Wasserkraft sorgt beim Zeltfestival für den Strom
17.08.2010 | 14:48 Uhr 2010-08-17T14:48:00+0200
Bochum/Witten.Ganz ökologisch zeigt sich das Zeltfestival Ruhr am Kemnader See. Denn erstmals wird der komplette Strom fürs Festival zu 100 Prozent aus Wasserkraft gewonnen. Und falls die Sonne mal nicht scheint, gibt es nun auch Heizungen in den Gastro-Zelten.
17 Tage dauert allein der Aufbau für das 17-tägige Ereignis in den Zelten am Kemnader See. Knapp 100 Stunden vor der Eröffnung des musikalisch-kulinarischen Großereignisses berichteten die Macher über die Feinjustierungen der Organisation.
So konnte Thomas Schönberg von den Stadtwerken in Bochum mitteilen, dass erstmals der komplette Strom für das Festival zu 100 Prozent ökologisch aus Wasserkraft gewonnen werde. Die benötigten 70.000 Kilowattstunden hätten in den Vorjahren noch einen Ausstoß von 35 Tonnen CO2 zur Folge gehabt. Diese Energiebilanz, die circa 50 Flügen nach Mallorca entspreche, würde in diesem Jahr auf Null gesenkt. Ein Zertifikat des TÜV München belegt, dass es sich bei dieser Umstellung tatsächlich um eine „physische“ Einspeisung handele.
Veranstalter Heri Reipöler lobt den schon im dritten Jahr kooperierenden Partner: „Dank des bereits im letzten Jahr verankerten Stromanschlusses und des Aggregates kann man derartige Veranstaltungen auf höchstem Niveau produzieren und den Konzertbesuchern eine optimale Show bieten - das sogar anhand des Ökostroms in umweltverträglicher Form.“
Björn Gralla, der kürzlich noch den Rekordvorverkauf von 35000 Tickets verkünden konnte, berichtete stolz, dass nun schon die Marke 40000 angepeilt würde. Davon profitieren stark zwei Bochumer Größen: so musste sowohl die EinsLive-Comedy-Nacht mit Hennes Bender als auch die Veranstaltung von Jochen Malmsheimer in größere Zelte verlegt werden. Er wies weiter auf die ZFR-Card hin, die zum Preis von 7 € dauerhaft den Eintritt zum Gelände und die An- und Abreise in den Shuttle-Bussen zwischen Hauptbahnhof Bochum und dem Festivalgelände ermöglicht.
Lukas Rüger vom Livingroom, kündigte noch einmal eine Komfortsteigerung im Bereich der Gastronomie an: „Wir haben viele weitere Maßnahmen ergriffen, um den Aufenthalt für die Gäste noch angenehmer zu gestalten. Falls die Sonne mal nicht scheint, muss niemand frieren, dafür sorgen weitere Zeltbauten im Bereich der Piazza mit entsprechenden Heizungen, die dieses Jahr Premiere feiern.“ Der kulinarische Sektor in den vielen weißen Zelten des Festivals sei keine „Foyergastronomie“, so Rüger weiter zur qualitativen Ausrichtung.
Bochums Kulturdezernent Michael Townsend erklärte, er habe selbst einmal ein Zeltfestival organisiert und in diesem Zusammenhang Vorbilder in ganz Deutschland besucht. Er sagte dahingehend: „Das Zeltfestival Ruhr spielt spätestens seit dem letzten Jahr in der Champions League“.
Mehr Infos zum Zeltfestival unter www.zeltfestivalruhr.de und dem DerWesten-Spezial.
17:48
@ Kritiker12 Einspruch ! Die Überflutungen wurden erst durch die Begradigungen möglich gemacht ! Im übrigen ist die Zahl der toten Fische nach Hochwasserrückgang verschwindend gering...da fordern flache,extrem verkrautete(Eutrophierung) Gewässer mehr Tribut
07:39
Ohne diese verlandeten Pfützen wie den Kemnader See würde die Ruhr bei Hochwasser das ganze Ruhrtal überschwemmen und im Hochsommer in Teilen trockenfallen. Wieviele Fische würden wohl insbesondere das Trockenfallen überleben?
20:28
Na so Unrecht hat Staufenberg nicht..
@5 Klar,Fischtreppe schön und gut aber in dieser verlandeten Pfütze werden die Bedingungen für Fische immer schlechter..sorry für off Topic
08:04
Wieder mal ein typischer Staufenberg *rofl*. Klar der Kemnader See ist gerade erst gebaut worden und natürlich gibt es auch keine Fischgasse. So sehen sie halt aus die Staufenbergschen Wahrheiten, mit der Realität haben sie nichts zu tun.
21:54
cool ein see von der größe vom kemnader kann eine zeltstadt mit paar lampen und backöfen versorgen.
16:16
Alles super, Ökostrom für das Zeltfestival Ruhr ist eine saubere Sache! Wenn nur die blöde Laufzeitverlängerung der AKWs nicht wäre oder die Waldbrände in Russland, der Öl-Gau im Golf von Mexiko, die vielen Überschwemmungen etc. Wir schaffen das schon, die Erde fertigzumachen.
15:58
Der Steiger hat Ahnung. Wasserkraft ist nicht ökologisch. Flüsse müssen begradigt werden, Stauseen müssen gebaut werden. Die Naturlandschaft und Lebensräume (Flussauen) werden im großen Stil zerstört. Die Tiere und Pflanzen sterben aus. Durch die Turbinen wird zudem alles Leben im Fluss vernichtet. Solarstrom und Windkraft sind die einzigen sauberen Energiequellen.
15:33
Der Strom wird aus einem Verbundnetz entnommen. Man hat keinen Einfluss darauf, woher der erzeugte Strom gerade stammt.
Man kann den Strom höchstens über Wasserkraft abrechnen.
Aber darum muss der Strom noch lange nicht sauber sein ;)