund. Doch statt sich über die frisch geteerte Wegführung zu freuen, schütteln viele dort nur den Kopf.
„So kann das nicht weitergehen“, schimpft Taxifahrer Maik Bühren (28). Für ihn und seine wartenden Kollegen ist das Nadelöhr unzumutbar. „Wir werden von den Radfahrer regelrecht ausgeschimpft, weil wir hier stehen.“ Es sei gefährlich und schlecht geplant, wirft er der Stadt vor.
Ähnlich äußern sich die Radfahrer, die in der Radstation am Hauptbahnhof stehen. Auch die Mitarbeiter der Radstation wissen um die Probleme vor der Tür. „Viel zu eng“, sagt Torsten Kretschmann. „Ich fahre lieber direkt auf der Straße als auf diesem Weg. Da ist schon mal ein Unfall passiert“, meint sich der 41-Jährige zu erinnern. Für Alfred Frielinghaus (64), Ruhrtal-Ranger und Mitorganisator von Ausflugstouren, ist klar: „Das ist doch nur ein Alibi-Radweg.“ Die Planer hätten sich lieber mal in Holland umschauen sollen. Frielinghaus: „Die wissen, wie man die Radfahrer vernünftig in die Verkehrsplanung integriert.“
Schlechte Planung? Das will sich der städtische Verkehrsplaner Andreas Müller nicht vorwerfen lassen. Zum einen seien die Umbauten oft kommuniziert worden. Unter anderem habe es dazu eine Ausstellung im Bahnhof gegeben. Zudem hätte die damalige Taxi-Innung den Plänen zugestimmt. Man habe in der Bauprojektgruppe über jeden Quadratmeter diskutiert.
Nach Auffassung von Müller ist alles korrekt gelaufen: „Ich sehe absolut nicht, dass das falsch geplant ist.“ Der Radweg sei breit genug. Er argumentiert damit, dass die Taxifahrer in der Warteschlange eben nicht ihre Türen öffnen müssen. „Um aufzurücken, muss man doch nicht aus dem Auto steigen.“ Es sei denn, man wolle mit seinen Kollegen draußen in der Gruppe stehen und die Wartezeit verkürzen. Dafür sei der Radweg aber nicht gedacht. Zudem sei immer ein Blick in den Rückspiegel vorgeschrieben, wenn man die Tür öffne.
In der heutigen Verkehrsplanung sei es üblich, so Andreas Müller, dass der Radweg zwischen parkenden Autos und Fahrbahn gebaut werde. Nichts desto trotz will er sich nächste Woche mit den Protestlern vor in Ruhe Ort treffen – und reden.
19:26
so dumm kann ja auch nur die stadt witten sein !
23:02
Was sagt denn eigentlich Basta! dazu?
19:19
Ist doch ganz einfach .... Mit Radweg gibs was vom Land und Bund ... ohne ... gibs nichts ... Ob der dann real auch benutzbar ist, interessiert doch niemanden.
15:18
Ich bin schon der Meinung, dass man einges als Gegeben hinnehmen sollte, aber es ist nun mal Tatsache, dass wir auf der Planungsseite nur negative Ergebnisse von Herrn Müller erhalten und die Frechheit dazu, seine eigene Unzulänglichkeit mit Sprüchen in der Presse zu übertünchen. Siehe auch Radweg Unistraße, Marienhospital und und und.
15:07
@24
Ich bin weder Rassist noch ein Nörgler .... Aber man muss nunmal mit den gegebenheiten leben. Die Planung ist schlecht ... ok ...
Aber wenn der Taxifahrer aussteigt, hat er nunmal in den Spielgel zu sehen. Tut er dies nicht ist er im fall des falles der Dumme ...
Und neeeee ich kenn nicht alle ... gott sei dank. Hab ich aber auch geschrieben das ich mal verallgemeiner. Sorry wenn es falsch ankam.
14:21
Sorry, den Text 22 hatte ich noch nicht gesehen. Es ist natürlich ein Scherz, dass jetzt auch noch sprachliche Mängel, Fehlverhalten von Taxifahrern und Radfahrern dazu kommen. Ein bisschen Rassimus mit Meckerei. Es geht hier um Planung!
Scheinbar kennt der Schreiber ja jeden Fahrer und nun mal pauschal, wer alle kennt fährt selber oder lässt sich jeden Abend aus der Kneipe abholen.
14:10
zu 18 und 19
Das Taxi und der Standort sind der Arbeitsplatz der Fahrer.Es gehört zu seinem Job den Wagen zu verlassen und den Kunden behilflich zu sein. Weiter ist es während der Wartezeit natürlich angebracht den Hintern aus dem Wagen an die frische Luft zu befördern. Es ist undenkbar, dass in der Industrie ein Arbeitsplatz so konzepiert wird und es ist undenkbar, dass Herr Müller beim Verlassen seines Büros, auf vorbeifahrende Radfahrer achten muss. Sein Arbeitsplatz ist geplant worden, die Wittener Straßen nicht. Der Planer seines Arbeitsplatzes sitzt auch an einem Schreibtisch und kennt sich somit aus, Herr Müller nicht, der schafft es noch nicht mal für seine Lieblingsklientel sichere Fahrradwege zu schaffen. Übrigens bin ich kein Taxifahrer und es sollte nicht weiter unqualifiziert geschossen werden, Taxifahrer haben nichts mit der Planung zu tun, sie müssen damit leben. Es schreibt ja auch keiner negativ über die Radfahrer.
14:05
Was wäre das Leben ohne meckerei. Ein bisschen gegensitige Rücksichtnahme und gut ist es. Ich verstehe die Radfahrer nicht. Wie oft sehe ich das sie in der Fußgängerzone fahren, ist die Ampel rot,geht es eben auf den Ghweg über die Fussgängerampel. Oder zwischen den Autos durchschlängeln .... hey ihr redet von der stvo? Lächerlich .....
Aber ebensowenig kann man bei Taxi Fahrern (ich verallgemeiner mal) von Profis reden. In der 30er zone nicht an die Geschw. halten, Überholen in der 30er Zone .... Parken mit Behinderung. Profis sehe ich anders. Ach ja .... Deutschkenntnisse zu 90% fehlanzeige ... aber naja ...
Leute nehmt Rücksicht auch wenn ihr euch gegenseitig nicht grad mögt .... nicht gegeneinander, miteinander macht mehr spass und weniger Stress für alle ..... in diesem sinne.
gute Fahrt für alle
13:37
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13:29
#19 Die Polemik ist natürlich nicht schön. Fakt ist aber, dass die Türen geöffnet werden (dürfen). Zur Fahrbahnseite hin ist das kein Problem, denn diese sind breit genug. Ein Sicherheitsabstand von einem Meter sollte man da einhalten. Auf einem nur 1,50 m breiten Radweg ist das nicht möglich und man läuft Gefahr in eine sich öffnende Autotür reinzuknallen. Das der Radweg nicht den vorgeschriebenen Mindestmaßen entspricht habe ich bereits im Kommentar #13 geschrieben.