Das aktuelle Wetter Witten 2°C
Laidesoul

Zickenkrieg und große Gefühle

13.09.2012 | 14:19 Uhr
Funktionen
Zickenkrieg und große Gefühle
Maria Nicolaides sitzt am Steuer und schreibt die Lieder für die Band Laidesoul.Foto: privat

Witten. Rock, Pop, Soul — so richtig in eine Schublade lässt sich die Band „Laidesoul“ nicht stecken. Darauf legen Maria Nicolaides und ihre Kollegen großen Wert. Nun bringen sie ihre erstes Album mit fünf Liedern heraus, das sie bei einer Party im Key West vorstellen wollen.

„Bitchfight“, auf Deutsch Zickenkrieg, schallt aus den Computerboxen von Maria. Die 19-Jährige schreibt ihre Lieder selbst, die Ideen kommen aus dem Leben. In „Bitchfight“ kritisiert sie Mädchen ohne Niveau, die nur darauf aus sind, sich den nächsten Kerl zu schnappen. „Natürlich übertreibe ich in dem Lied. Aber prinzipiell nerven mich diese Frauen total.“ Die junge Griechin kann aber auch leise Töne anschlagen. „Schwer zu verstehen“ heißt eine Ballade, in der sie mit sanfter Stimme über vergeigte Beziehungen singt.

Gemeinsam mit Freundin Jenny Gerdts gründete sie Anfang des Jahres „Laidesoul“. Schon vorher spielten die Zwei zusammen in einer Band, aber die Uni und der räumliche Abstand kam ihnen dazwischen. Maria studiert Musikerziehung in Osnabrück, Jenny Mediamusic in Enschede in den Niederlanden. Der Kontakt brach niemals ab und nun fanden die beiden Frauen musikalisch wieder zueinander. „Dafür nehme ich es auf mich, einmal in der Woche nach Enschede zu fahren. Das ist notwendig, damit die Band funktioniert“, sagt die 19-jährige Maria.

Drei Vorbands auf der Party

Zurzeit probt die Band, zu der noch Jan Kuhn, Johannes Rüther, Kevin Klaus und Tessa Mekers gehören, mehrmals die Woche, um für ihre Party fit zu werden. Sogar drei Vorbands werden sie haben, alle kommen aus der Hip-Hop-Szene. Sich selbst nennen sie eine „Wir-spielen-alles-Band“. Allerdings, hört man den Liedern genauer zu, merkt man, dass Rock und Hip-Hop ihren Sound bestimmen. Jenny Gerdts produziert die Lieder. Schon im Alter von sechs Jahren begann die 21-Jährige mit dem Schlagzeug. Irgendwann kam der Wunsch, die Musik zum Beruf zu machen. Bei Maria fing alles mit Tanz an. Noch heute tanzt sie auf Hip-Hop-Meisterschaften. Als sie zehn Jahre alt war, merkte ihr Chorleiter, dass sie singen kann. „Meine Eltern waren völlig überrascht, dann bekam ich Gesangsunterricht.“

Dass Maria Nicolaides schon mit „The Voice of Germany“-Star Pamela Falcon auf der Bühne stand, ist für die Studentin Nebensache. Die volle Konzentration liegt auf ihrer Band „Laidesoul“. Erklärtes Ziel: Von der Musik leben zu können.

Franziska Bombach

Kommentare
Aus dem Ressort
Paddeln mit Flüchtlingen in fünf Sprachen
Integration
Sportprojekt baut Brücken: Nach Trockenübung im Lehrschwimmbecken in Witten geht es mit dem Kajak zur Wanderfahrt auf der Ruhr. Jeder muss schwimmen...
Kammer beteiligt sich nicht an Anwaltskosten der Stadt
Wickmanngelände
Für Aufregung hat eine Äußerung des Stadtbaurats gesorgt, die IHK wolle sich an Beratungskosten im Rechtsstreit um das Wickmanngelände beteiligen.
Sammlung Wolnin wird in Witten gezeigt
Ausstellung
„Kunst nach ‘45“ heißt die neue Ausstellung in der Galerie Haus Herbede. Gezeigt werden Bilder aus der Sammlung des Dortmunders Manfred Wolnin.
Ensemble Ruhr gedenkt Holocaust
Konzert
David Orlowsky und das Ensemble Ruhr boten zum Holocaust-Gedenktag ein eindrucksvolles Konzert in Haus Witten. In der Vorstellungskraft der Zuhörer...
Arbeitslosenzahl steigt in Witten deutlich
264 mehr
Der Januar ist kein guter Monat für den Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erwerbslosen stieg in Witten auf fast 4500. So hoch war sie schon lange nicht mehr.
Fotos und Videos
article
7092065
Zickenkrieg und große Gefühle
Zickenkrieg und große Gefühle
$description$
http://www.derwesten.de/staedte/witten/zickenkrieg-und-grosse-gefuehle-id7092065.html
2012-09-13 14:19
Witten